THUNDERSTORM: der progressive Wahnsinn in Doom Moll

THUNDERSTORM: der progressive Wahnsinn in Doom Moll

THUNDERSTORM ist sicherlich eine der herausragendsten Bands in der heutigen italienischen Metalszene. Mann könnte natürlich behaupten, dass das als Doomband nichts besonderes ist weil die Konkurrenz einfach fehlt, aber die Szene ist sich einig: diese Band hat auch international eine Bedeutung und das, obwohl sie dieser Tage erst das zweite Album veröffentlicht – Witchunter Tales.

Ich habe das Gefühl, als wäre Witchunter Tales deutlicher von BLACK SABBATH beeinflusst als das Debüt, oder sagen wir, der Einfluss ist offensichtlicher.

Omar: Danke für dieses große Kompliment, wir haben die Ähnlichkeit am Ende der Aufnahmen auch festgestellt. Ich denke der SABBATH-Einfluss steckt tief in meiner Seele und ich kann nicht ohne. Tatsächlich ist Vol. 4 eines meiner Lieblingsalben, auf dem SABBATH neue Wege Musik zu machen ausgekundschaftet haben. Unser erstes Album war den CANDLEMASS-Vibes sehr nahe, aber das war unbewusst. Für mich ist es eine Ehre, mit diesen großen Namen der internationalen Metal Szene verglichen zu werden, aber es macht mich vor allem glücklich, wenn die Leute sagen, dass wir Musik spielen, die einzigartig klingt – denn wir wechseln von der Kopier- zur Kreativ-Phase. Ich denke das ist der größte Wunsch jedes Musikers. Das Vermächtnis von SABBATH, CANDLEMASS, ST. VITUS, PENTAGRAM und SOLITUDE AETURNUS wird allerdings bis zum Ende in uns fließen.

Der SABBATH-Einfluss scheint sich aber nicht nur auf die Ozzy-Phase zu beschränken, auch die späteren Alben scheinen eine Rolle zu spielen. Wenn die Leute den Namen BLACK SABBATH hören, denke sie zumeist als erstes an die ganz alten Sachen, vielleicht auch noch an die Dio-Alben. Denkt ihr, dass SABBATH ihre musikalische Bedeutung spätestens ab der Zeit mit Tony Martin als Sänger verloren haben? Mögt ihr die eher Hardrock-orientierten Sachen der Band und gibt es ein Album, das ihr als SABBATH-Album nicht akzeptieren könnt?

Fabio: Richtig, unser Einfluss endet nicht bei der Ozzy-Ära. Ich mag die Alben mit Ronnie James Dio und Tony Martin sehr, die Gesangslinien dieser großartigen Sänger und wenn die Leute sich Witchunter Tales genau anhören, werden sie das auch fühlen.

Ich stimme dir zu, BLACK SABBATH der Tony Martin Ära (aber auch mit Dio) ist eine Hardrock Band, aber bei Songs wie Eternal Idol, Virtual Death oder After All handelt es sich ohne Zweifel um großartige Juwelen puren langsamen Doom-Metals und ein Album wie Dehumanizer ist kein Hardrock, sondern ein großartiges Doom Metal Meisterwerk.

Was ich aus der BLACK SABBATH-Karriere nicht akzeptieren kann ist Tyr und Forbidden. Das erste Album ist zu sehr soft, zu trendig und das zweite Album wegen seiner schlechten Produktion und den sehr schlechten Songs….zu hässlich! Ich schätze mal, dass das Album innerhalb eines Monats geschrieben und aufgenommen wurde…

Habt ihr das Regen-und-Glocken-Intro bei Witchunter Tales und die Coverversion am Ende des Albums bewusst gewählt, um die Nähe zu BLACK SABBATH deutlich zu machen – als eine Art Tribut?

Fabio: Die Glocken und das Regengeräusch zu Beginn von Witchunter Tales ist tatsächlich eine Art Tribut an BLACK SABBATH und den Doom Metal im Generellen. Dieser Song wurde mit diesen speziellen FX geboren, ich könnte mir Witchunter Tales nicht ohne Glocken und Regen vorstellen! Wir planen noch immer, diese FX auf die Bühne zu bringen, wir werden sehen…

Wenn wir schon die ganze Zeit von BLACK SABBATH reden: Was ist denn eure Meinung zu The Osbournes?

