SATARIEL: Messiah Marcolin steht nicht im Telefonbuch

SATARIEL: Messiah Marcolin steht nicht im Telefonbuch

Stell dir vor, Du bis Drummer in einer Band. Stell dir vor, alle anderen wissen vor dir, dass du plötzlich doch nicht mehr Schlagzeuger bei dieser Band bist, weil deine Kollegen mittlerweile mit einem anderen proben, ohne Dir Bescheid zu geben. Ärgerlich, oder? Ärgerlich ist auch, dass manche Leute einfach nicht im Telefonbuch stehen. Noch ärgerlicher ist es allerdings, wenn man ein gutes Album rausbringt, das aber kaum jemand kennt, weil das Label einfach keinen Vertrieb für das gute Stück hat. Allem Ärger zum trotz haben SATARIEL mit ihrem Zweitling „Phobos and Deimos“ ein richtig gutes Album abgeliefert. Grund genug, Sänger Pär Johansson mit ein paar Fragen zu ärgern, die er aber bereitwillig beantwortete. Doch lest selbst, wie das damals mit dem Schlagzeuger war…

Mittlerweile habt ihr einen Deal mit Hammerheart. In der Vergangenheit wart ihr nicht gerade vom Glück verfolgt, was die Business Seite angeht. Euer Debüt „Lady Lust Lilith“, das 1998 erschien, ging ziemlich unter – was wohl eher an eurem damaligen Label Pulverized Records als an der Musik lag.

Ja, das könnte man so sagen. So wie es im Moment aussieht, läuft alles perfekt. Wir haben keinen Grund uns zu beschweren. „Lady Lust Lilith“ wird wahrscheinlich noch einmal veröffentlicht, entweder bei Hammerheart oder bei einem anderen Label, wir haben ein paar Angebote. Der Re-Release wird dann eben mit ein paar Bonustracks aufgepeppt werden.

Da wundert mich aber, dass man bei mp3.com kann man sich die Songs von „Lady Lust Lilith“ ganz offiziell runterladen kann.

Das ist kein Verlustgeschäft für uns, da man das Album ohnehin so gut wie gar nicht bekommt und auch Pulverised Records, die die CD damals veröffentlicht haben, hatten nichts dagegen. Naja, das Label hatte eine seltsame Art, die Platte zu promoten. Sie haben zum Beispiel Anzeigen in amerikanischen Magazinen geschaltet, hatten aber gar keinen Vertrieb für die USA.

“Lady Lust Lilith“ wurde in den Sunlight Studios aufgenommen. Das neue Album „Phobos and Deimos„ hingegen habt ihr nicht in einem großen, bekannten Studio aufgenommen. Statt im Fredman oder Abyss wart ihr in den Dug-Out Studios. Gibt es dafür einen besonderen Grund?

Der Hauptgrund war, dass wir Daniel Bergstrand vom Dug-Out Studio kannten und seine Arbeit sehr mögen, er hat schon mit STRAPPING YOUNG LAD und DARKANE gearbeitet. Er ein guter Produzent, der es versteht, das Letzte aus einem Song herauszukitzeln.

Wir wollten vermeiden, dass unser Album klingt wie ein Produkt eines bestimmten Studios. Bei Fredman- oder Abyss-Produktionen habe ich manchmal den Eindruck, dass anstelle der Musik der einzelnen Bands eher der spezielle Sound des Studios im Vordergrund steht. Wir aber wollten unsere Songs nicht nach einem Studio ausrichten.

Den Einfluss von DEVIN TOWNSEND und STRAPPING YOUNG LAD auf eure Musik kann man nicht abstreiten. Neben der kalten Brutalität der Songs erinnert ganz besonders dein Gesang stellenweise sehr an den Kanadier.

Jaaa…. ich denke beim Song „Stranger World“ klingt mein Gesang ein wenig nach ihm. Eigentlich sollte der Song auch ganz anders klingen. Bei den Vorproduktionen hatten wir für den Gesang noch ganz andere Ideen. Nun klingt er wirklich nach DEVIN TOWNSEND, es war eigentlich hauptsächlich Daniel Bergsstrands Einfluss. Er ist dafür verantwortlich, dass der Song nun so klingt. Wenn jemand schuld hat, dann er …haha. Ich habe damit aber kein Problem, denn es ist immer interessant, wenn man verschiedene Einflüsse hat.

