VAN HALEN: Live Without A Net (DVD)

VAN HALEN: Live Without A Net (DVD)

Ich glaube, dass “Live Without A Net” vor Jahren bereits als stinknormales VHS-Video erschien ist. Bin mir aber nicht sicher. Egal, nun legt eine meiner Alltime-Lieblingsbands mit “Live Without A Net” eine knapp 92-minütige DVD (in den Tonformaten „Dolby Digital 5.1 Surround“, „DTS 5.1 Surround“ und Dolby Digital 2.0“) vor, die einen Auftritt aus dem „New Haven Coliseum“ aus dem Jahre 1986 enthält. Anhand der Jahreszahl dürfte jedem erstens klar sein, dass Sammy Hagar und nicht DAVID LEE ROTH für den Gesang verantwortlich war. Und zweitens, dass Songs von Alben wie „Balance“ oder „F.U.C.K.“ nicht zu hören sind, handelte es sich doch um die Tour zum mittlerweile mit sechsfachem US-Platin ausgezeichneten „5150“-Album.

Dafür gibt es aber zehn Songs, wobei man weder die Roth-Phase („Panama“, „Ain’t talkin’ ’Bout Love) noch Sammy Hagar’s Solokarriere („There’s One Way To Rock“, „I Can’t Drive 55“) außer Acht ließ. An eigenen Van Hagar-Songs gibt’s u.a. „Summer Nights“, „Get Up“, „5150“, „Best Of Both Worlds“ oder „Why Can’t This Be Love“.

Zusätzlich zu den Songs gibt’s dann noch Soloparts von Drummer Alex van Halen (überflüssig, weil langweilig und eintönig) seinem Gitarre spielenden Bruder Eddie (Selbst mir Nicht-Gitarristen bleibt der Mund bei seiner Leistung offen stehen) bzw. Basser Michael Anthony (dessen Instrument zwar ein cooles „Jack Daniels“-Design hat, dessen Solo aber klingt wie eine kalbende Kuh…) und zum Abschluß zockt man dann noch LED ZEPPELIN´s Rock And Roll runter.

Musikalisch bewegt sich also alles im grünen Bereich (man merkt förmlich, wie viel Spaß die Band auf der Bühne hat) und das Outfit einiger Musiker (z.B. pinkfarbene Jogginghose, orange-gelbes Sakko, rotes Halstuch, weiße Slipper) entschuldigt man am besten mit „Das trug man halt in den 80ern“ – was die Klamotten aber nicht besser macht.

Warum ich hier jedoch nichts über eventuelles Bonusmaterial berichte? Weil schlicht und ergreifend keins vorhanden ist. Was schade ist, denn die Kapazität einer DVD wurde ja nicht mal annähernd ausgeschöpft. Wieso hat man nicht ein paar Backstage-Szenen, Interviews oder meinetwegen auch die offiziellen Video-Clips mit auf die DVD gepackt? Verstehe ich nicht!!

Auch hätte man die Bildqualität meiner Meinung nach mit den heutigen technischen Möglichkeiten etwas aufpeppen können (natürlich ist hier nicht von Bootleg-Qualität die Rede, bitte nicht falsch verstehen!).

So muss jeder Fan selbst entscheiden, ob er knapp 20 Euro in diese Digital Versatile Disc investieren möchte.

Wer die VHS-Ausgabe vom Live Without A Net allerdings noch nicht hat, kann hier bedenkenlos zugreifen.