PLATEAU SIGMA: The True Shape of Eskatos

PLATEAU SIGMA: The True Shape of Eskatos

Mit ihrem Debütalbum The True Shape of Eskatos stellen PLATEAU SIGMA einen Monolithen auf, der in seiner fülligen Masse von über 67 Minuten verschiedene musikalische Gesteinsarten miteinander vereint: ausgehend von der Basis des Doom Metals setzen die Italiener Death und Dark Metal- sowie New Wave-Elemente ein, so dass eine bedrohlich melodische Mixtur entsteht, die es in sich hat.

Nach dem Intro legt Satyriasis and the Autumn Ends mit Funeral Doom-Attitüde, sehr tief gestimmten Gitarren und grimmigen Growls los, ehe der Melodie mit ihrem Clean-Gesang Einhalt geboten wird. Ebendieser Clean-Gesang schwingt sich im folgenden 15-Minüter Stalingrad in beachtenswerte Höhen. Generell liefert dieser Track ein melancholisches Glanzstück, dem nur die für diesen musikalischen Sachverhalt etwas zu dreckigen Gitarren leicht abträglich sind. Gut gelungen ist dagegen das kompositorische Bemühen um Abwechslung, als dass das Quartett auch (akustische) Gitarren-Leads und -Soli einflechtet und hin und wieder das Tempo variiert.

Diese Variationen finden sich auch in den anderen Tracks wieder: so springt Ordinis Supernova Sex Horarum vom Ambient zum Melodic Death Metal, ehe sich der Track im bluesigen Jazz verliert. In anderen Songs kommen dagegen die Gast-Musiker gut zur Geltung, um ihr Talent etwa am Saxophon (Amber Eyes) unter Beweis zu stellen. Abstriche lassen sich – wie bereits kurz angedeutet – in produktionstechnischer Hinsicht machen, als dass etwa Satyriasis and the Autumn Ends mit leichten Überkopplungen zu kämpfen hat und auch sonst der Sound mitunter mehr Aggressivität bzw. Reinheit vertragen hätte. Doch davon abgesehen liefern PLATEAU SIGMA ein beachtliches Debütalbum ab, das die Vorfreude auf weitere Releases nährt.

Veröffentlichungstermin: 29.09.2014

Spielzeit: 67:35 Min.

Line-Up:
Nino Zuppardo – Schlagzeug
Manuel Vicari – Gitarre & Gesang
Francesco Genduso – Gitarre & gesang
Maurizio Avena – Bass

Gast-Musiker:
Efthimis Karadimas (NIGHTFALL) – Gesang (The River 1917)
Paolo Sapia – Saxophon
Eleonora Amerio – Gesang
Giovanni Zuppardo – Klavier & Keyboards
Fabrizio Bruzzone – Bass
Giorgio Conforti – Flöte

Produziert von Francesco Genduso
Label: Beyond Productions

Homepage: http://www.plateausigma.com

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/pages/Plateau-Sigma-/104328782974721?fref=ts

Tracklist:
1. The Initiation
2. Satyriasis and the Autumn Ends
3. Stalingrad
4. Ordinis Supernova Sex Horarum
5. The River 1917
6. Angst
7. Amber Eyes

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Doom / Death / Black / Thrash und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Death Metal, Doom-Death Metal, Doom Metal, Symphonic Metal, Gothic Metal, Sludge.