Beto Vazquez - Infinity Cover

BETO VAZQUEZ: Infinity

Musikalisch ist das Ganze gar nicht weit von dem entfernt, was die drei Damen (Tarja Turunen (NIGHTWISH) und Candice Night (BLACKMORE’S NIGHT) auch Sabine Edelsbacher (EDENBRIDGE)) in ihren Stammeinheiten machen. Mir ist das Ganze – so gut das alles auch ist – allerdings definitiv zu ruhig ausgefallen, obwohl ich MIKE OLDFIELD, BLACKMORE’S NIGHT und auch (teilweise) NIGHTWISH wirklich (sehr) mag. Definitiv kein Metal, und am ehesten vielleicht mit den AYREON-Scheiben vergleichbar.

Kennt Ihr eine Band namens NEPAL? Ich auch nicht. Diese Band aus Argentinien hat sich zwar aufgelöst, aber deren Bassist und Songwriter Beto Vaquez hat jetzt mit „Infinity“ sein erstes (??) Album vorgelegt, auf dem er tatkräftige Unterstützung von ziemlich bekannten Namen erhielt. Für das Einspielen der elf Songs (darunter zwei Instrumentals, 50:14 Min.) konnte er neben Jörg Michael (STRATOVARIUS, Drums) für einen Song („The Battle of the Past“) Sänger Fabio Leone von RHAPSODY (bzw. ATHENA und VISON DIVINE) verpflichten.

Ansonsten war das Gesangs-Mikrophon fest in Frauenhand. So ist neben Tarja Turunen (NIGHTWISH) und Candice Night (BLACKMORE’S NIGHT) auch Sabine Edelsbacher (EDENBRIDGE) zu hören, wobei es sicherlich interessant ist, dass bei zwei Stücken („The Laws of Future“ und „Wizard“) das Gespann Turunen/Edelsbacher und bei „Promises under the Rain“ sogar alle drei Damen innerhalb eines Songs zu hören ist/sind.

Die Gesangsleistung auf „Infinity“ ist größtenteils erstklassig

Musikalisch ist das Ganze gar nicht weit von dem entfernt, was die drei Damen in ihren Stammeinheiten machen. Jörg Michael nannte es sogar „MIKE OLDFIELD goes Heavy Metal“, was auch nicht unbedingt falsch ist. Das Album ist wirklich Klasse, auch wenn man keinen großen Wert auf ein abwechslungsreiches Songwriting legte. Die Lieder ähneln sich (trotz der verschiedenen Sängerinnen) doch sehr. Melancholisch-traurige Balladen mit einem Klassik-Touch (den ruhigen BLACKMORE’S NIGHT-Songs nicht unähnlich) und atmosphärisch-symphonischen Keyboard-Parts, aber leider auch ohne Ecken, Kanten und Eier.

Mir ist das Ganze – so gut das alles auch ist – allerdings definitiv zu ruhig ausgefallen, obwohl ich MIKE OLDFIELD, BLACKMORE’S NIGHT und auch (teilweise) NIGHTWISH wirklich (sehr) mag. Definitiv kein Metal, und am ehesten vielleicht mit den AYREON-Scheiben vergleichbar. Über die gesanglichen Leistungen der drei Damen brauchen wir nicht zu diskutieren, denn diese sind gewohnt erstklassig. Meine Fußnägel rollten sich aber bei Beitrag von Herrn Leone auf. Boah, hat der keine Eier (mehr)? Was soll bloß so ein Eunuchen-Geträller?

BETO VAZQUEZ besticht kaum durch abwechslungsreiches Songwriting

Doch abgesehen vom wenig abwechslungsreichen Songwriting, bleibt das der einzige Schwachpunkt einer ansonsten guten Scheibe, die allen Fans der Bands der beteiligten Sängerinnen gefallen dürfte. Ich weiß auch nicht, ob ein zweiter Teil geplant ist, es scheint aber doch eine Band hinter „Infinity“ zu stecken, denn auf der Homepage werden neben Beto noch Gonzalo Iglesias (Guitars), David Lazar (Vocals), Vero Áiudi (Vocals), Ailin Álybel (Vocals), Marcelo Ponce (Drums), Lilah Bertolini (Flöte) und Danilo Moschen (Keyboard) als Bandmitglieder genannt. Wir werden’s sehen bzw. hören…

Spielzeit: 50:14 Min.
Label: Drakkar

BETO VAZQUEZ „Infinity“ Tracklist

  1. Until Dawn (Angels Of Light)
  2. Wizard
  3. Sadness In the Night
  4. Through Times Part I (Instrumental)
  5. Through Times Part II
  6. Golden Hair
  7. Infinity Space (Instrumental)
  8. Through Times Part III
  9. The Laws Of The Future
  10. Promises Under The Rain
  11. The Battle Of The Past