Fabio: Meine Meinung zu den Osbournes? Mmmm….gute Frage….ok, Ozzy ist ein wirklich witziger Mann, The Osbournes ist eine lustige Serie, aber….aber….aber….ich will Ozzy nicht als einen Clown für Fernseh-Familien sehen! Ozzy ist kein verdammter Clown, er war (oder ist?) der Sänger einer der besten Bands aller Zeiten! Ich will mich an Ozzy als Musiker erinnern, mit BLACK SABBATH in den goldenen Zeiten (die ersten vier Alben) und auf den ersten Alben seiner Solo Karriere (das letzte Album Down to Earth nicht, es ist so schlecht!). Und durch The Osbournes haben wir die Gewissheit: Ozzy ist einfach eine Marionette seiner Frau….das ist traurig, sehr traurig!

Ebenfalls scheint der Song Sad Symphony vom Debüt sehr wichtig für den Sound von Witchunter Tales zu sein. Ich habe das Gefühl, als würde die Atmosphäre dieses Songs beim neuen Album eine entscheidende Rolle spielen.

Omar: Zunächst könnte man beim ersten Hördurchlauf meinen, dass sich Sad Symphony und Witchunter Tales sehr ähnlich anhören, aber das zweite Album ist die natürliche Entwicklung aus dem ersten heraus. Der Titel-Track des ersten Albums war das richtige Ende, aber er ist gleichzeitig das Vorspiel für Witchunter Tales. Es war der Prototyp für das neue Album, denn wir haben die Art des Arrangements benutzt, um neue Songs zu kreieren….das Ende ist der Anfang und der Anfang ist das Ende.

Spannung ist in jedem Song dieses Albums stets vorhanden. Das ist einer der Gründe, warum es langsam und stetig fließt, wie ein Fluss.

In unserem letzten Interview, meintet ihr, dass es auf dem neuen Album einige Überraschungen geben wird. Um ehrlich zu sein kann ich diese Überraschungen nicht erkennen, auf mich wirkt Witchunter Tales mehr als eine Definition und Manifestation des THUNDERSTORM-Sounds, auf dem ihr nun aufbauen könnt.

Omar: Unser Sound ist einer der Charakteristika, der dazu beiträgt, dass wir uns von anderen Bands unterscheiden. Wir haben (und machen das noch immer) so viele Zeit darauf verwendet und es ist wie ein THUNDERSTORM-Trademark. Wenn du die CD in einem Laden neben vielen anderen anhörst, wirst du sagen hey! THUNDERSTORM! Wir werden den Sound niemals in seinem Kernbereich ändern, aber wir arbeiten an den Feinheiten. Die Überraschung, von der ich im letzten Interview sprach, ist eher in den Lyrics zu finden. Nach den Aufnahmen zu Sad Symphony hatten wir bereits einige Ideen für das neue Album, aber das Line-Up-Problem hat das meiste davon verändert. Witchunter Tales sollte ein Konzeptalbum über die Hexenwelt werden, aber wenn du an solch einem Projekt arbeitest, brauchst du das Maximum an Konzentration und Zusammenarbeit aller Bandmitglieder. Ich mag es nicht, wenn Songs in einem Konzept lose zusammengefügt sind. Ich will keine Vibes erzwingen, denn sie müssen natürlich entstehen. Wir haben die CD nicht erzwungen. Wir haben das Konzept weggelassen und völlig neue Ideen aufgegriffen, aber ich denke das Ergebnis ist gut, oder nicht? Vielleicht werden wir die Konzept-Ideen in einem anderen Zusammenhang noch mal für die Zukunft analysieren. Vielleicht für das dritte Album, nun, da wir ein festes Line-Up gefunden haben.

Was denkt ihr, wie sich der Sound von THUNDERSTORM in Zukunft entwickeln wird? Was sind die Grenzen, die ihr nie durchbrechen würdet?

Omar: Witchunter Tales wurde im Studio geformt, wie du weißt, hatten wir viele Probleme einen Schlagzeuger zu finden und ich mag es nicht zu sehr, mit Drumcomputern zu arbeiten. Es gab keine Probleme bezüglich der Kompositionen, da wir sehr hart gearbeitet haben. Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, hätten wir noch einiges andere einfügen können. Wir haben es aber bevorzugt, an den Essenz zu arbeiten, ohne die Gesamtspielzeit der CD im Hinterkopf zu haben. Dieses Jahr habe ich mir viele Stoner-Bands wie GAS GIANT, UNIDA, ABDULLAH, MAMMOTH, ELECTRIC WIZARD und andere angehört. All das spiegelt sich in der Musik wieder (speziell bei Star Secret & Inside Me), aber ich denke nicht, dass sich THUNDERSTORM je wie eine dieser Bands anhören wird. Wir spielen Doom auf eine seltsame Art, nicht so nah an der Tradition dieser Musik. Mit diesem zweiten Album denke ich, haben wir den Leuten gezeigt was wir machen und spielen wollen. Auf dem nächsten Album probieren wir vielleicht neue Sachen aus. Ich will kein monotones Klischee werden, aber die THUNDERSTORM-Basis ist mit diesen beiden Alben definiert. Du kannst uns als episch, psycho, psychedelisch, kaleidoskopisch oder langsam bezeichnen, aber als aller erstes als DOOM!

