X HELLS: Subterranean Stories

Endlich geben sie ein Lebenszeichen von sich, die Nachfolgeband der wichtigen Heavy Metal-Band LORD BRUMMEL.

Endlich geben sie ein Lebenszeichen von sich, die Nachfolgeband der wichtigen Heavy Metal-Band LORD BRUMMEL. Wie ihr kennt LORD BRUMMEL nicht? Ich auch nicht, aber zumindest die Plattenfirma, und die meint eben, dass die Italiener wichtig waren. Wie dem auch sei, in einem Punkt (es sei hier dahingestellt, ob die Brummels wichtig waren oder nicht) haben sie definitiv recht: X HELLS machen nicht alltäglich Musik.

Das Material auf „Subterranean Stories“ ist eine Melange aus traditionellem Metal und Nu Metal. Das klingt anstrengend, ist es auch, vor allem wenn ihr weder auf das Eine noch das Andere hundertprozentig abfährt. Aber interessant ist es allemal wie sich die Herren durch diese Schubladen brechen. Vom Nu Metal hat das Quintett vor allem den Groove und den modernen Einfluss, vom True Metal die Melodien und den teilweise kneifenden Gesang. Könner sind an den Instrumenten auf jeden Fall am Werke, beherrschen sie doch zwei Stile, die sich nicht ganz so nahe stehen. Besonders der Bass hat es mir angetan, wo auch mal nett geslapt wird, und sich der Basser Gedanken über seine Basslinien gemacht hat. Auch die Gitarristen geben sich Mühe und vergessen bei allem modernen Geschrubbe die Melodien nicht.

Doch es gibt nun mal Stilrichtungen, die man nicht zusammenwerfen kann, weil es sich einfach nach nichts anhört. Irgendwie klingt es nämlich, als würde man ein paar Treue Metaller über Neumetaller herfallen lassen und heraus kommt genau dies. In dem Song Angel Litanies geht die gerade noch gut, da auch ein Ausdrucksstarker Refrain vorhanden ist, aber in Dreams of Hate ging die Mischung ziemlich in die Hose.

Nun stellt sich aber die Frage nach der Zielgruppe, denn weder True Metaller noch Nu Metaller werden an diesem Werk uneingeschränkte Freude finden. Den einen ist es zu modern, den anderen zu sehr in den Achtzigern verwurzelt. In diesem Punkt möchte ich der Band absoluten Respekt zollen, denn sie kümmern sich nicht um Probleme wie diese, sondern verfolgen ihre eigene Vision. Es sei dahingestellt, ob das Ergebnis passabel ist, oder nicht. Doch dies reißt diese durchwachsene Platte leider auch nicht heraus.

Spielzeit: 40:27 Min.

Line-Up:
Christian – Vox

Aldo – Bass

Leonardo – Guitar

Riccardo – Guitar

Riccardo – Guitar

Produziert von Steve Sylvester

Homepage: http://www.xhells.com

Email: xhells@hotmail.com

Tracklist:
1. Theatre of Pain

2. Dreams of Hate

3. Paranoia

4. Contradiction

5. Angel Litanies

6. Subterranean Stories

7. Kill the Different

8. The Kube

9. Hunter´s Eyes