CHIMAERA: Rebirth – Death Won´t Stay Us

Ordentliches zweites Album der Düsseldorfer True-Metaller.

Das True Metal-Kommando aus der hässlichsten Stadt Deutschlands schlägt wieder zu. Anderthalb Jahre nach Myths And Legends rücken die Düsseldorfer Schwertschwinger um Frontmann Pan Vogiatzis mit einem neuen Album an. Inzwischen konnte man verdientermaßen einen Deal mit Pure Steel Records einsacken, so dass die neue Scheibe nicht mehr als Eigenproduktion veröffentlicht wird. Dem Sound hat es jedenfalls nicht geschadet, denn die Produktion der neuen Scheibe ist ein ganzes Stück besser ausgefallen als diejenge des Vorgängers. Auch beim Cover-Artwork konnte man sich im Vergleich zum Vorgänger steigern, hat aber immer noch Potential nach oben offen, wenn ihr wisst, was ich meine. Aber wenigstens weiß man beim Blick auf das Cover sofort, was einen erwartet, wenn man die Scheibe im Player versenkt, nämlich True-Metal wie er truer kaum sein kann. Na ja, man könnte natürlich die Keyboards aufführen, die den Trueness-Faktor ein wenig senken, aber diese werden, wie schon beim Vorgänger, eher im Hintergrund eingesetzt. Von Dudel-Orgien bleiben wir also verschont. Ein Markenzeichen der Düsseldorfer ist auf jeden Fall der Gesang von Frontplauze Pan Vogiazis, der mit seinem markanten Organ dafür sorgt, dass man CHIMAERA im undurchdringlichen Dickicht der True Metal-Bands sofort aus allen anderen heraus hört. Und das ist schon einmal viel Wert.

Los geht es überraschend schnell mit dem rasanten Opener Order Of The Fallen Sun und dem, nur unwesentlich langsameren Dragon´s Witch welches man sofort perfekt mitgröhlen kann. Das folgende Chimeara´s Rebirth bietet dann die Spannweite von balladesk bis episch. Das weich gespülte Rage On (My Heart) hätte man sich auch gerne sparen können, die Nummer ist mir einfach etwas zu schwülstig geraten. Allgemein überzeugen CHIMAERA auf ihrem neuen Album hauptsächlich mit den schnelleren Songs wie dem Eröffnungsdoppel, sowie den beiden Melo Speed-Granaten Ride Fast und Wanderlust. In der true-metallischen Königsdisziplin, den epischen Songs ist diesmal irgendwie etwas der Wurm drin. So klingt auch The Funeral eher langweilig. Was das Line-Up angeht, sind dem guten Pan mal wieder einige Musiker weg gelaufen, so dass vom Line-Up auf Myths And Legends außer Pan nur noch Keyboarder Nico Kruse und Drummer Dan ToKa übrig sind. Letzterer hat aber wohl inzwischen ebenfalls Reißaus genommen.

Trotzdem ist den Düsseldorfern mit ihrem Label-Einstand ein ordentliches True Metal-Album geglückt, welches der Band aber auch noch einige Steigerungschancen für den Nachfolger offen lässt. Wer schon das Debüt Myths And Legends mochte, wird auch mit Rebirth – Death Won´t Stay Us schnell warm werden. Der Rest macht eh einen großen Bogen um Bands wie CHIMAERA, denn textlich wagt sich die Band erneut in Regionen, in denen nur MANOWAR– oder zur Not auch HAMMERFALL-Hörer überleben können, ohne geistigen Schaden zu nehmen.

Veröffentlichungstermin: 16.03.2007

Spielzeit: 51:49 Min.

Line-Up:
Pan Vogiazis – vocals
Ümit Kalat – guitar
Jaques Moch – guitar
Steffen Südhoff – bass
Dan ToKa – drums
Nico Kruse – keyboard

Produziert von Jan Bauer @ Erzschlag Studios / Aue
Label: Pure Steel Records

Homepage: http://www.chimaera.de

Email: pan@chimaera.de

Tracklist:
01. Order Of The Fallen Sun
02. Dragon´s Witch
03. Chimaera´s Rebirth
04. Rage On (My Heart)
05. Take Their Land
06. Knights Of The Storm
07. Ride Fast
08. Wanderlust
09. Bearheart
10. The Funerlal – When A King Kneels Down
11. Live After Death