CORVUS CORAX: Venus Vina Musica

CORVUS CORAX: Venus Vina Musica

Kaum haben die munteren Berliner mit Schattenreiter ihre wilde Elektro-Metal-TANZWUT ausgelebt, flattert ein weiteres CORVUS CORAX-Werk heran. Darauf frönen sie – der Titel lässt bereits darauf schließen – ihrer mittelalterlichen Version von Sex, Drugs und Rock´n´Roll. Das eröffnende Titelstück rockt denn auch nach einem meditativen Intro mit wilden Paukenrhythmen, hypnotischem Refrainchoral und flirrenden Dudelsäcken drauf los, als wäre Lemmy bereits ein Jahrtausend früher geboren worden. So entgehen sie der kopflastigen, auf bloße Authentizität beharrenden Langeweile der meisten Mittelalter-Combos, die glauben, dass allein die Verwendung von Originalinstrumenten künstlerischer Anspruch sei. Vielmehr erreichen sie einen neuen Höhepunkt in ihrem Schaffen, der jedoch trotz der immer wieder mitreißenden Rhythmusarbeit ein einsamer bleibt. Live könnten Tracks wie Sanyogita oder das flotte Tuska zu unkontrollierten Zuckbewegungen zwischen Tanzbein und Gesäß führen, auf Platte hingegen mangelt es ihnen selbst bei MOTÖRHEAD-Lautstärke an Substanz und Abwechslung, um dauerhaft faszinieren zu können. Das hat zur Folge, dass man sich immer öfter dabei ertappt, noch einmal zu Lied Nummer eins zurückzuskippen. Da wäre mehr drin gewesen, wenn diese Energie und Spielfreude über die kompletten vierzig Minuten hätte gehalten werden können.

Veröffentlichungstermin: 07.07.2006

Spielzeit: 39:12 Min.

Line-Up:
Hatz – Trommel
Wim – Dudelsack, Schalmei
Ardor vom Venushügel – Dudelsack, Schalmei, Drummscheid
Castus – Gesang und Instrumente
Harmann der Drescher – Trommel
Patrick der Kalauer – Pauke, Davul
Teufel – Dudelsack, Schalmei

Produziert von CORVUS CORAX
Label: Pica Music/Soulfood

Homepage: http://www.corvuscorax.de

Email: corvus@corvuscorax.de

Tracklist:
Venus Vina Musica
Sanyogita
Tuska
Katrinka
Tertio
Bibit Aleum
Urmawi
Lamentatio Coelibatus