NAILED TO OBSCURITY: King Delusion

NAILED TO OBSCURITY: King Delusion

Schon die ersten Augenblicke von „King Delusion“ machen deutlich, dass man es bei NAILED TO OBSCURITY mit einer Melodic Death / Doom Metal-Kapelle zu tun hat, die auf hohem Niveau musikalisch in eine von frühen KATATONIA und auch von NOVEMBERS DOOM geprägte Kerbe schlägt. Um sich nicht als bloße Nachahmer abstempeln zu lassen, überraschen die Norddeutschen allerdings mit einem progressiven Post Rock-Einschlag, der in unerwarteten Gitarren-Melodien und mitunter sachterem Songaufbau zu finden ist („Deadening“, „Desolate Ruin“).

Doch auch der klassisch angehauchte Death / Doom Metal kommt keineswegs zu kurz, wie der eröffnende Titetrack und „Devoid“ beweisen. Nicht nur hier packt Raimund Ennenga seine guten und tiefen Growls aus. Weiterhin gibt es auch Clean-Gesang zu hören, der Songs wie „Protean“ eine sanfte Note verleiht. Darüber hinaus gelingt es NAILED TO OBSCURITY, da und dort interessante Kontraste gegenüber zu stellen, wenn etwa in „Memento“ Genre typisches Riffing mit Klavier-Passagen abwechselt oder eben progressive Elemente durchschimmern („Uncage My Sanity“). So gesehen ein überdurchschnittlich guter und durchaus eigenständiger Vertreter in Sachen Melodic Death / Doom Metal.

Veröffentlichungstermin: 03.02.2017

Spielzeit: 55:49 Min.

Line-Up:
Jan-Ole Lamberti – Gitarre
Volker Dieken – Gitarre
Jann Hillrichs – Schlagzeug
Carsten Schorn – Bass
Raimund Ennenga – Gesang

Produziert von Victor Santura (DARK FORTRESS, TRIPTYKON) @ Woodshed Studio, Landshut

Label: Apostasy Records

Homepage: http://www.nailedtoobscurity.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/nailedtoobscurity

Tracklist:
1. King Delusion
2. Protean
3. Apnoea
4. Deadening
5. Memento
6. Uncage My Sanity
7. Devoid
8. Desolate Ruin

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Christian Wögerbauer
Seit 2005 bei Vampster und Lieferant für Reviews, News, Live-Berichte und -Fotos.Genres: Doom, Death, Gothic, Sludge