Auch Deutschland rockt, jawoll! Die jungen Berliner SOLAREZ warten mit Klängen auf, die man so und ähnlich überwiegend mit amerikanischen oder – erstaunlich, aber wahr – schwedischen Bands assoziiert: Sie agieren irgendwo im Spannungsfeld zwischen Emocore, Hardcore und melodischem Punk Rock nach Westcoast-Art.
Und das machen die Vier so geschickt, dass das geballte Bündel Melodie stets und immer ausreichend knackige und munter bratende Gitarren zur Seite bekommt, um nicht in flache Gewässer überzusetzen. Der emo-typische Hauch Wehmut sorgt zudem für Abgrenzung von Kollege Fun Punk, ohne aber Stimmungsbremse zu spielen: „Not Your Friend“ beispielsweise hoppelt ausreichend flott und eingängig über die Prärie, um dem guten alten Pogo-Bein ein paar Zuckungen zu entlocken. Die weiteren drei Songs schlagen zwar eine weniger geradlinige Route ein, stehen aber besagtem Beispiel in puncto Qualität keineswegs nach. Der vergleichsweise komplexe Opener „i.u.t.“ mausert sich nach mehreren Hördurchgängen gar zum Highlight dieser Mini-CD, die es – in bester Punk-Rock-Manier – leider nur auf eine Spielzeit von schlappen elf Minuten bringt. Wehe, da kommt nicht bald ein ordentliches Full-Length-Album nach!!!
Spielzeit: 10:50 Min.
Line-Up:
Steffen Hippler – Vocals, Guitar
Jens Freudenberg – Guitar
Sascha Lucht – Bass
Ingo Zingler – Drums
Produziert von Martin Rohlfing
Label: Our Choice/Zomba
SOLAREZ „Sunburned“ Tracklist
- i.u.t.
- Not Your Friend
- Breakfast Eggs
- Moving Far