MARKUZ WALACH: Identity

MARKUZ  WALACH: Identity

MARKUZ WALACH ist gern unterwegs! In bester Singer/Songwriter Manier zieht er durch die Gegend, missbraucht allerlei Gegenstände zum Musizieren und fühlt sich mit seiner Gitarre hauptsächlich im Blues zuhause. Das ist live sicher unterhaltsam, und auch hier auf CD kann der Mann überzeugen. Hier klingt alles nach echter Handarbeit, die man so nur auf die harte Tour erlernt. Viel ist passiert seit der Blues/Rockband ZEBRANISTIC 2007. 2013 packte der heute 31jährige Mann sein Fahrrad samt Anhänger und Gitarre und tingelte kreuz und quer durch Frankreich. 2014 gab es ein Live-Album, ein Jahr später das erste Studioalbum „Mileage“. Nach dem Leben im wörtlichen Sinne on the Road, einem Boxenstop in Berlin und nun in Kassel lässt uns MARKUZ WALACH an seiner Suche nach seiner musikalischen Identität teilhaben.

MARKUZ WALACH auf seiner Suche nach seiner musikalischen Identität

Klar horchen Blues-Freaks auf bei „Hobo“, denkt man doch sofort an JOHN LEE HOOKER. Markuz hat die Lyrics des Klassikers mit einem knarzigen Song unterlegt, der sowohl an das Original erinnert als auch ganz eigen klingt. Das ist ja mal schon große Kunst und macht schlichtweg Spaß. Dabei zeigt er auch gleich seine rockige Seite, man verweist auf LED ZEPPELIN, ich muss jedoch weitaus mehr an die bluesigen Sachen von TEN YEARS AFTER denken. Das alles halt im One Man Band-Style. Und ja, beim coolen „Let Your Boys Boogie“ sind natürlich die früh-70er Alben von ZZ TOP im Kopf. Herrlich traditionell „As Long As I Move“, da swingt jeder ausgelassen mit. Zu entdecken gibt es viel, auch die Macht der Skiptaste, „I Like Doing Things“. Sorry, I don´t like it! Live sicher nett, anders als der eh bunte Rest, oder je nach Geschmack halt nervig. Herrlich intensiv das aufs Nötigste reduzierte, sich stetig aufbauende „Four Moons“. Beim rockenden „Blonde Curly-Haired Woman“, hier sind doch wieder LED ZEPPELIN in der Luft, schraubt Herr Walach seine Stimme weiter hoch, auch das bringt Abwechslung. Am Schluss bringt er mich immer zum Schmunzeln, wenn MARKUZ WALACH die alten deutschen Blues Rocker BAUER, GARN & DYKE nicht kennt, sollte er das durchaus nachholen. Deren HANNES BAUER kennt man natürlich auch von UDO LINDENBERG. Beim Instrumental „Brickbreaker One“ muss man einfach zuschauen, was der Mann da so macht. Einen schönen Abschluss bietet „The Game“, ein zartschmelzender Song mit viel Americana-Flair. Musikpädgogin Svetlana Smertin begleitet ihn hier mit einschmeichelnder, verträumter Stimme. Die anderen Songs reihen sich stimmig ein in das abwechslungsreiche Gesamtbild.

„Identity“ zwischen traditionellem Blues und Singer/Songwriter-Flair

Ein tolles, reduziertes Album irgendwo zwischen traditionellem Blues und reichlich Singer/Songwriter-Flair. Musik zum Hinsetzen und Zuhören, wie es auf seinen zahlreichen Straßenkonzerten, Club- und Festivalshows sicher unvermeidbar ist. Zuhören und Zuschauen m, acht hier einfach Spaß. Reichlich Videomitschnitte gibt es auch, die nicht immer der Albumversion entsprechen, aber belegen, dass der Mann wirklich gut ist und reichlich Chrisma mitbringt. Siehe Tracklist.

Veröffentlicht: 11.05.2018

Spielzeit: 43:25 Min.

Label: Zygmatron Music

Website: http://www.MarKuzWalach.com

Mehr im Web: https://www.facebook.com/MarKuzWalachOfficial

Die Tracklist von „Identity“:

1. Hobo
2. Let Your Boys Boogie
3. As Long As I Move
4. I Like Doing Things
5. The Rich Is The Poor
6. Four Moons
7. Blonde Curly-Haired Woman
8. Brickbreaker One
9. The Game (mit Svetlana Smertin)

Frank Hellweg
Lebensmotto "stay slow", Doomer halt.... Love & Peace geht auch immer, nur ohne Musik geht nichts!