DEVIL MAY CARE: MANDALA [EP]

Nach “Divine Tragedy” (2021) haben sich DEVIL MAY CARE nicht einfach ausgeruht. “MANDALA” zeigt die Band emotional, reflektiert und in vielerlei Hinsicht gereift.

Die Liebe zum Detail stellten wir bereits in Bezug auf das Vorgänger-Album „Divine Tragedy“ (2021) heraus. Doch ausgeruht haben sich DEVIL MAY CARE auf ihren Lorbeeren offensichtlich nicht: Mit wie viel Feingefühl und Akribie das Quartett seinen Sound weiterentwickelt und ausdifferenziert hat, zeigt uns schon das eröffnende „CHAKRA – As Long As I‘m Breathing“.

Die Produktion des neuen Materials wirkt dabei einen Hauch transparenter, so dass jedes Detail des zurückgenommenen Clean-Arrangements zu uns durchzudringen vermag. So behutsam und zart sich der Song nach und nach offenbart – Streicher und akzentuiertes Drumming schüren die Spannung, bis die E-Gitarre einsetzt -, so emotional und selbstbewusst tastet sich der Gesang Tim Heberleins nach vorne.

DEVIL MAY CARE zeigen sich auf “MANDALA” emotional und reflektiert

Tatsächlich unerforschtes Terrain verfolgen DEVIL MAY CARE mit dieser Herangehensweise nicht, finden auf „MANDALA“ aber das ideale Rezept, um die verschiedenen Facetten des Post Hardcore und seiner umliegenden Genres in einer kompakten EP zu vereinen. Das bedeutet natürlich, dass nicht jedes der sechs Stücke in dieselbe Kerbe schlägt. Während „KARMA – How Long“ mit Synth-Teppich und Chor ähnlich wie zuletzt WE CAME AS ROMANS in der Modern-Metal-Peripherie fischt, prescht das aggressive „GURU – God Is Dead“ ungezügelt Richtung Metalcore und zeigt uns, dass die Band auch 2023 noch Zündstoff für den Pit aus dem Ärmel schütteln kann.

Dass das groovende „SHERPA – Save Your Souls“ anschließend ungeniert und nicht ohne Erfolg die Lücke ins Visier nimmt, welche THE BLACKOUT ARGUMENT ihrerzeit hinterlassen haben, unterstreicht die Wandelbarkeit, mit der DEVIL MAY CARE zu Werke gehen. Nachdenklich und melancholisch führt uns „MANTRA – Guide Me Into Misery“ schließlich wieder an den Anfangspunkt zurück, wo die Band eine Zerbrechlichkeit offenbart, die sie zuvor noch mit lauten Ausbrüchen zu überspielen suchte. Damit endet „MANDALA“ ähnlich in sich gekehrt, wie es begonnen hatte: emotional, reflektiert und rundum schlüssig.

Veröffentlichungstermin: 08.12.2023

Spielzeit: 19:43

Line-Up

Tim Heberlein – Vocals, Gitarre
Lukas Esslinger – Gitarre
Moritz Hillenbrand – Bass
Joachim Lindner – Drums

Produziert von Flo Nowak

Label: Blood Blast

Homepage: https://devilmaycare.band/
Facebook: https://www.facebook.com/devilmaycare.band

DEVIL MAY CARE “MANDALA” Tracklist

1. CHAKRA – As Long As I‘m Breathing (Video bei YouTube)
2. KARMA – How Long
3. HIMALAYA – Seeing Death To Feel Alive (Video bei YouTube)
4. GURU – God Is Dead (Video bei YouTube)
5. SHERPA – Save Our Souls

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