JAHRESPOLL 2004: Arlette Huguenin

JAHRESPOLL 2004: Arlette Huguenin
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NATTEFROST:
NATTEFROST: Blood and Vomit

TRANSCENDING BIZARRE?: The Four Scissors
Die musikalische Umsetzung des Fragezeichens und eine der bizarrsten Entdeckungen im Jahr 2004.

DARK FORTRESS: Stab Wounds
70 Minuten grossartiger Black Metal mit ganz viel Leidenschaft-ein fesselndes Erlebnis.

NATTEFROST: Blood and Vomit
CARPATHIAN FOREST-Frontmann Nattefrosts Soloalbum zeigt den Black Metal in überzeugender Art und Weise von seiner groovigen, dreckigen und rotzigen Seite.

WUTHERING HEIGHTS: Far from the Madding Crowd
The road goes ever on… bedeutet in diesem Fall mitreissenden Metal im Stil und mit dem Gefühl von BLIND GUARDIAN.

ELECTROCUTION: Electric Cartoon Music From Hell
Abgefahrenes Instrumentalgebräu aus Grindcore, Jazz, Death Metal und eben: Cartoon Music. Cartoon goes Metal.

1349:
1349: Beyond the Apocalypse

NERHTUS: Black Medieval Art
NERTHUS schlagen Brücken zwischen Mittelalter und Schwarzmetall und zeigen, dass auch Maultrommeln Metal sein können.

WINDIR: Valfar, ein Windir
Der musikalische Abschied von Valfar. Bewegend und beklemmend zugleich.

VREID: Kraft
Der überraschende und überzeugende Phönix aus der Asche WINDIRs.

ANCIENT: Night Visit
Lord Kaiaphas kehrt in einem Song würdevoll kreischend zurück und mit ihm kommt auch die Seele des ANCIENT-Sounds…

1349: Beyond the Apocalypse
Sperrig, aggressiv, avantgardistisch und fies-vertrackter Black Metal Güteklasse 1!


DRAUGAR:
DRAUGAR: Weathering The Curse

BLOODY MARIA: Before The Storm
Eine unglücklich vertonte Sauftour – völlig überflüssig.

QUEEN ABSINTHIA
Wieder wurde im Suff Black Metal kredenzt, das Ergebnis ist gähnend langweilig und vollkommen überflüssig.

YWOLF: Dream Warrior
Das Dark Wave-Nebenprojekt von FINNUGOR-Mann Gabriel Wolf ist gefühlloser als jeder Commodore 64-Gamesound.

SIX FEET UNDER: Graveyard Classics 2
SIX FEET UNDER begehen eine schrecklich langweilige Schändung des AC/DC-Materials und verdienen auch noch Geld damit.

DRAUGAR: Weathering The Curse
Der kleine böse Hildolf kreischt im Kinderparadies…


WINDIR, ENSLAVED, FINNTROLL, MINDGRINDER
Ein würdiger Abschied von Valfar.

SUFFOCATION, EYES SEE RED, CREEPING VENGEANCE
SUFFOCATION ohne Moshpit gibt es nicht. Irgendwo am Rand stehen und ruhig zuschauen auch nicht. Kurz: grandiose Stimmung, viel Körpereinsatz, coole Sache.

WALTARI
WALTARI in einem kleinen Club erleben ist und bleibt rattenscharf und schweisstreibend. Feel the energy!


EXILIA
Zu meinem Schreck waren anfang 2004 EXILIA die Vorband von IN EXTREMO und lieferten eine peinliche und banale Demonstration ihres Könnens. Argh.

GORGOROTH
Mieses Timing, miese Show (einige 1. August-Balkonfackeln als grossartiger Bühnenaufbau). Offenbar investiert man die Liveenergien auf Schockorgien in Polen. Hierzulande sperrt man sich lieber mit ihren alten Werken zu Hause ins Zimmer und spart sich die Liveumsetzung.


Dieses Jahr reichte es nicht mehr für ein Festival.


Es reichte auch nicht für ein mieses Festival, soviel ist klar.


DARK FORTRESS
DARK FORTRESS haben mit Stab Wounds ein 70minütiges Werk geschaffen, das nie langweilig wird und wurden dafür auch mit positiven Kritiken belohnt. Auch live sehr überzeugend und fesselnd.

Schweden und Dänemark an der EM
Der als unwahrscheinlich geltende Nordic Victory 2:2 war der absolute Oberhammer. Am Ende schwenkt die Kamera ins schwedische Publikum, dort sitzt gemütlich ein Däne zwischen den Schweden und ein mit Wikingerhelm versehener Fan hält das Schild Nordic Victory 2:2 – Italia go home. Da muss frau sich für Fussball begeistern.


STRATOVARIUS
Die peinliche Splitgeschichte, das Bild vom mit Blut beschmierten Tolkki (das man sich rasch auf die Harddisk speichern musste, weil es dann wieder von der Page verschwand), die in Menstruationsblut badende Miss K. – Melodic Metal goes Seifenoper.

