MOTÖRHEAD: Parfum-Kollektion

MOTÖRHEAD geht immer, das wissen wir alle! Demnächst wird „Iron Fist“ mit einer gelungenen 40th Anniversary Edition neu aufgelegt. Right here, right now ist der Dark Rum von MOTÖRHEAD im Glas. Der sich sicher auch gut macht, wenn man sich damit als Duftwässerchen einschmiert. Besser sicher als mit dem „Röad Crew“ Pale Ale, das zumindest nach einem ungeduschten Festivalwochenende sicher eher Fliegen anlockt als feinsinnige Genussmenschen. Derartige Gedanken kann man nun vergessen, für MOTÖRHEAD lösen die Berliner 2 Pilots GmbH dieses Problem, indem sie ihre eigenen Parfums anbieten! Und wie immer, wo MOTÖRHEAD drauf steht ist auch MOTÖRHEAD drin.

MOTÖRHEAD-Fans bekommen ihre eigene Parfum-Kollektion

Der Vertrieb sagt es so: „Diesem musikalischen Monument widmen wir eine feine Kollektion erlesener und hochkarätiger Parfums, die wir mit Respekt und Liebe auf den wahren Charakter dieser Band zugeschnitten haben. Jeder neue Duft zitiert olfaktorisch eine erzählenswerte Facette dieser legendären Formation. Im Anspruch sind es Nischenparfums höchster Güte. Kein Marktforscher durfte auch nur in die Nähe der Kompositionen. Massentauglichkeit und Gefälligkeit wurden komplett nach hinten gestellt. Und nicht nur Sammler werden dieses großartige Ergebnis lieben!“

Phil Campbell und Mikkey Dee sowie mit der Band vertraute Frauen wissen, wie MOTÖRHEAD riecht

Inspiriert von der Band, der Musik und mit Hilfe der letzten MOTÖRHEAD-Mitglieder Phil Campbell und Mikkey Dee persönlich, wurde an der Findung und Entwicklung gearbeitet. Und sicher immer mit Bandkopf Lemmy vor Augen. Die Duftvarianten spiegeln genau das wider, wofür die Band steht. Zumindest bezogen auf die beiden Varianten, die uns hier präsentiert wurden. Vielen Dank einfach mal ans MOTÖRHEAD-Promöteam! Auf euch das Röad Crew, das sich wie von Geisterhand gerade geöffnet hat!

„Man“ startet mit einem energischen Antritt

Wir dürfen die beiden Grundsorten testen, klar auf den Punkt gebracht betitelt mit „Man“ und „Woman“. So hatte „Man“ seinen Live-Einsatz bereits und konnte voll überzeugen. „Dem brettharten Sound, der Verwegenheit und der Wildheit des Gesamtkunstwerks der Band“ soll der Duft Tribut zollen. Und eben dies findet sich wieder. Die Nase am Sprühkopf lässt einen direkt lächeln. Kein aufgeblasener, künstlicher Billigduft, der Wunsch nach mehr ist sofort da. Handgelenk und Duftpappe sind bereit. Hier hat der Duft, wie auch ein MOTÖRHEAD-Song, einen energischen Antritt. Pfeffer trifft auf Kardamom. Gut für den Magen, hier gut für die Nase. Ein wenig Holz, vielleicht ein junges Eichenfass. Ein Hauch von Whiskey macht sich breit, weniger wie erwartet Bourbon, eher durch einen Hauch Rauchigkeit ein geschmeidiger Scotch.

Alle Duft-Regler auf 11, Rock`n´Roll ist angesagt

Gibt man dem Duft etwas Zeit, dann macht die energische Kopfnote Platz für die Herznote. Hier kommen dezente Blumen durch, weiße und Irisblüten treffen dies wohl. Es soll eine Hommage an Lemmys stets weit aufgeknöpft getragenes Hemd sein. Angenehm, nicht zu blumig oder gar aufdringlich, es rundet den eher rauen, männlichen Grundduft wunderbar ab. Gibt man dem Duft Zeit, damit dieser erste Eindruck sich gesetzt hat, dann dreht „Man“ alle Regler auf 11, Rock`n´Roll ist angesagt! Es macht sich wie versprochen ein Lederduft breit, nicht zu ranzig, aber doch deutlich. Die Fransen daran riecht man nicht, die muss man sich vorstellen. Hier hilft allerdings die Verbindung zur Band und die Beschreibung auf der Packung, an eben jenen Lederduft zu denken. Alles wird getragen vom würzigen Patschuli, lang anhaltend, holzig herb und mit leicht metallischer Note. Diese soll auf benutzte Bass-Saiten verweisen. Ich lasse Gitarren- und Basssaiten nie so lange drauf, dass sie müffeln, nehmen wir das mal so hin.

