CELESTIVL: TenTimesTwo [Eigenproduktion]

CELESTIVL: TenTimesTwo [Eigenproduktion]

CELESTIVL haben bei der Vorab-Veröffentlichung des Video-Clips “Blasphemous” auf das richtige Pferd gesetzt, um auf ihr aktuelles Album “TenTimesTwo” aufmerksam zu machen. Denn dieser Song zeigt die stärkste Seite des Quartetts aus Birmingham. Hier gesellt sich zur Eingängigkeit des Modern Symphonic Metals auch eine gewisse Atmosphäre, die unter die Haut geht. Seien es die mehreren überlagerten Vocals von Saneeta Ram (Ex-CELESTIAL WISH) oder der nur in diesem Song erinnerliche Einsatz von Double-Bass. Fakt ist, “Blasphemous ist der beste Song auf dem Debütalbum der Engländer rund um Gitarrist und Songwriter Daniel Carpenter (Ex-CELESTIAL WISH).

Auf “TenTimesTwo” regiert zu häufig die Eingängigkeit

Ansonsten spielen CELESTIVL hauptsächlich mit einer Eingängigkeit, die manches Mal zu sehr in Richtung Pop gleitet. Beispiele hierfür sind “Spires” und “Sabrina (I´ll Cover You)”, welche im Refrain dann auch an japanischen Metal à la BABYMETAL erinnern. Weiterhin gibt es mit “Along The Way” ein kurzes Balladen-Interlude, das an “My Immortal” von EVANESCENCE denken lässt. Gesanglich sind diese Tracks in Ordnung, als dass Saneeta Ram ihre Stimme recht breit einzusetzen vermag. Ausgehend von einer angenehm mittlehohen Tonlage, kann sie die Tonleiter recht geschmeidig emporsteigen und auch einmal ein reizendes Quietschen von sich geben.

CELESTIVL zeigen Muskeln, wenn Dramatik geboten wird

Die Stärken spielen CELESTIVL dann aus, wenn sie einen Hauch Dramatik mit in ihre Songs packen, wie beim angesprochenen “Blasphemous” oder in Anätzen bei “My Place In The Stars”. Auch etwas Bombast schadet den Songs nicht wie der überlange Titeltrack “TenTimesTwo” beweist. Wie man zu plasitifiziert wirkenden Tracks à la “Shattered Pictures” steht, ist dagegen Geschmackssache. Generell haben CELESTIVL ihre Sache aber gut gemacht, weil einen herausragenden Song muss man auch einmal kreieren. Darauf können die Engländer mit Sicherheit aufbauen.

Veröffentlichungstermin: 06.05.2019

Spielzeit: 41:00 Min.

Line-Up:
Saneeta Ram – Gesang
Daniel Carpenter – Gitarre & Orchestration
Andy Morris – Bass
Louisa Scarff – Schagzeug

Produziert von Jonathan Young
Label: Eigenproduktion

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/CELESTIVLMusic/

CELESTIVL “TenTimesTwo” Tracklist

1. Melisandre
2. Shattered Pictures
3. My Place In The Stars
4. Spires
5. Along The Way
6. Blasphemous (Video bei YouTube)
7. Sabrina (I´ll Cover You)
8. Once, Inside a Dream
9. TenTimesTwo (Video bei YouTube)

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.