Nun, SATARIEL ist keine Kopie, insofern ist es wirklich kein Problem. Schließlich ist dein Gesang ziemlich vielseitig.

Ja, ich versuche so viel Variation wie möglich in die Stimme zu bringen. Die Stellen, die nach TOWNSEND klingen, machen schließlich nicht die ganze Musik aus. Außerdem gibt es nicht viele Bands, die offensichtlich von STRAPPING YOUNG LAD beeinflusst sind.

Phobos and Deimos„ zeichnet sich vor allem durch eine eigenständige Mischung unterschiedlichster Stile aus. „Lady Lust Lilith“ hingegen klang eher nach konventionellem Black-Death Metal wie man ihn aus Skandinavien kennt.

„Lady Lust Lilith“ klang zum Schluss nicht so, wie wir es erwartet hatten. Ich musste das komplette Album in elf Stunden einsingen, ich war außerdem erkältet. Wir hatten damals auch keinen Produzenten, der uns half. Wir waren einfach noch nicht reif genug. Wir hätten jemanden gebraucht, der mehr sieht als wir.

Dennoch war auch schon auf „Lady Lust Lilith“ etwas vom Potential der Band zu spüren, der Song „Four Moon Till Rising“ deutete schon damals an, dass SATARIEL mehr können.

Der Song wurde schon 1995 geschrieben, allerdings gab es nie eine bewusste Überlegung, uns in eine bestimmte Richtung zu entwickeln. Mit jeder Veröffentlichung haben wir uns weiterentwickelt. „Lady Lust Lilith“ war eine Art Standortbedingung, und wenn man jung ist, ist es einfacher sich über konventionelle Ideen zu definierten.

Hast du eine Beschreibung für die Musik von „Phobos and Deimos“?

Ich hoffe, dass es kein typischer Göteborg-Sound ist. Es ist schwer, die eigene Musik zu beschreiben. Ich kann dir nur eine Klischee-Antwort geben: Wir wollen unsere Musik nicht über Schubladen definieren. Wenn ich heute irgendeinen Begriff in den Raum stelle, dann erwarten alle, dass wir auch in Zukunft Musik machen, die zu diesem Begriff passt.

Hammerheart haben uns unter melodischem Death Metal einsortiert. Ich bin mir aber gar nicht sicher, ob diese Beschreibung auf uns zutrifft. Eigentlich sind wir gar keine Death Metal Band.

Stimmt, ich würde eher sagen, dass ihr eine moderne Thrash Band seid, die man am ehesten mit DARKANE oder SOILWORK vergleichen kann.

DARKANE mag ich auch sehr gerne. Wenn ich den Stil von SATARIEL beschreiben müsste, würde ich wohl etwas wie melodischer, extremer Metal, der im Death Metal verwurzelt ist, sagen.

Phobos and Deimos“ ist ein ziemlich rhythmusorientiertes Album, das fällt besonders auf, wenn man es mit den alten Stücken von „Lady Lust Lilith“ vergleicht.

Kann sein. Ich persönlich glaube, der größte Unterschied zu „Lady Lust Lilith“ ist, dass die Arrangements besser sind. Wir haben das Tempo rausgenommen, es gibt nicht mehr so viele Blastbeats, da konzentriert man sich automatisch mehr auf Rhythmus. Wir haben heute einfach bessere Arrangements, beim Debüt gibt es Songs, die ich heute niemals so aufnehmen würde. „The Well of The Artist“ zum Beispiel ist sieben Minuten lang und es sind eigentlich nur verschiedene Parts aneinandergereiht. Es gibt keinen roten Faden in dem Song.

Das Tempo rausnehmen ist ein gutes Stichwort – ihr habt bei „Phobos and Deimos“ mit Messiah Marcolin gearbeitet.

Da muss ich zunächst mal ein Missverständnis aus dem Weg räumen: Messiah hat nicht an den Songs mitgeschrieben, weder Texte noch an den Songs selbst. Er hat die nur die Vocallines zu den Songs „The Sun Is Grey“ und „Holy Trinity“ geschrieben.

