MASS WORSHIP: Portal Tombs

Die Schweden MASS WORSHIP haben das letzte Jahr nicht nur  für eine Tour als Support der polnischen Death Metal-Band VADER genutzt. Ganz nebenbei hat man in der Zeit auch Songs geschrieben und nun ist das zweite Album „Portal Tombs“ fertig. Dieses zeigt ein enorm düsteres Bild unserer Welt und ist ein Versuch, den Zustand unserer Gesellschaft in ein passendes musikalisches Gewand zu stecken und die richtigen Worte zu finden.

“Portal Tombs” zeichnet ein düsteres Bild unserer Zeit

Stampfendes Getrommel macht den Anfang im Opener „Specular Void“. Bedrohlich beklemmend drückt die Stimmung in den Strophen, ehe ein packendes Death Metal Gitarrenriff in Kombination mit wilden Drums alles wie ein Orkan von der Bildfläche fegt. Der Sound ist um eine Ecke organischer, aggressiver und progressiver als auf dem Debut ausgefallen.
Sehr gut weiß die zweite Single „Revel In Fear“ zu gefallen. Diese schlägt in dieselbe Kerbe wie das starke „Empyrean Halls“. Das flotte „Scorched Earth“ entpuppt sich glatt als Anspieltipp. Denn das freche Gitarrenriff und die rollenden Double Base-Salven dazu, erhellen jede noch so dunkle Metal Seele. Die Skandinavier wissen auch, wie man Hardcore-Einflüsse in Post Metal-Elemente umzumünzt.  Der Sound ist zudem enorm atmosphärisch.

MASS WORSHIP haben auf “Portal Tombs” Gastmusiker eingeladen

Die Band aus Stockholm hat auf „Portal Tombs“ auch tatkräftige Unterstützung von einigen Szene-Größen verbuchen können. So steuert Barney Greenway von NAPALM DEATH Vocals zum Titelsong bei, bei der dritten Single „Orcus Mouth“ sind mit Gastauftritten von Jonas Renkse (KATATONIA) und Jonas Stahlhammer (AT THE GATES) zu hören. Das dürfte für MASS WORSHIP doch eine ziemlich große Ehre sein, zählen sie nach eigenen Angaben neben MASTODON und MESHUGGAH auch AT THE GATES zu ihren Haupteinflüssen.

Aufgrund seiner überlangen Spielzeit von guten sieben Minuten, sticht der letzte Track „Deliverance“ heraus. Die ersten zwei Minuten sind jedoch lediglich eine instrumentale Einstimmung dessen, was dem Hörer erwartet. Das beschreibt man am besten einen sehr melodischen, atmosphärischen Mid Tempo Track. Noch ruhiger hingegen gestaltet sich ein Großteil von „Unholy Mass“. Ein schönes Gitarrensolo begleitet, bis erst ganz am Ende die Rhythmus-Fraktion einsetzt und die Nummer in extremen Metal Gefilden ausklingen lässt.

Der Blackened Death Metal von MASS WORSHIP beinhaltet auch Elemente aus Crust und apokalyptischen Soundcollagen, alles kommt extrem düster um die Ecke. Achtet man auf die sozialkritischen Texte, passt diese Tatsache wie die Faust aufs Auge. Nach ihrem Debüt ist diese Veröffentlichung die logische musikalische Weiterentwicklung, welche durchaus die Grenzen auszuloten versucht und dabei stets bei ihren Wurzeln bleibt.

Veröffentlichungsdatum: 04.02.2022

Label: Century Media

Produzent: Fred Forsberg

Spieldauer: 38:32

Line Up:
Claes Nordin – Vocals
Gustav Eriksson – Gitarre
Dadde Stark – Bass
Fred Forsberg – Drums

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MASS WORSHIP “Portal Tombs” Tracklist

01. Specular Void (05:01)
02. Portal Tombs (03:21) (Video bei YouTube)
03. Revel in Fear (04:05) (Video bei YouTube)
04. Orcus Mouth (04:56) (Video bei YouTube)
05. Unholy Mass (02:57)
06. Dunes of Bone (03:25)
07. Scorched Earth (03:35)
08. Empyrean Halls (03:40)
09. Deliverance (07:27)