CD-Review: HELIX: Long Way To Heaven / Walkin´ The Razor´s Edge (Import). Mehr von HELIX

HELIX: Long Way To Heaven / Walkin´ The Razor´s Edge (Import)



  • Warum das schwächste HELIX-Werk „Long Way to Heaven" vor dem deutlich stärkeren „Walkin‘ the Razor’s Edge"-Album wiederveröffentlicht wird, vermag ich nicht zu beurteilen. Vielleicht gab es da rechtliche Probleme. Egal, da ich als HELIX-Fan eh alle regulären Alben auf CD haben muss/möchte, darf „Long Way to Heaven" aus dem Jahre 1985 natürlich nicht fehlen. Nein, dieses Album krankt nicht am Songmaterial, das ist gewohnt gut. Die glatte, poppige Produktion zerstört dieses Album, so dass eigentlich starke Hardrock-Tracks wie „The Kids are all shakin‘", der Titelsong, „Don’t touch the Merchandise", „Ride the Rocket" oder „House on Fire" nicht wie gewohnt krachen, sondern eher wie ein lauer Luftzug wirken. Kaum Ecken, kaum Kanten – diese wurden mit dem Sound-Schmirgelpapier vollständig entfernt. Definitiv ein Album, das man als HELIX-Fan braucht, als Neueinsteiger sind aber Scheiben wie „Wild in the Streets", „No Rest for the Wicked" oder „Walkin‘ the Razor’s Edge" vorzuziehen. Da auch Bonussongs nicht verbraten wurden und der Dollar-Kurs unverschämt hoch ist (Ein dreifaches Hoch auf den „starken" Euro!!), sollte man sich eine Anschaffung gründlich überlegen.

    Eine Muss sollte die Anschaffung des „Walkin the Razor’s Edge"-Albums sein. Bis heute sicherlich eines der besten, wenn nicht sogar das beste HELIX-Album. Hier rockte die Band fast über die gesamte Spieldauer, obgleich man mit „Anything you want" eine – allerdings gelungene – Ballade am Start hatte. Die restlichen neun Stücke sind Hardrock-Kracher der „Güteklasse A". Allein, dass das Wort „Rock" in gleich drei Songtiteln vorkommt („Rock you", „You keep me rockin" und „My kind of Rock") macht deutlich, welche Mucke hier gespielt wird. Auch „When the Hammer falls", „Feel the Fire", „Young & Reckless" und das „Gimme gimme good lovin‘"-Cover können überzeugen und gehörten sicherlich zum besten, was im Jahre 1984 veröffentlicht wurde. Umso unverständlicher, warum man danach ein Album wie das oben besprochene „Long Way to Heaven" rausbrachte. Leider fehlen auch hier Zugaben in Form unveröffentlichter Stücke, Live- oder Demoversionen bekannter Tracks. Auch das Booklet ist ziemlich dürftig. Hätte mir hier ein paar Liner-Notes gewünscht. Ich finde, man hätte die Songs der „B Sides"-Compilation lieber auf die einzelnen Re-Releases verteilen sollen, das wäre definitiv fanfreundlicher gewesen. So muss jeder mit sich selbst ausmachen, ob er für knappe 33 Minuten (allerdings sehr geiler) Musik den hohen Import-Preis bezahlen möchte. Schaut mal auf die Website (www.planethelix.com) oder schreibt an Helix Fan Club, P.O. Box 45007, R.P.O. Ealing, London, Ontario, Canada, N5Z 1V6 (E-Mail: bvollm0656@rogers.com)



    Spielzeit: 36:32 / 32:58 Min.

    Line-Up:
    Brian Vollmer (Vocals)
    Paul Hackman (Guitar)
    Brent Doerner (Guitar)
    Daryl Gray (Bass)
    Greg Hinz (Drums)

    Produziert von T.Treumuth (beide Alben)
    Label: Capitol Records

    Homepage: http://www.planethelix.com

    Email: bvollm0656@rogers.com

    Tracklist:
    Long Way To Heaven :

    The Kids Are All Shakin´
    Deep Cuts The Knife
    Ride The Rocket
    Long Way To Heaven
    House On Fire
    Christine
    Without You (Jasmines Song)
    School Of Hard Knocks
    Don´t Touch Merchandise
    Bangin´ Off-A-The Bricks

    Walkin´the Razor´s Edge :

    Rock You
    Young & Reckless
    Animal House
    Feel The Fire
    When The Hammer Falls
    Gimme Gimme Good Lovin´
    My Kind Of Rock
    Make Me Do (Anything You Want)
    Six Strings, Nine Lives
    You Keep Me Rockin´


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