Was bei „Holy Trinity“ nicht zu überhören ist…

Hehe.. Einmal im Jahr höre ich mir alle CANDLEMASS Alben durch, ich brauche das dann einfach. Als ich „Holy Trinity“ geschrieben habe, lief „Tales Of Creation“ rauf und runter. Ich war also schon etwas beeinflusst… Damals hatte ich aber nicht einmal im Traum daran gedacht, dass Messiah den Song singen könnte. Das Ganze war eigentlich eh eine Schnapsidee. Wir dachten darüber nach, einen Gastsänger auf das Album zu holen, als alle Songs fertig waren. Ursprünglich wollten wir Blackie Lawless von W.A.S.P. fragen, was aber aus verschiedenen Gründen nicht geklappt hat. Hammerheart hatten uns ohnehin nicht ernstgenommen, die dachten von Anfang an das Ganze sei ein Witz.

Wie seid ihr dann auf Messiah Marcolin gekommen?

Das ist eine lange Geschichte, ich fasse sie mal kurz zusammen: Keiner von uns kannte ihn persönlich. Wir wussten nichts über ihn, nicht einmal ob er noch in Schweden lebt. Er steht natürlich auch nicht im Telefonbuch. Es war nicht gerade einfach, Kontakt zu ihm zu bekommen. Nach zwei Wochen Telefoniererei hatte ich dann endlich sein Nummer. Ich habe ihn irgendwann erwischt und gefragt, ob Lust hätte, ein paar Takes für unser Album einzusingen. Wir hatten insgeheim schon damit gerechnet, dass er absagt, denn wir sind vermutlich nicht die einzigen, die ihn auf einem Album haben wollen. Er sagte mir auch, dass ihn sehr viele Bands darum bitten. Nach ein paar Wochen, wir waren schon beim Aufnehmen im Studio, hat er mich zurückgerufen. Ich war mir sicher, dass er jetzt absagen würde. Es stellte sich aber heraus, dass er sich schon seine Gesangsstimmen überlegt hatte. Er mochte unsere Vorabaufnahmen. Eigentlich sollte er ja auch nur bei den Refrain zu „Holy Trinity“ singen, er überzeugte uns dann aber, bei drei Songs zu singen. Das war schon eine tolle Erfahrung: Jemand den du bewunderst, steht auf deine eigenen Songs! Die Zusammenarbeit war fantastisch.

Nun, das Resultat ist erstaunlich. Ich hätte nie erwartet, dass seine Stimme, die untrennbar mit Doom Metal verbunden ist, mit eurer eher modernen Ausrichtung zusammenpasst.

Es wäre „normaler“ gewesen, wenn wir einen Death Metal Shouter als Gast auf dem Album gehabt hatten. Aber das ist doch so langweilig. Death Metal Bands, die einen anderen Death Metal Grunzer einladen – da muss man doch erst im Booklet nachsehen, wer da was macht.

Wir wollten einen Sänger, der gar nichts mit der Musik zu tun hat, die wie spielen. Hammerheart waren dann auch sehr erstaunt, als wir ihnen die Aufnahmen präsentierten. Sie wussten zwar, dass wie eine Zusammenarbeit planen, doch dass wir es dann doch geschafft hatten, Messiah ins Studio zu holen, überraschte sie. Natürlich gibt es jetzt viele Leute, die sich für unsere Musik interessieren, weil er mitmacht. Wenn man diese Zusammenarbeit zynisch betrachtet, kann man sagen, er hat gute Promotion für uns gemacht – auch wenn das Ganze ursprünglich eine Schnapsidee war.

Eigentlich war geplant, dass auch Lenny von HYPNOSIA ein paar Vocals beisteuert.

Wir sind schon seit Ewigkeiten Freunde, wir sind zusammen aufgewachsen und haben schon so manches Bier gemeinsam vernichtet. Leider hat es zeitlich einfach nicht mehr gereicht, er sollte auch auf unseren Debüt mitmachen, aber auch damals hat es nicht geklappt. Das Ganze wäre aber nur eine Zusammenarbeit unter Freunden, er ist einer unserer größten Fans, und beim nächsten Album wird er ganz sicher dabei sein!

Wollt ihr die Idee, ungewöhnliche Gastsänger einzuladen, weiterverfolgen?

