PSYCHOPUNCH: Death By Misadventure

Seit etwas mehr als eine Dekade eine Konstante der schwedischen Punk `n` Roll-Bewegung!!!

PSYCHOPUNCH sind eine Konstante. Seit 1999 veröffentlichen sie regelmäßig ihre Alben, angefangen mit dem vielbeachteten Erstling We Are Just As Welcome As Holy Water In Satan`s Drink und bis dato endend mit dem vorliegenden neuen Longplayer Death By Misadventure. Inzwischen liegt die Anzahl der veröffentlichten Alben bei 8 (in elf Jahren!) und dazu gesellen sich noch diverse EPs, Splits etc. Die Karriere des Schweden-Vierers begann, ebenso wie die von GLUECIFER und THE HELLACOPTERS, beim schwedischen Label White Jazz Records. Eine Info, die auch gleich den Bogen zur musikalischen Ausrichtung spannt.
Rotziger Rock `n` Roll mit ausgeprägter Punk-Schlagseite wird seit jeher dargeboten und daran ändert sich auch auf dem neuesten Werk nichts. Die Tatsache, dass beide obengenannten Combos allerdings mittlerweile das Zeitliche gesegnet haben, bietet PSYCHOPUNCH die Chance, sich noch weiter in den Vordergrund der Szene zu spielen. Mit den BACKYARD BABIES und HARDCORE SUPERSTAR ist zwar hochkarätige Konkurrenz nach wie vor auszumachen, aber PSYCHOPUNCH sind am Drücker und das wollen sie mit Death By Misadventure untermauern.
Der rasante Einsteiger All through the night verdeutlicht die Absichten nur zu gut: Rotzige Outlaw-Attitüde, ein hoher Adrenalin-Pegel und dazu ein wahrhaft druckvoller Sound. Diese Formel rockt – sie rockt seit etwas mehr als ein Jahrzehnt und sie rockt weiter…
Aber natürlich muss auch die Mischung passen. Wer versucht, über die gesamte Spielzeit ein hohes Tempo zu gehen, dem geht oftmals schneller die Luft aus, als ihm lieb ist. Das ist nicht nur beim Fußball (oder auch anderen Sportarten) so, sondern auch in der Musik.
Diese Tatsache haben PSYCHOPUNCH in den Kriterienkatalog mit aufgenommen. Taktisch klug positioniert wird das Tempo erstmals bei Without you here (Nr. 5), dann bei The wall falls down (Nr. 10) und schließlich beim chilligen Rausschmeißer Before the world goes down (Nr. 12) gedrosselt, sodass dem Zuhörer auch mal Zeit gegeben wird, durchzuatmen.
Ansonsten bewegen wir uns aber – gehen wir von einer 3-spurigen Autobahn aus, die nicht gerade das Stau-Symptom aufweist – immer mindestens auf der mittleren Spur (Misunderstood, Six lonely days, Another feeling) oder aber ganz links (Wheels of destruction, Under the influence).
Dass hin und wieder nicht das Tempo aber die Intensität variiert – heißt in diesem Fall, dass die positiven Vibes dominieren, wie im beschwingten Maybe I`ll stay und im luftig-lockeren Lost highway – macht den gesamten Hörgenuss noch flexibler.
Letztlich bleibt mir also zu bilanzieren, dass PSYCHOPUNCH das ihrige getan haben, um sich in der Punk `n` Roll-Szene weiter nach vorne zu arbeiten. Nicht zuletzt deshalb, weil sie ihrem Stil treu geblieben sind, und nicht, wie so manch andere, in glattpoliertes Terrain vorgedrungen sind, wäre ihnen das auch zu wünschen. Jetzt liegt es an den Anhängern der Musikrichtung dies zu honorieren.

Für Die-Hard-Fans sei noch angemerkt, dass Death By Misadventure auch als Limited Edition mit Bonus-CD erschienen ist.

Veröffentlichungstermin: 12.06.2009

Spielzeit: 53:22 Min.

Line-Up:
JM: Gesang, Rhythmusgitarre
Joey: Leadgitarre
Lindell: Bass
Jocke: Schlagzeug, Percussion

Produziert von Pelle Saether und PSYCHOPUNCH
Label: Silverdust Records

Homepage: http://www.psychopunch.com

MySpace: Http://www.myspace.com/psychopunch

Tracklist:
1.All through the night
2.Another feeling
3.Misunderstood
4.Lost highway
5.Without you here
6.Wheels of destruction
7.Maybe I`ll stay
8.To the other side
9.Six lonely days
10.The wall falls down
11.Under the influence
12.Before the world goes round

Bonus CD:
1.Eyes in the back of my neck
2.Only the lonely
3.My dreams are fading out
4.Long distance call
5.Dreams of tomorrow
6.Death by misadventure