Im letzten Interview haben wir uns ja auch darüber unterhalten, dass der Doom gerade wieder am Kommen ist und in diesem Jahr wurden wir Zeuge des CANDLEMASS-Summer of Doom, hier in Europa. Was ist eure Meinung zu dieser Reunion und dem Summer of Doom und glaubt ihr, dass das nun die Spitze des New Wave of European Doom Metal ist – wie ihr es bezeichnet habt?

Omar: Das war eine wirklich große Sache und ich bedauere, dass ich keinen der Auftritte sehen konnte. Ich hoffe, dass CANDLEMASS nächsten Sommer zurück kehren, vielleicht auch für ein Konzert in Italien. Ich träume davon, eines Tages mit dieser Band spielen zu können. Diese Reunion ist kein Produkt des Business oder einer kommerziellen Vereinbarung, sie wurde aus Überzeugung gemacht. Diese Männer haben den Leuten gezeigt, dass DOOM NICHT TOT IST und sie zeigten die echte Live-Power dieser Musik. Ich schätze, dass der Summer of Doom nur ein Kapitel war, um all die Doomster auf den ganzen Welt aufzuwecken. Vergiss auch nicht das DOOM SHALL RISE, meiner Meinung ein Festival, das aus einem großen Geist (ich rede nicht über Alkohol!) heraus entsteht: die Leute arbeiten an diesem Projekt nicht für Geld, rein aus der Liebe zum Doom heraus. So etwas findet man heute selten. Wie bei den alten Rock´n´Roll-Partys in den 70ern oder 80ern, als Bands & Fans eine einzige große Kreatur darstellten. Was wirklich zählte war die Musik und kein sonstiger Bullshit.

S U P P O R T I T ! S U P P O R T I T ! S U P P O R T I T !

Das Line-Up von THUNDERSTORM schien bislang ja noch immer nicht stabil. Es gab seit dem Debüt erneut Line-Up-Wechsel, was ist der aktuelle Stand der Dinge und wie wird es mit der Band weiter gehen?

Fabio: Oh, wir hatten in der Vergangenheit einige Probleme. Massimo Tironi, der Schlagzeuger, verließt die Band im Dezember 2001 ohne besonderen Grund und für Witchunter Tales mussten wir einen Session Drummer ins Studio holen (der Schlagzeuger der italienischen Metal Band DRAKKAR). Nach langer Suche haben wir nun definitiv einen Drummer gefunden: Attilio Coldani. Er ist ein großartiger Schlagzeuger, perfekt für THUNDERSTORM, du wirst es auf dem DOOM SHALL RISE sehen!

In der Zwischenzeit habt ihr einige Gigs in Deutschland gespielt, und Deutschland scheint für euch auch tatsächlich der wichtigste Markt darzustellen. Was waren für euch die beeindruckendsten Erlebnisse bei diesen Gigs? Und Fabio, ich habe gehört, dass du eine merkwürdige Vorliebe für deutsche Wurstprodukte entdeckt hast… 😉

Fabio: Ja, Deutschland ist unser wichtigster Markt. Alle THUNDERSTORM-Gigs in Deutschland waren eine großartige Erfahrung. Ich erinnere mich da an den hervorragenden Gig mit MIRROR OF DECEPTION und WELL OF SOULS in der Eiche in Crailsheim (Review)…das war das erste Mal überhaupt, dass wir gemeinsam mit anderen Doom Bands gespielt haben, ehrlich! In Italien haben wir nie mit einer Band desselben Genres zusammen gespielt, denn weißt du, in Italien ist die Situation ziemlich traurig. 90% der Bands machen symphonic fuckin´ tra-la-la disco-metal und der neueste italienische Trend sind Coverbands von MANOWAR, METALLICA, IRON MAIDEN, etc., etc…..

Was meine Liebe für deutsche Würstchen angeht….ja, es ist wahr, ich LIEBE sie! Und ich mag auch das nordische Aussehen der deutschen Mädchen! Mein Traum ist also eine deutsche Blondine auf einem Berg deutscher Wurst….hahah!