Casting Shows
Sämtliche Gewinner von Casting Shows. Ihre Halbwertszeit beträgt mittlerweile noch einige Tage und ihre mediale Präsenz ist unerträglich, egal ob sie in Deutschland oder im Dschungel wirken. Währendessen verrotten talentierte, reale Bands in den Übungsräumen, die eh schon spärlich vorhanden sind?????


DARKTHRONE: Sardonic Wrath
Düster und faszinierend – so wie DARKTHRONE eben sind. Dicht gefolgt vom direkten Gegenteil, dem Cover von ELECTROCUTION: Electric Cartoon Music from Hell ist absoluter Kult.



RAGNARÖK: Blackdoor Miracle
Ich kann es nur wiederholen: Nicht die nackte Frau mit den Einschusswunden ist das Problem (sie ist allerdings in einer viel zu aufrechten Position für wahrhaft nekrophile Phantasien), nein, die Bildkomposition an sich. Der unkreativste Breithosendepp hätte eine ansprechendere Collage hingekriegt, sei es mit Schere und Papier oder einer alten Photoshop-Version. Ausserdem dürften sich RAGNARÖK nach zehn Jahren Bandbestehen wirklich etwas mehr leisten – das Cover von Nattferd (1995) hat schliesslich gezeigt, dass auch mit weniger Geld qualitativ mehr wert ist. Im Vergleich dazu wirkt das Blackdoor Miracle-Cover auch nicht trashig genug, vielmehr lässt sich daraus ein zwanghafter Versuch zu einer psychoanalytischen Interpretation (Stichwort: welche Symbolik hat eine Pistole?) lesen…



KOLDBRANN: Nekrotisk Inkvisition (zwar ein Albumtitel, aber irgendwie kultig)


MOR DAGOR: Necropedophilia


The Return Of The King – Special Extended Version
Das einzige Mittel um darüber hinweg zu kommen, dass es diese Weihnachtsferien keinen weiteren Teil von Lord Of The Rings im Kino gab. Möge The Hobbit Peter Jacksons Herz erwärmen…Sehr intensive, ehrliche und geniale DVD!


DISSECTION
Obschon Maha Kali nichts Gutes erwarten lässt, so war es doch schön, die alten Songs live mal wieder geniessen zu können.


STRATOVARIUS
Mal gibt es sie wieder, dann wieder nicht – eine Seifenoper mit Zombies, Posern und viel Blut. Vorläufiger Schluss: Am Wochenende 9.12.-11.12.2004 traf sich die Band in der Sauna.


FROSTHARDR
Maktesløs wurde als Eissturm im Juli veröffentlicht. Eine kalte, überzeugende Angelegenheit. Bitte mehr davon!

DROTTNAR
Haben mit der Mini Anamorphosis ein beklemmendes und abgrundtief böses Werk Black Metal geschaffen, das wahrlich Lust auf mehr Bunkerswing macht.


KLABAUTAMANN
KLABAUTAMANNerschaffen Schwarzmetall, der an eine knorrige Eiche erinnert – lobenswert!

WINTERTHRONE
Das kranke und chaotische Einmann-Black Metal-Projekt WINTERTHRONE lärmt auch 2004 unordentlich…


Hvàll (VREID)

Hvàll (VREID)

Beeindruckenster Satz: Mit der Kraft der Gedanken ist schon soviel Unheil angerichtet worden, dass ich mit gutem Gewissen sagen kann, dass alle Menschen Abschaum sind. Damit meine ich alle, mich eingeschlossen.

Interview: VREID: Der Arntor-Traktor und die Vorliebe für alten Techno


Natürlich war das lustigste Erlebnis bei Vampster 2004 das Vampstertreffen, bei dem mich Psycho mit Wohnungsdeko aus der Villa Vampiria bewarf. Leider war mein Schwert zu Hause geblieben.


MASTER gegenüber Päuli Speckmann als langweilig bezeichnen und mit dem Leben davonkommen (Schnelligkeit gewinnt gegen Bart).

Geile Konzerte spielen und dabei den Zusammenhalt im Underground erleben (ein fettes Danke an die Jungs von CREMATION (CH) und alle anderen, mit denen wir die Bühne teilen durften) wie auch die Egozentrik von (Pseudo)berühmtheiten (etwa GORGOROTH, welche kleine Bands reihenweise wieder ausladen – zwei Tage vor dem Gig; oder das nervige Primadonna-Gehabe von HYPNOS). Immer wieder interessant und erlebenswert.

Eine eigene CD veröffentlichen und zudem zum ersten Mal ein eigenes Bandshirt zu besitzen…ein ungewöhnliches Gefühl.

Englisch unterrichten und das damit verbundene Erlebnis, ohne Bass vor einem Publikum zu stehen.

Endlich einmal Vorph und Xy von SAMAEL zu treffen.


Enttäuschung ist vermutlich das falsche Wort dafür, aber mit Valfar (WINDIR) und Quorthon (BATHORY) sind zwei wichtige Geister des Metals gestorben.


Supersize Me
Äusserst interessante und witzige, subjektive Dokumentation des Fastfood-Essverhaltens. Ein Wunder, dass ein Grosskonzern wie McDonalds diesen Film nicht verhindern konnte.


The Ring Thing
Völlig überflüssige und peinliche Schweizer Parodie auf Lord Of the Rings. Ärgerlich.