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  • ROOT: Madness of the Graves



    • cdreview - ROOT: Madness of the GravesWarum die Tschechen ROOT es bis heute noch zu keinem größeren Bekanntheitsgrad geschafft haben, ist mir weiterhin ein Rätsel. Nachdem auch ich die Band erst vor ca. zwei Jahren für mich entdeckt habe, war der Backkatalog recht schnell gekauft, denn ROOT sind auf ihre Weise einmalig. Nun ist also bereits vor einigen Monaten das neue Werk "Madness of the Graves" erschienen und wieder einmal hat es bei uns keiner groß mitbekommen – kein Wunder, versucht einfach mal das Album zu erwerben. Gerade mal im Programm von zwei Mailorderkatalogen ist mir das Ding bislang über den Weg gelaufen.
      Dabei bringen ROOT nun schon seit Jahren ein klasse Album nach dem anderen raus, die zum einen musikalisch richtig überzeugen und zum anderen jedes Mal ein bisschen anders klingen, obwohl man die Band selbst auf jedem wieder erkennen kann.
      So ist nun also ganz in dieser Tradition auch "Madness of the Graves" anders als seine beiden epischeren Vorgänger, wenngleich ein gewisses "Back to the Roots"-Feeling durchaus vorhanden ist. Man ist wieder ein bisschen roher geworden, die Death/Thrash-Anteile haben wieder zugenommen, ohne dass man aber in zu hohe Geschwindigkeitsregionen vordringen würde. Nach wie vor bewegt man sich in mittleren Härtebereichen und in diesen schaffen es die Tschechen auch am besten, ihre düsteren Geschichten dem Hörer näher zu bringen. Was den Bandsound dabei prägt ist eindeutig: das wäre zum einen das grandiose Gitarrenspiel von Petr Hosek, der auf "Madness of the Graves" wieder einen ganzen Wust an interessanten Ideen daher bringt und bei dem man manchmal das Gefühl hat, als hätte man es mit einem vergessenen Gitarrenheld zu tun. Zum anderen ist da dann noch die unvergleichliche Stimme von Jiri Valter, der hier wieder eine ganze Bandbreite an Stilen auffährt, von fast schon schwarzmetallischem Krächzen (so zum Beispiel in "Endowment", bei dem man aber gleichzeitig auch wieder an LAIBACH denken muss), bis hin zu seinem operesken Gesang.
      Dabei haben ROOT beim neuen Album nicht ganz so viel mit Effekten gearbeitet, wie das noch bei "Black Seal" der Fall war, diese hat man lieber geballt im mit Tribal-Drums unterlegten, hörspielartigen "The Last Gate" unter gebracht, was in seiner Bildsprache zu den Höhepunkten des Albums zählt.
      Thematisch ist "Madness of the Graves" schwer zu fassen. In dem Konzeptalbum dreht sich alles um Visionen einer alten Welt, die sich dem Protagonist in der Geschichte eröffnen. Dabei sind Verknüpfungen zu "Kärgeräs" genauso lyrisch vorhanden, wie auch musikalisch, "Autumn" greift die melancholische Grundstimmung des Vorzeigewerks wunderschön auf und spannt so den Bogen über das gesamte Schaffen der Band.
      Umso schöner, dass es ROOT erneut vollbracht haben, ein Album voller eigenständiger Songs zu kreieren, die sowohl für sich alleine, als auch im Zusammenhang des Konzeptwerks stehen können. Anscheinend hat man noch immer keine Kreativitätsblockaden und so ist das Werk wirklich jedem Fan von traditionellem Metal mit einem Hang zur düsteren Atmosphäre ans Herz zu legen, zumindest sollten Fans von KING DIAMOND, die sich ihre Musik auch mit einem reichlich tieferen Gesang vorstellen können, ROOT nicht weiter ignorieren!


      Veröffentlichungstermin: 10. Dezember 2003

      Spielzeit: 45:02 Min.

      Line-Up:
      Jiri Big Boss Valter - Vocals, Percussions & Keyboards
      Petr Blackie Hosek - Gutiars, Mandoline, Bass
      Igor Golem Hubik - Bass
      Marek Ashok Smerda - Guitar Soli
      René Evil Kostelnak - Drums, Mandoline



      Produziert von Blackie & Big Boss
      Label: Redblack Productions

      Hompage: http://rootan.net


      Tracklist:
      Omen
      Then
      Madness Of The Graves
      Talking Bones
      Endowment
      Tree
      Autumn
      In The Heart Of Darkness
      The Last Gate
      Afterwards


    •   Über Fierce

      Über Fierce

      Letzten Endes wars halt vergeudete Zeit und vergeudetes Geld...

      Trotz seiner fünf gekaufter Alben weiß Fierce nicht, was so toll an CREMATORY sein soll.

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