Auf Witchunter Tales gibt es wieder eine Art Einleitung in das Album – Reality. Und es sieht so aus, als ob ihr damit erneut den Hörer aus der Realität heraus, in die Musik hinein führen wolltet, wie eine Art Tür, durch die der Hörer schreiten muss, um in die Welt von THUNDERSTORM zu gelangen. Könnte das eine Art Markenzeichen von euch werden und warum wählt ihr diesen Weg, den Hörer in das Album einzuführen?

Omar: Hey Junge, manchmal hab ich das Gefühl, du würdest meine Gedanken lesen! Beim nächsten Interview kannst du die Fragen stellen und sie gleich selbst beantworten (Kleiner Joke)! Der erste Song auf einem Album ist wie eine Visitenkarte. Sad Symphony war ein geradliniges Album und man brauchte Ascension um richtig abheben zu können. Dasselbe haben wir beim zweiten Album gemacht: Witchunter Tales ist ein kreisförmiges Album, das erste Wort ist Reality und das letzte ist Reality. Wir nehmen den Hörer bei der Hand und führen ihn durch das Album. Es ist ein kurzer Song, der unsere Welt vorstellt -…thundering ire, after the storm… – und nach dem Sturm beginnt die Geschichte. Nach und nach kommt der Hörer voran und versteht unser Universum. Er wird auf härtere Songs wie Parallel Universe vorbereitet. Es wäre schwer, ein komplexes Intro mit vielen Effekten live umzusetzen, da wir keine Keyboards oder so was benutzen. Dieser Intro-Song war eine gute Idee, aber ich weiß nicht, ob wir diese Formel auch für das dritte Album verwenden.

Eigentlich hätte das Album ja Glory and Sadness heißen sollen. Ich finde dass dies auch ein hervorragender Titel gewesen wäre, der sehr gut gepasst hätte. Warum habt ihr euch letzten Endes für Witchunter Tales entschieden (BTW: gibt es eine Bedeutung, dass ihr das h bei Witchunter weggelassen habt?) Habt ihr befürchtet, dass die Parallelen zum ersten Album zu stark geworden wären, da die Songs Sad Symphony und Glory and Sadness ja auch ein sehr ähnliches Feeling und eine ähnliche Atmosphäre besitzen?

Ja, es wäre zu sehr im Stile von Sad Symphony gewesen, wenn wir das Album Glory and Sadness betitelt hätten.

Witchunter Tales ist in meinen Augen der beste Titel für das Album, denn es ist der Killersong, dieser Track ist eine Art Ikone für den THUNDERSTORM-Sound!

Nachdem wir den Titel geändert hatten, haben wir das Gemälde von Salvator Rosa (aus dem 7. Jahrhundert) entdeckt, das einfach zu perfekt für diese CD war! Der Name des Gemäldes ist Witches and Spells – perfekt!

Warum wir das h bei Witchunter weggelassen haben?

Weil es besser klingt als witch hunter oder witchhunter, ohne das h klingt das Wort flüssiger.

Etwas ähnliches habe ich bei einem Song auf Dopthrone gesehen, das Album der großartigen ELECTRIC WIZARD (der Titel des Songs ist I, the Witchfinder) oder auch beim CATHEDRAL-Song Hopkins/the Witchfinder General.

Hinter den Lyrics zum Song Glory and Sadness scheint eine sehr persönliche Bedeutung zu stecken. Der Song scheint eigene Erfahrungen aus dem Leben zu verarbeiten – die Texte wirken realistischer als bei den restlichen Songs…

Omar: Glory and Sadness braucht keinen Schlüssel, um verstanden werden zu können. Er ist so direkt wie ein Pfeil durchs Herz. Er soll die Leute darauf Aufmerksam machen, dass nichts von Ewigkeit ist, wenn alles okay zu sein scheint, passiert irgend etwas. Vor dir erscheinen drei Wege und du musst dich entscheiden: zu sterben, wie ein Zombie zu leben oder zu kämpfen. You won´t try…to avoid it forever! Du hast die Wahl. Der Zwiespalt der Gefühle bricht deine Seele und bringt die Wahrheit zum Vorschein: weinen, resignieren, Wut, Hass – all das sind Reaktionen und wir sollten vor diesen ein Maximum an Respekt haben.

Ansonsten sind eure Lyrics aber nur sehr schwer zu durchschauen, die Bedeutung dahinter bleibt oft verborgen. Glaubt ihr, dass ihr mit diesen Texten auch oft dem Hörer den Zugang zum Album erschwert?

Omar: Du bist nicht der einzige, der damit seine Probleme hat. Ich möchte dir und den Lesern die Tracks erklären. Das Thema des gesamten Albums ist der progressive Wahnsinn. Die Leute könnten dabei eine Analogie zum täglichen Leben erkennen.

