CRAVEN IDOL: Forked Tongues

CRAVEN IDOL setzen mit ihrem neuen Album “Forked Tongues” dort fort, wo sie mit “The Shackles of Mammon” aufgehört haben: somit guter, räudiger und experimentierträger Black / Thrash Metal.

Aus irgendeinem Grund verharrte “The Shackles of Mammon” besonders in meiner Erinnerung. Ob es an dem für mich noch nicht gehörten Wort “Shackles” lag, am erinnerungswürdigen Cover-Artwork von Daniel “Desecrator” Corcuera (SLAUGHTBBATH), das einen dominant inszenierten Vogelmenschen zeigt, oder tatsächlich am musikalischen Flair des 2017er-Albums, sei dahingestellt.

Nun haben CRAVEN IDOL ein drittes Album am Start. Nun gut, der Albumtitel “Forked Tongues” ist zwar Genre spezifisch, aber wird mir nicht so konkret in Erinnerung bleiben, auch das Cover-Artwork – diesmal vom renommierten Eliran Kantor – ist gut, prägt sich aber auch nicht so stark auf meiner Festplatte ein: Streitwagen (hey, hier gibt´s BÜTCHER), Drachen (hey, hier gibt´s Tausende) und ein Vulkanausbruch. Doch musikalisch setzen CRAVEN IDOL ihre Arbeit da fort, wo man es erhofft hat.

CRAVEN IDOL arbeiten mit Blast Beats, Gitarren-Leads und einfacheren Strukturen

Nicht, dass man sich Außerordentliches erwarten dürfte, aber der Black / Thrash Metal der Engländer hat nicht nur Hand und Fuß, sondern ist ordentlich räudig. Sprich, wer Spaß in diesem Genre haben will, der bekommt ihn auch. Die sieben Songs kommen jeweils gut auf den Punkt und offenbaren kaum Schwächen. CRAVEN IDOL arbeiten dabei vorzugsweise mit Blast Beats, Gitarren-Leads und doch einfacheren Strukturen (“Iron Age of Devastation”). Das macht das Album zwar zu keiner Offenbarung in Sachen Abwechslung, doch keineswegs zum Problem, als dass die Songs über große Dynamik verfügen. Weiterhin ist auch über die kleineren Unsauberkeiten beim Sound, wenn sich etwa der Klang der Becken in “The Wrath of Typhon” etwas überschlägt, hinwegzusehen.

Auf “Forked Tongues” fällt kein Song ab

Einzelne Songs herauszugreifen fällt – wie auch schon bei “The Shackles of Mammon” – schwer. Vielleicht noch am ehesten der Titeltrack mit seinem abschließenden Gitarren-Solo. Aber generell fällt einmal mehr kein Song ab (sogar das bisweilen etwas schleppendere “Deify the Stormgod” hat seinen Reiz), so dass es mir letztendlich genügt, dass mir mit CRAVEN IDOL die Band an sich in positiver Erinnerung bleiben wird. “Shackles” und Vogelmenschen hin oder her.

Veröffentlichungstermin: 23.07.2021

Spielzeit: 41:24 Min.

Line-Up:
Sadistik Vrath – Gesang & Gitarre
Suspiral – Bass
Heretic Blades – Schlagzeug
Obscenitor – Gitarre

Produziert von Tom Dring (CORRUPT MORAL ALTAR, VENOMOUS CONCEPT) @ Southport’s Vagrant Recordings

Label: Dark Descent Records

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/cravenidol
Mehr im Netz: https://cravenidol.bandcamp.com

CRAVEN IDOL „Forked Tongues“ Tracklist

1) Venomous Rites
2) The Wrath of Typhon
3) Iron Age of Devastation
4) Even the Demons…
5) Forked Tongues
6) Deify the Stormgod
7) The Gods Have Left Us for Dead