CRYSTAL VIPER: Crimen Excepta

CRYSTAL VIPER:  Crimen Excepta

Da AFM ja gerade die beiden ersten Alben von CRYSTAL VIPER wiederveröffentlicht haben, dachte ich mir, kann ich passend dazu ja auch noch was zum aktuellen Album der Band schreiben, welches Ende April diesen Jahres veröffentlicht wurde. Nach dem guten, aber nicht herausragenden Legends hatte ich nicht all zu viel erwartet, aber CRYSTAL VIPER haben sich mit ihrem vierten Album wieder ein ganz schönes Stück gesteigert und liefern mit Crimen Excepta ein grandioses Heavy Metal-Album ab. Im Vergleich zum Vorgänger gehen die Polen wieder eine Ecke aggressiver zu Werke.

Der Opener Witch´s Mark ist gleich das erste Highlight. Ein nach vorne peitschender Up Tempo-Banger, zu dem die Band auch ein nettes Video gedreht hat. Alleine die Gitarrenarbeit bei diesem Song ist überragend, und auch Marta zieht gesanglich alle Register von aggressivem Keifen bis zu hohen Schreien. Der Hammer! Wer hier nicht sofort ein Zucken in der Nackenmuskulatur verspürt, der ist vermutlich tot. Danach wirkt Child Of The Flame geradezu entspannt, hat aber ebenfalls erstklassige Leadgitarrenarbeit zu bieten. Keyboards setzen CRYSTAL VIPER nur hier und da als Akzente ein, wie zum Beispiel bei It´s Your Omen, welches im Refrain von Orgelklängen begleitet wird. Beim Titeltrack hat HELL-Frontkauz David Bower einen kurzen Gastauftritt. Bei Medicus Animarum kommen Erinnerungen an MANOWAR hoch, als diese noch Metalgötter und keine Witzfiguren waren, während The Spell of Death eine deutliche IRON MAIDEN-Schlagseite hat. Klar, man hört häufig sehr genau, wen CRYSTAL VIPER gerade huldigen, das macht aber gar nichts, denn so frisch, spielfreudig und authentisch wie diese Band rüberkommt, kann man ihnen einfach nicht böse sein.

Auch einen Coversong haben CRYSTAL VIPER wieder am Start, dieses Mal geht es überraschenderweise den Landsmännern von VADER an den Kragen, mit deren Frontmann Peter sich Marta hier quasi ein Duett liefert, auch wenn er nur einige wenige Zeilen gröhlt. Eine coole Idee, als klassische Metal Band mal einen Death Metal-Song zu covern, und das Ergebnis kann sich hören lassen. Marta grunzt hier nicht, sondern bleibt bei ihrem Gesangsstil. Mit dem ruhigen, teilweise leicht balladesken Ghost Of Sherwoood gibt es danach noch einen ebenfalls sehr guten Bonustrack. Crimen Excepta übertrumpft seinen Vorgänger problemlos und stellt sich für mich persönlich an die Spitze der Band-Diskographie. Für Traditionsmetaller ein klarer Pflichtkauf! Eine riesige Überraschung für mich persönlich. Hammer-Album!

Veröffentlichungstermin: 24.04.2012

Spielzeit: 51:35 Min.

Line-Up:
Marta Gabriel – vocals, guitars
Andy Wave – guitars
Tom Woryna – bass
Golem – drums

Label: AFM Records

Homepage: http://www.crystalviper.com
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/crystalviperofficial

Tracklist:
01. Witch´s Mark
02. Child of the Flame
03. It´s Your Omen
04. Crimen Excepta
05. Medicus Animarum
06. The Spell of Death
07. Hope Is Gone, Here´s New Law
08. Fire Be My Gates
09. Tyrani Piekieł (VADER cover)
10. Ghosts of Sherwood