Hm, wie riechen alte Basssaiten?

„So duften richtige Männer in Jeans und Biker-Jacken“ wird uns selbstbewusst versprochen. Aber ja, der Duft riecht irgendwie nach MOTÖRHEAD, nach oft getragener Lederjacke, Zigaretten, Whisk(e)y und Basssaiten. Man(n) fühlt sich wohl mit „Man“, der Duft präsentiert sich selbstbewusst aber nicht aufdringlich. In der Summe ein toller, eigenständiger männlicher Duft, fast zu schade, dass ihn bald auch andere Männer tragen werden! Was mir an dem Duft gefällt ist auch sein bleibender Eindruck. Nach dem energischen Antritt, der sich wie ein klassisches MOTÖRHEAD-Bassriff direkt vor einem aufbaut, bleibt nach dem recht frühen Abklingen der Kopfnote ein wohliger Gesamtduft, der für den Träger und ihn beschnuppernde Menschen erstaunlich lange präsent bleibt.

„Man“ umschmeichelt den Träger, ohne ganze Konzertsäle zu vernebeln

Auch bei einem Open Air-Konzert hat „Man“ sehr lange alles gegeben und Träger wie auch Mitmenschen mit seinem tollen Duft entzückt. Ohne dabei den gesamten Konzertsaal oder das Festivalgelände einzunebeln. Wer gern über seinen Duft auffällt, den wird die nicht so lange Haltbarkeit der Kopfnote stören. Ich persönlich mag es, dass danach dieser tolle Duft mir selbst gehört, der auch am nächsten Morgen noch dezent da ist.

Riecht wie „Iron Fist“ und passt zu MOTÖRHEAD und ihren Fans

Riecht wie MOTÖRHEAD, die Aufmachung ist stimmig und passt zu MOTÖRHEAD und ihren Fans. Der Duft ist einzigartig, wie es auch MOTÖRHEAD immer waren. Und ja, „Man“ duftet noch intensiver, wenn man nebenher die „Iron Fist“ hört! Dies ist das MOTÖRHEAD-Album, welches mir bei diesem Duft als erstes in den Sinn kam.

MOTÖRHEAD´s „Woman“ überzeugt nicht nur DORO

MOTÖRHEAD´s „Woman“ hat ja schon DORO ausdrucksstark getestet, ähnlich dürfte ich beim ersten Schnuppern von „Man“ auch ausgesehen haben. Schon mit der Nase am Flakon wird deutlich, dass man es mit dem passenden Gegenstück zu „Man“ zu tun hat. Der Antritt ist dann gar noch etwas energischer als bei „Man“. Auch hier Pfeffer, der leichte in Rosa, dazu eine gute Nase Wacholder. Wo bei den Jungs der Whiskey mit im Raum stand, ist es bei den Mädels der Gin. Wohl der Lieblingsdrink der engen weiblichen Bekannten der Band, die bei der zu MOTÖRHEAD passenden Duftfindung geholfen haben. „Verheißungsvolle Bar-Nacht, wir kommen!“.

„Woman“ präsentiert sich ebenfalls sehr energisch für eine verheißungsvolle Bar-Nacht

Auch hier zeigt nach dem ersten Antritt die Herznote ein neues Bild. Zypresse liefert einen frischen Touch, Weihrauch verleiht einen Hauch Erhabenheit. Wer mag findet auch wieder Leder. Aber nicht so schmuddelig abgetragen. Eher wie die gut gefettete und saubere Lederjacke, welche die Frau trägt, die trotz Metal-Attitüde gepflegt aussehen will. Sie trägt sicher auch Lippenstift, den soll man auch hier riechen können. Auch hier taucht zum Abrunden wieder etwas Irisblüte auf.

Im Abgang sind wie bei „Man“ auch hier Patschuli- und Moos-Noten deutlich, dazu kommt Amber und vielleicht etwas Moschus. Ich dachte, das wäre ein Element für Männerdüfte, aber letztendlich liegen „Man“ und „Woman“ immer nah genug beieinander, sodass man an beiden Düften sofort erkennt, welches Paar zusammen gehört. Ok, würde es noch MOTÖRHEAD-Konzerte geben wäre das etwas schwieriger, da dürften beide Düfte öfters vertreten sein.

