INQUISITOR: Stigmata Me, I´m In Misery

INQUISITOR: Stigmata Me, I´m In Misery

Vor über zwanzig Jahren haben sich INQUISITOR nach nur einem Album aufgelöst. Doch so ganz konnten sich die vier niederländischen Musiker nicht von ihrem Thrash / Death Metal-Projekt lösen, so dass mit „Stigmata Me, I´m In Misery“ nun ihr Comeback-Album vorliegt. Und INQUISITOR haben gut daran getan, es noch einmal gemeinsam zu versuchen. Schließlich versprüht das Album nicht nur einen Old-School-Charme sondern beweist auch, dass die erfahrenen Männer noch richtig flott und beherzt die Sau raus lassen können.

INQUISITOR punkten mit Tempo und spielerischen Fähigkeiten

„Stigmata Me, I´m In Misery“ beginnt dabei mit der „Rittertanz“-Einspielung von SERGEI PROKOFJEW, ehe der Opener „Castigate Into Devine Apostle“ richtig loslegt. INQUISITOR stellen bereits hier unter Beweis, dass ihre Devise unter dem Schlagwort „Tempo“ verbucht ist. Dabei mischen sich immer wieder Mid-Tempo-Passagen sowie gut hörbare Bass-Lines ein. Neben Bassist Alex Bakker dürfen auch Drummer Wim van der Valk (SAMMATH) mit seinem variablen Spiel und Gitarrist Erik Sprooten (ANCIENT RITES) mit kurzen und knackigen Soli brillieren. Passend zur schmutzigen und bissigen Musik ist schließlich auch der gallige Gesang von Alex Wesdijk.

„Stigmata Me, I´m In Misery“ erweist sich als tightes Album

Kompositorisch sind die Tracks einander nicht unähnlich. Gerade das den Songs zu Grunde liegende Riffing mit seiner leichten Punk-Lastigkeit zieht sich durch das Album wie ein roter Faden. Ja, und es weiß auch zu gefallen wie etwa in „Northern Goliath – Death, a Black Rose“. Und selbst wenn ein Track wie „Holy Man´s Gallows Pole“ eher gemächlich einsteigt, so steigert dieser Track dann doch das Tempo und wird noch so richtig furios. Generell vermag „Stigmata Me, I´m In Misery“ zu überzeugen. Vor allem auch deshalb, weil das Album so tight und kompakt ist. Innovationspreis werden INQUISITOR allerdings keinen gewinnen – aber davon sind die Routiniers sicherlich nicht ausgegangen. Somit eine feine und flotte Scheibe zum Abgehen.

Veröffentlichungstermin: 19.01.2018

Spielzeit: 34:33 Min.

Line-Up:
Alex Bakker – Bass
Wim van der Valk – Schlagzeug
Erik Sprooten – Gitarre
Alex Wesdijk – Gesang

Label: Hammerheart Records

Homepage: http://www.inquisitorxtremethrash.nl

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/InquisitorXtremeThrash

INQUISITOR „Stigmata Me, I´m In Misery“ Tracklist:

1. Castigate Into Devine Apostle
2. I Am Sick, I Must Die (Audio bei YouTube)
3. Holy Man´s Gallows Pole
4. Dreadful Fate
5. Hammering Rusty Nails
6. Northern Goliath – Death, a Black Rose
7. The Witching Time Of Night
8. On A Black Red Blooded Cross (Audio bei YouTube)
9. Hate, Misery, Torture & Dismay

Christian Wögerbauer
Seit 2005 bei Vampster und Lieferant für Reviews, News, Live-Berichte und -Fotos.Genres: Doom, Death, Gothic, Sludge