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THE FROZEN: Sudden Frost

Die Jungs von THE FROZEN scheinen den Begriff Gothic zu wörtlich genommen zu haben…

Die Jungs von THE FROZEN scheinen den Begriff Gothic zu wörtlich genommen zu haben, denn der Gesang von Dennis Panholzer klingt ähnlich schaurig wie die Seufzer eines verkrätzten Gespensts in einem guten alten Schauerroman. Ob das Absicht ist, wage ich mal zu bezweifeln, vielmehr klingt das nach einer Notlösung, nachdem der etatmäßige Sänger kurz vorm Studioaufenthalt in die Wüste geschickt worden war. Wirklich schade, denn die Musik der Bo*frost-Fetischisten klingt ansonsten äußerst beachtlich: Mal rockiger, mal wie bei “Frost” stellenweise ruhiger, von coolen Keyboards unterlegter Gothic Metal, der mich am ehesten noch an die härteren “Love Like Blood”-Alben erinnert. Außerdem klingt immer wieder die Vorliebe für den stählernen Pete und TYPE O NEGATIVE durch, sei es in Gruppenshouts oder auch gewissen unverwechselbaren Melodieläufen.

Die drei Eigenkompositionen weisen sogar das richtige Verhältnis zwischen Anspruch und Eingängigkeit auf. Doch was will man machen, wenn man bei jedem Track von neuem zusammenzuckt, sobald der Gesang einsetzt… Hoffen darauf, dass die Band ein Einsehen hat und einen richtigen Sänger sucht? Mit einem charismatischen, mit dunkler Stimme gesegneten Stimmbandakrobaten dürfte dann auch die ansonsten blendend umgesetzte, düstere Bryan-Adams-Coverversion von “Run To You” weitaus besser zur Geltung kommen. So fällt es jedoch schwer, sich “Sudden Frost” anzuhören, ohne dabei an akuter Zehennagelaufrollung leiden zu müssen. Bleibt die Hoffnung für die Zukunft…

Spielzeit: 20:53 Min.

Line-Up:

Dennis Panholzer – Gesang, Gitarre
Tom Koller – Gitarre, backing vocals
Gerhard Peter – Bass
Tom Zöchling – Schlagzeug

Produziert von Dennis Panholzer
Label: Eigenproduktion

THE FROZEN “Sudden Frost” Tracklist

  1. Just Die
  2. You Can’t See Me
  3. Frost
  4. Run to You
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