Vermutlich eher nicht. Es wäre zu offensichtlich, wenn wir dasselbe noch mal machen würden. Der Überraschungseffekt wäre weg. Es geht um uns, wir wollen nicht nur der Hintergrund für irgendwelche bekannten Musiker sein.

Irgendwann interessiert sich niemand mehr für die Musik… ich stelle mir es nicht gerade einfach vor, wenn sich Leute nur für eine Band interessieren, weil eine halbwegs bekannte Persönlichkeit ein paar Sätze ins Mikro gesungen hat.

Wir haben lange überlegt, als wir aufgenommen haben und Messiah unbedingt auf mehreren Songs singen wollte. Solche Entscheidungen sollte man genau abwägen. Ich hatte mir bei „Phobos and Deimos“ schon Gedanken gemacht, ich habe mir überlegt, ob drei von elf Songs mit Gastgesang vielleicht zu viel sind. Normalerweise hat man einen. Im Nachhinein bin ich aber mit der Entscheidung, doch drei Songs mit Messiah aufzunehmen, zufrieden.

Du schreibst nicht nur Songs, sondern machst auch Covers. Du hast zum Beispiel für WINDFALL und THY PRIMORDIAL Artworks erstellt, das Cover zu „Phobos and Deimos“ ist aber nicht von dir. Warum eigentlich nicht?

Ich habe das Cover für das Debüt gemacht, bei „Phobos and Deimos“ sollte ich es eigentlich auch machen. Warum sollten wir Geld für etwas ausgeben, das wir auch selbst machen können? Allerdings habe ich mich dabei komplett verzettelt und über hundert Skizzen gemacht. Ich habe gezeichnet, am PC gearbeitet, aber irgendwann habe ich aufgegeben. Ich war an einem Punkt, an dem ich Input von jemandem anderen benötigte, jemandem, der objektiver an die Sache herangeht. Außerdem ist es wohl vernünftiger, wenn ich die Arbeit als Musiker in einer Band und die als Künstler voneinander trenne. Ich habe dann das Booklet gestaltet und das Cover hat Marco Jeurissen gemacht.

Lass uns noch ein bisschen in der Geschichte der Band wühlen. Es gibt da eine ganz lustige Geschichte über euren Gitarristen

Haha. Das war schon irgendwie lustig… Unser zweiter Gitarrist Mikael Granqvist war ursprünglich unser Drummer. Als wir 1994 unser zweites Demo aufgenommen hatten, waren wir der Meinung, dass wir einen guten Drummer brauchen. Mikael war einfach nicht wirklich gut… haha. Zu dieser Zeit hatten wir das Gefühl, dass wir es schaffen konnten und waren hochmotiviert, ein richtig gutes Demo zu machen. Wir haben dann mit Andreas Nelzon gesprochen, der bei THE MOANING spielte. Er stieg dann als Schlagzeuger bei uns ein. Aus irgendeinem Grund dachten dann alle in der Band, irgendjemand hätte Mikael Bescheid gesagt. Mikeal erschien nicht zur nächsten Probe, also sind alle davon ausgegangen, dass ihm irgendjemand gesagt hatte, dass er nicht mehr dabei ist – beziehungsweise dass er in Zukunft als zweiter Gitarrist mitspielt. Eigentlich ist Mikael nämlich Gitarrist und nicht Drummer. Auf irgendeiner Party haben wir dann über unsere letzte Probe gesprochen, Mikael stand auch dabei. Da wir ja alle dachten, er wisse was los ist, waren wir ziemlich irritiert, als er von nichts wusste. Am schlimmsten war die Situation aber wohl für ihn… stell dir vor alle außer du selbst wissen, dass du nicht mehr Drummer einer Band bist. Um es kurz zu machen, wir haben uns damals nicht zerstritten, wir waren immer gute Freunde. Er ist dann 1997 auch sofort eingestiegen, als wir wirklich einen zweiten Gitarristen brauchten und bis heute dabei. Die ganze Geschichte klingt irgendwie nach SPINAL TAP…

SPINAL TAP haben sich aber bestimmt nicht für die Kabbala interessiert… im Gegensatz zu SATARIEL

Ja, der Name SATARIEL stammt aus der Kabbala. Er bezeichnet den Verhüllenden oder Verhüllten (im Original: The Concealer/ The Concealed – ich weiß leider nicht, ob es eine Übersetzung ins Deutsche gibt – andrea) . Ich beschäftige mich seit über zehn Jahren mit diesem Thema. Ich will allerdings nicht, dass jetzt das Klischee von einer okkulten, satanischen Band aufkommt. Ich interessiere mich für diese Dinge und ich schreibe die Texte, also ist es logisch, dass dieses Interesse in die Musik einfließt.

