CD-Review: ARSONISTS GET ALL THE GIRLS: Portals. Mehr von ARSONISTS GET ALL THE GIRLS

  • cdreview - ARSONISTS GET ALL THE GIRLS: PortalsNach dem tragischen Tod ihres ehemaligen Bassisten sind ARSONISTS GET ALL THE GIRLS weder erwachsener, noch haben sie von ihrem kranken Humor eingebüßt. Schade. Weil die Entwicklung geht schwer in Richtung HORSE THE BAND, auch wenn auf "Portals" weniger bizarrer Irrsinn betrieben wird. Aufgesetzt? Durchaus. Ebenso wie das furchtbar an Deathcore-Trends angebiederte Coverartwork, aber genau diese Kids sollen eben ein Album wie "Portals" kaufen. Fakt ist, ARSONISTS GET ALL THE GIRLS spielen wie schon vor zwei Jahren mit Elementen aus Mathcore, Metalcore und Elektronik, allerdings hat sich ersteres und letzteres Element deutlich vervielfacht und Metalcore ist nur noch rudimentär zu hören, dann aber in seiner ganzen, nervtötenden Pracht, sprich: Breakdowns en masse.

    Aber Hopfen und Malz ist bei diesem kindischen Haufen noch nicht verloren, ARSONISTS GET ALL THE GIRLS schaffen es immerhin, einige gute Momente auf "Portals" zu packen und manchmal sogar an BETWEEN THE BURIED AND ME erinnernde Leadgitarren einzubauen, die allerdings den fünf Visionären aus North Carolina bei Weitem nicht das Wasser reichen können. Und doch sind "Violence In Fluid -Triceratops-" und der anschließende Titelsong größtenteils gelungen. Auch in den anderen Stücken gibt es immer wieder versöhnliche Elemente und auch wenn das hier schwer nach einer Masche klingt, den Spielspaß haben die sechs jungen Burschen aus Kalifornien nicht verloren.

    Instrumental gibt es nichts zu meckern, auch da sie neben dem freakigen Chaos ein paar ernsthaftere Töne anschlagen und ARSONISTS GET ALL THE GIRLS beweisen, was sie alles drauf haben. Und das müssen sie auch, ansonsten wäre diese überzuckerte Popcorn-Schlacht in Sachen Oberflächlichkeit kaum auszuhalten, was der gefährlich schlechte Hidden Track schon zeigt. Aber tun wir dieser Band nicht unrecht, auch wenn IWRESTLEDABEARONCE deutlich besser sind. "Portals" ist ein solides Album, das für nerdige Trendkids ebenso geeignet ist, wie für Extremisten, die nach "The Great Misdirect" ihren Intellekt wieder runterfahren müssen, so dass es ihnen nicht die Synapsen zerreißt. Klar, das ist Fast Food, wenn auch auf relativ hohem Niveau. Aber Spaß macht es auf perverse Art und Weise trotzdem irgendwie, zumindest kurzzeitig.

    Veröffentlichungstermin: 14. August 2009

    Spielzeit: 52:57 Min.

    Line-Up:
    Cameron - Vocals
    Arthus - Guitar
    Derek - Guitar
    Jaeson - Bass
    Garin - Drums
    Sean - Keyboards


    Produziert von Zack Ohren
    Label: Bastardized Recordings
    MySpace: http://www.myspace.com/agatg

    Tracklist:
    1. Interdimensionary
    2. The 42nd Ego
    3. The Cup´s Half Empty
    4. Skiff For The Suits
    5. In The Empyreans
    6. Saturnine
    7. Violence In Fluid -Triceratops-
    8. Portals
    9. I Lost My Loss Of Ruin
    10. To Playact In Static
    11. Tea Time Tibbons

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    Außerdem hat sie Nieten. Zumindest eine.

    Der Käpt´n beweist, dass Biene Maja Metal ist.

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