HATH: All That Was Promised

New Jerseys Progressive Blackenend Death Metal Jünger HATH haben mit „All That Was Promised“ ihr zweites Album am Start. Die Band ist deutlich gewachsen und geht zum ersten Mal als Quartett ans Werk. Herausgekommen sind neun Tracks mit einer Spielzeit von gut 50 Minuten im pechschwarzen todesmetallischen Gewand mit einer höchst progressiven Note.

Black/Death Metal mit progressiven Anteilen – ein Hybrid

Während der Opener „The Million Violations“ noch mit etlichen ruhigen Passagen auskommt, hämmert „Kenosis“ von Beginn an alles in Grund und Boden. Stark progressive Elemente werden mit dem Blackened Death Metal zu einem Hybrid geformt, dessen Durchschlagskraft beeindruckend ist. Durchgehende Blast Beat Attacken schrauben den Härtegrad in die Höhe und diese Intensität lässt sogar Platz für die eine oder andere cleane Gesangspassage. Das dynamische Songwriting ermöglicht es, Geschwindigkeit und Stil der Titel zu variieren. Ob nun hohes Tempo, bösartiger Groove oder pechschwarze Erhabenheit, die Songs bestechen durch großen Abwechslungsreichtum.

Der Titel „Death Complex“ fällt mit seiner offenkundigen Black-Metal-Atmosphäre auf. Nahezu spielerisch wechseln Black und Death-Metal-Elemente ab, was auf das starke Songwriting zurückzuführen ist.

Ein gutes Beispiel für die Vielseitigkeit ist der Titeltrack „All That Was Promised“. Der ruhige zwei Minuten lange Beginn lässt Zeit zum Verschnaufen, ehe es in alter high Speed Manier zur Sache geht. Auch wenn noch so wild drauf los geknüppelt wird, darf eine Portion Melodie nicht fehlen. Diese wird von der Lead Gitarre dezent umgesetzt. Der progressive Anteil lässt genügend Platz für Spielereien, welche erst nach genauerem Hinhören zu finden sind.

Das Beste kommt zum Schluss

Den wohl stärksten Track hat man sich bis zum Schluss aufgehalten. „Name Them Yet Build No Monument“ ist ein Extrem Metal Geschoss, welches durch Mark und Knochen fährt. Spätestens nach diesem Song ist klar, dass sich HATH trotz des großen Erfolges des Vorgängers „Of Rot And Ruin“ (2019) von den Sludge Elementen entfernt haben. Eine mutige Entwicklung, denn die Amis zeigen uns, dass sie noch viel mehr draufhaben.

Zusammenfassend kann man sagen, dass „All That Was Promised“ ziemlich stark ausgefallen ist, jedoch nichts für reine Black & Death Metal Fans ist. Zu bestimmend sind die progressiven Anteile, für die man schon ein Faible haben sollte. Doch wenn das der Fall ist, überzeugt das Album in seiner ganzen Erhabenheit auf ganzer Linie.

Veröffentlichungsdatum: 04.03.2022

Spielzeit: 51:36

Label: Willowtip Records

Line Up:

  • Frank Albanese – Guitar & Vocals
  • Peter Brown – Guitar
  • Greg Nottis – Bass & Vocals
  • AJ Viana – Drums

HATH “All That Was Promised” Tracklist

1. The Million Violations
2. Kenosis (Video bei YouTube)
3. Lithopaedic (Video bei YouTube)
4. Iosis
5. Decollation
6. Death Complex
7. Casting of the Self
8. All That Was Promised
9. Name Them Yet Build No Monument (Audio bei YouTube)

Mehr im Internet:

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