CD-Review: HATRED DIVINE: Of Light And The Absence Of Light [Eigenproduktion]. Mehr von HATRED DIVINE

HATRED DIVINE: Of Light And The Absence Of Light [Eigenproduktion]



  • Dieses Album erzählt, wie der Titel behauptet, von Licht und von der Abwesenheit von Licht und liegt damit falsch. Vor allem letztere ist es nämlich, die man hier findet: alles ist dunkel, schwarz sogar - und ich meine damit nicht den Musikstil, der sollte spätestens beim Betrachten des Covers klar sein. Nein, ich meine die Art, wie hier Black Metal gespielt wird, eine Art, die an Techno erinnert, denn alles, so meint man, kommt aus dem Computer und klingt vor allem so. Natürlich stimmt das nicht, wahr ist nur, dass die Drums (und stellenweise auch der Bass, was besonders gruselig klingt) aus der Techno-Kiste entnommen sind, Gitarren und Stimme sind echt, aber auch echt scheiße produziert. Gut, es handelt sich um eine Eigenproduktion, aber ich habe keine Lust mehr auf Staubsaugergeräusche, wo Gitarren sein sollten, denn selbst mit einem PC kann man heutzutage mit dem nötigen Wissen Gitarren so aufnehmen, daß sie wie Gitarren klingen. Man muß auch nicht die Stimme so durch die Wurst drehen, dass dabei ein halliges Nichts herauskommt. Man muss ein solches Album eigentlich gar nicht aufnehmen, denn der Wert für die Nachwelt ist gleich Null: viel Keyboardgedöns, viel Gehacke, viel Pathos, viel Langeweile. Und auch wenn ich mich dafür entschuldigen muss, daß ich diese CD so lange einfach ignoriert und jetzt erst besprochen habe: die Welt braucht sie nicht, nicht einmal die Black Metal-Underground-Welt, die mit zahllosen anderen Veröffentlichungen weitaus glücklicher werden wird. Mehr gibt es nicht zu sagen, vielleicht gibt´s beim nächsten Mal mehr kreative Energie in Bad Aibling. Bis dahin muß man es immerhin dem Bassisten von HATRED DIVINE zugute halten, daß er das vielleicht witzigste Pseudonym hat, das es gibt: "Sakkak". Was man damit alles anstellen kann: "Sack", "Kack", "Sack ab!", "Ku Klux Klan“" phantastisch. In diesem Sinne, mehr Erfolg beim nächsten Mal.

    Kontakt: Stephan Spanaus, St. Georgssiedl. 36c, 83043 Bad Aibling


    Spielzeit: 47:19 Min.

    Line-Up:
    Seth - guitar, keys
    Nidhögg - guitar
    Akatash - vocals
    Sakkak - bass guitar


    Produziert von Eigenproduktion

    Homepage: http://www.hatreddivine.de


    Tracklist:
    1. Once Upon A Time…
    2. Thy Will Be Done
    3. The Tome Tore Down The Wall
    4. Ecclesiastical Refuge
    5. Turning Lead Into Gold
    6. Of Light And The Absence Of Light
    7. Quod Erat Demonstrandum
    8. Abandon All Hope
    9. Sanctuary Denied
    10. Clay And Crystal
    11. Marriage On Mountfaucon
    12. Funeral Anthems



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    Lang lebe der Friedhof!

    Wie, da lebt doch eh nichts? Quatsch! Noch nie BrainDead gesehen?

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