Vermutlich handelt der Text zu „The Claim“ von einem ähnlichen Thema?

Ja, eigentlich geht es in diesem Text um Aleister Crowley, um seine Ideen in „Aeon Of Horus“, wo er den Aufbruch in ein neues Zeitalter und das Ende aller vergangener Religionen behandelt. Der Text ist in einer Sprache geschrieben, die man nur versteht, wenn man sich intensiv mit dem Thema befasst. Wir sind zwar alle anti-christilch eingestellt, wollen diesen Aspekt aber nicht überbetonen oder als Marketingmaßname ausschlachten. Das ist kindisch. Man sollte sich mehr auf die Musik konzentrieren. Ich bin auch der Meinung, dass es in der Metal Szene nicht viele Leute gibt, die sich wirklich mit diesen Aspekten befasst haben. Es gibt zwar viele, die damit kokettieren, doch wirklich beschäftigt haben sich nur wenige damit. Eine dieser Ausnahmen ist Christofer Johnson von THERION. Ich finde dass es einfach nicht nötig ist, darauf hinzuweisen, was wir glauben. Die Musik ist doch das Wichtigste! Als ich jung war, wollte jeder, auch ich, natürlich möglichst cool sein und sich mit Okkultismus beschäftigen. In Wirklichkeit haben aber nur wenige Leute das Durchhaltevermögen, das man braucht. Es dauert Jahre, mehrere Jahre, bis man ansatzweise den Durchblick hat. Ich will mit der Musik auf gar keinen Fall die Leute ansprechen, die es einfach nur cool finden, sich mit Okkultismus zu beschäftigen. Wozu sollte ich? Meine Texte handeln von der dunklen Seite, es gibt spezifischere Text und Texte, die jeder verstehen kann. Ich versuche schon, anspruchsvolle Texte zu schreiben, aber ich versuche sie auch so einfach zu halten, dass man sie verstehen kann, ohne Bücher zu wälzen. „Doveshooter“ zum Beispiel ist mehr wie ein abstraktes Bild mit dem ein Künstler ein bestimmtes Gefühl ausdrücken will.

Der Album Titel „Phobos and Deimos“ hat mehrere Bedeutungen – zum einen die Übersetzung „Furcht und Panik“ , zum anderen haben diese Worte auch eine astronomische Bedeutung.

Richtig, „Phobos and Deimos“ sind die beiden Monde des Planeten Mars. Die Bedeutung das Albumtitels bezieht sich aber eher auf die Übersetzung Furcht und Panik. Ich denke, die beiden Worte fassen die Texte und die Musik ganz gut zusammen. Unser ursprüngliches Logo beinhaltete ein umgekehrtes Pentagramm, was in der Kabbala den Mars symbolisiert. Irgendwie geht am Ende immer alles zusammen…

Welche Alben hast du dir in den letzten Tagen angehört?

SINISTER – Creative Killings

ANATHEMA – A Fine Day To Exit

A PERFECT CIRCLE – Mer De Noms

Wen würdest Du gerne mal treffen?

Alister Crowley, ich würde gerne wissen, wie er war.

Ist Euch bei einer Live-Show schon einmal etwas lustiges passiert?

Wir hatten einen Zweiten Gitarristen, der nur einmal mit uns geprobt hatte. Er kam bei einem Song völlig raus, und packte den letzten Part einfach nicht. Wir haben dann einfach eine sehr bekannte Melodie aus einer schwedischen Kindersendung gespielt. Die Gesichter im Publikum waren klasse. All diese ganzen bösen Black Metal Kinder… konfrontiert mit einer Melodie, die sie eigentlich gar nicht kennen dürfen.

andrea
Kümmere mich seit 1999 um Reviews, Interviews und den größten Teil der *Verwaltung*, Telefon-Dienst, Beschwerdestelle, Versandabteilung, Ansprechpartner für alles, Redaktionskonferenz-Köchin...