REALITY: der unbequeme Weg in die Welt THUNDERSTORMs…..

WITCHUNTER TALES: hinter dem Hexenjäger versteckt sich ein einsamer Mann, der versucht seine Wut zu ersticken, indem er hexen tötet. allerdings ist das Schicksal sein wahrer Beweggrund (ich nehme mal an, dass das gemeint ist?) Seine Egozentrismus führt ihn in eine ewige Schlacht, die er zu überleben versucht.

PARALLEL UNIVERSE: Der Irrsinn ist eine unendliche Galaxie, in die du eintauchen und dich selbst verlieren kannst. Brich in diese Welt ein und schau in meine Gedankenwelt, aber nur auf deine eigene Gefahr!

EDGE OF INSANITY/INSIDE M: Nun passierst du die entscheidende Schwelle. Du musst in die Tiefe springen, wo du die Realität sehen kannst. Der paranoide Mann erkennt seine Psychose, aber er weiß nicht, was er tun soll…

UNCHANGING WORDS: Dieser Song wurde geboren, um den Stolz und dessen Kinder zu verfluchen. Stolze Menschen lieben es, sich mit Falschheit zu umgeben. Sie gehen langsam unter, wie in einem Sumpf, sehen ihren Ruhm verbrennen und kein Freund wird sich um sie kümmern. Eine Grabschrift wird auf ihren Kreuzen zurück bleiben, als ein Zeichen ihres gewöhnlichen Todes. Am Ende sind wir gleich.

STAR SECRET: Vielleicht erscheint der Text einfach, aber er ist voll von Geheimnissen. Der Protagonist de Songs befindet sich in einer wüsten Welt. Er kann in der Weite die Mauern der Hölle erkennen, aber er ist nicht verängstigt, er hat Frieden. Wie Dante Alighieri,, als er den Sümpfen des Hasses nahe ist und die Mauern der Città di Dite sieht (die Höllenstadt), aber von der Figur Virgils beschützt wird. Der fallende Stern erklärt die Stunde: Dante & Virgil haben sich Mittags getroffen, in diesem Song ist es Mitternacht. Es gibt aber ein weiteres Geheimnis dieses Sterns. Ich habe dir erklärt, dass dies ein kreisförmiges Album ist. Wenn du einen Kreis malst und den ersten Buchstaben von jedem Titel darum schreibst indem du mit dem S von Star Secret beginnst und einen Stern malst, wirst du den Namen des Sumpfes erkennen, von dem wir geredet haben (Reality ist ein Intro-Song zu Beginn, deshalb steht er an dieser Stelle). Ich kenne die richtige Übersetzung in deine Sprache nicht – auf Italienisch ist sie Stige. Mit den drei unbenutzten Namen kann der Satz Parallel Stige, unchanging reality geformt werden. Die Bedeutung davon ist, die Wut ist etwas, das du nicht stoppen kannst, also akzeptiere die Konsequenz, die sie mit sich bringt. Es ist wie eine verschlüsselte Form der Kommunikation!

GLORY & SADNESS: Dies ist die Spitze der Reise in den Wahnsinn. Ein katatonischer Zustand der Besinnungslosigkeit.

Hab ich dir jetzt damit geholfen die Texte besser zu verstehen oder habe ich dich einfach verwirrt? Letzten Endes denke ich, dass schwer zu verstehende Lyrics das Interesse an einer Band und einem Album erhöhen. Ich mag es, solche Hypothesen aus meinem Hirn zu quetschen.

Mit eurem Debüt habt ihr ja schon sehr viel erreicht für eine Doomband. Was ist denn euer größter Traum für THUNDERSTORM und wie sieht eure realistische Einschätzung aus, was mit THUNDERSTORM in Zukunft passieren wird?

Fabio: Oh, wir haben keinen großen Traum, das wichtigste für die Band ist der Spaß.

Jetzt wird es Zeit auf die Bühne zu gehen und wir haben vor, das dritte Album Ende 2004 zu veröffentlichten. Wie das dritte Album werden wird? Wir wissen es noch nicht, wir werden die neuen Songs im nächsten Frühjahr komponieren und die Zeit wird zeigen, was wird…

Was waren die letzten drei Alben, die ihr euch gekauft habt oder die euch besonders beeindruckt haben?

Fabio: PENTAGRAM: Turn to Stone, MANILLA ROAD: Spiral Castle, ELECTRIC WIZARD: Let us Prey

Omar: ABDULLAH – Graveyard Poetry

Fierce
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