CD-Review: HEAVEN´S CRY: Primal Power Addiction. Mehr von HEAVENS CRY

HEAVEN´S CRY: Primal Power Addiction



  • "Primal Power Addiciton" lässt einen nostalgisch werden. Man erinnert sich an Zeiten, als Progressive Metal wirklich noch progressiv war, als DREAM THEATERs Kompositionen noch nicht als Blaupause für unzählige Alben diente, als Bands noch auf der Suche nach einem eigenen Sound waren, als noch mit Instrumenten und Klängen mit einer kindlichen Freude experimentiert wurde und Acts wie THOUGHT INDUSTRY, SIEGES EVEN, MEKONG DELTA, MAYFAIR oder SECRECY die Vorstellung dessen, was Metal ist, bis zu bislang völlig undenkbaren Grenzen dehnten.

    Mit "Food for Thought Substitude" haben die Kanadier HEAVEN´S CRY bereits ein hervorragendes Album abgeliefert. "Primal Power Addiciton" spiegelt nun das Ergebnis einer fünf Jahre währenden Entwicklung wieder – das Bild einer gereiften Band mit starker Persönlichkeit, der man aber noch deutlich ihre Ursprünge anmerkt.
    Konsequent hat das Quintett den Stil des Debüts verfeinert und eine völlig eigenständige Klangwelt kreiert, bei der eine Zuordnung in ein bestimmtes Lager undenkbar ist. Metal? Prog? Rock? Die Grenzen verschwimmen wie selbstverständlich und erfunden ist eine neue Schublade, die den Namen HEAVEN´S CRY trägt.
    Die Kombination aus zwei E-Gitarren, einer stets präsenten akustischen Klampfe und zwei sich hervorragend ergänzende Sänger ist nur schwer zu beschreiben.
    Typisch metallisches gibt es jedenfalls ganz selten, "Komma" weist da noch am ehesten bekannte Schemata auf. Es scheint als hätten HEAVEN´S CRY auch gar nicht vor, sich an ungeschriebene Kompositionskonventionen zu halten. Vielmehr hat die Band die Vorstellung des eigenen Sounds schlüssig umgesetzt und im Grunde genommen sechs Alben geschaffen, hat man denn die Muse, jedes einzelne Instrument für sich zu verfolgen.

    Songwriterisch dagegen ist auch "Primal Power Addiction" für mich nicht das geworden, was ich mir von der Band als das ultimative Werk verspreche. Dass auch das Zweitwerk bei den ersten Durchläufen enorm sperrig ist, ist dabei nicht das Problem. Es fehlen einfach noch die emotionalen Höhepunkte, die einem keine Luft mehr zum Atmen lassen und so bin ich weiterhin geduldig und genieße die Detailverliebtheit und die wunderbare Ausstrahlung, die "Primal Power Addiciton" eine Langzeitwirkung garantieren – und natürlich die hervorragende Coverversion von MIDNIGHT OILs "Beds are Burning". HEAVEN´S CRY haben den Song perfekt in die Klangwelt des aktuellen Albums integriert und einen Song ausgewählt, der kaum besser passen könnte.

    So mag ich meinen Prog-Metal.

    Fierce


    Veröffentlichungstermin: 25. November 2002

    Spielzeit: 51:14 Min.

    Line-Up:
    Piere St-Jean – Guitars & Vocals
    Sylvain Auclair – Bass & Vocals
    Eric Jarrin – Guitars
    Olaf Quinzafios – Guitars
    René Lacharité – Drums

    Label: DVS Records / Alive

    Hompage: http://www.heavenscry.com


    Tracklist:
    1. 2k awe tick
    2. Masterdom´s Profit
    3. A New Paradigm
    4. Divisions
    5. A higher moral Ground
    6. Komma
    7. Remembrance
    8. One of Twentyfour
    9. Waves
    10. The inner stream remains
    11. Beds are burning



  •   Über Fierce

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    Letzten Endes wars halt vergeudete Zeit und vergeudetes Geld...

    Trotz seiner fünf gekaufter Alben weiß Fierce nicht, was so toll an CREMATORY sein soll.

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