„Woman“ ist feminin und durchaus sexy, ein Duft für selbstbewusste Metal- und Rock`n´Roll-Ladies

Auch bei „Woman“ gibt es einen selbstbewussten Antritt, der dann recht bald Platz macht für einen angenehmen Gesamtduft. Der sich ebenfalls als bald eher zurückhaltend zeigt, aber auch damit punktet. Man nimmt den Duft der Begleitung wahr, auch nach einem langen Open Air-Einsatz, ohne sich benebelt zu fühlen. Auch „Woman“ zeigt sich als eigenständiges Parfum, das nicht nach Instagram-Modepüppchen oder einem Gesamtpaket eines Parfumladens riecht. „Woman“ ist feminin und durchaus sexy, ein Duft für selbstbewusste Metal- und Rock`n´Roll-Ladies. Die GIRLSCHOOL-Mädels dürften diesen Duft lieben und waren vielleicht auch bei der Duftfindung beteiligt.

„Man“ und „Woman“ riechen wunderbar nach MOTÖRHEAD und passen super zusammen

Fazit: Beide Düfte, MOTÖRHEAD „Man“ und „Woman“ können uns voll überzeugen. Beide passen tatsächlich zum Bild, welches sich beim Bandnamen aufbaut. Jeder für sich ist für gut 40,- kein Schnäppchen, aber riecht auch nicht so. Man setzt sich von den Standard-Drogeriemarktdüften erfolgreich und stilsicher ab. Und beide passen wunderbar zusammen, sie als Paar zu tragen macht noch mehr Spaß. Kritik dürfte es nur geben, wenn man durchgehend mit präsentem Duft auffallen will. Dafür ist die Kopfnote zu schnell weg und man muss nachlegen. Uns gefällt der Wandel vom harten Antritt zum angenehmen Begleiter sehr gut. Erst ein lautes „Ace Of Spades“, zum Ende hin eine berührende Lemmy-Ballade. So riecht dieses Duo!


Nicht getestet haben wir die Duftvarianten „No Remorse“ und „Bad Magic“

Hier lassen wir die Promotion sprechen:

„No Remorse“ ist ein weiterer Männerduft. Er entspricht dem Charakter und Sein dieser Band. Rock’n’Roll und nichts bereuen. Wild, frisch, optimistisch und trotzdem hart wie Kruppstahl. Bergamotte, Grapefruit und Pfeffer eröffnen dieses Parfum erfrischend wild. Eine Kombination aus Leder und Salbei in der Herz Note geben der Komposition Gewicht, Tiefe und den typischen Leder-Charakter, der durch eine Barrique-Bourbon Note unterstrichen wird. Eschen- Zedern- und Erlenholz, sowie Eichenmoos und ein Hauch von Oud zelebrieren Holz in Hülle und Fülle und verneigen sich vor den Gitarren der Band, die uns diese Musik erst bescheren. „No Remorse“ ist ein voller und komplett männlicher Duft mit viel Tiefgang. (Oud wird aus Agarholz gewonnen. Wenn das Kernholz von Schimmelpilzsporen befallen wird, produziert es ein dunkles, öliges Harz, das wunderbar duftet).

„Bad Magic“ ist ein sinnlicher Damenduft, der durch seine Dunkelheit, Mystik und Magie in den Bann zieht. Die Kopfnote legt mit Petit Grain – dem „Aufputschmittel der Duft Öle“ vor. Eine Anspielung auf verbotene Drogen. Orangenschalen, Zitronenblüten, herbes Neroliöl unterstützen den rasanten Auftakt. Schon nach kurzer Zeit fängt die hypnotische Mischung aus schwarzer Rose und reifem Jasmin ein – entschleunigt den Verlauf – der olfaktorische Trip fängt jetzt an zu wirken. Sehr weiblich, dunkel, verführerisch. Zedern, Karamell, Lindenholz, Horn und Moschus verleihen dieser Komposition einen grandios mystischen Abgang, den man als Großstadt-voodoo-esk bezeichnen darf. Frauen die sich in der Nacht „umsehen“ sollten auf jeden Fall diesen Duft tragen.

Erhältlich sind die MOTÖRHEAD-Düfte in allen Filialen der Drogeriemärkte Rossmann und Müller.

Veröffentlicht: 08.08.2022

Firma: 2Pilots GmbH

Abfüllung: 100ml