PRIMORDIAL, OMNIUM GATHERUM, HARAKIRI FOR THE SKY: Konzertbericht – ORWOhaus, Berlin – 03.10.2023

PRIMORDIAL sind zurück! Aggressiver denn je präsentieren die Iren ihr neues Album “How it Ends” live auf Tour!

Eine interessante Kombination, die uns da am 03.10.2023 im mittlerweile recht bekannten ORWOhaus in Berlin kredenzt wird. Musikalisch treffen da Welten aufeinander. HARAKIRI FOR THE SKY (Österreich) sind bekannt für ihre sehr energiegeladene Version von Post-Black Metal. OMNIUM GATHERUM aus Finnland hingegen spielen Melodic Death und die Iren von PRIMORDIAL sind über jedwede Klassifizierung erhaben. Celtic Folk/Black Metal vielleicht? Keine Ahnung. Aber definitiv einmalig!

Pünktlich eröffnen HARAKIRI FOR THE SKY um halb acht den Abend. Und sofort ist man voll dabei.

Mitreißende Rhythmen, begleitet von den grandiosen Melodien der Gitarren von unter anderem M.S. (Matthias Sollak). Klagend, depressiv und wütend den Schmerz in die Welt hinaus brüllend schafft es Sänger J.J. (Michael Kogler) das Publikum zu fesseln. Eine Atmosphäre zum Greifen. Die Akustik ist bestens abgestimmt. Das ist erwähnenswert, haben wir in der Vergangenheit doch schon anderes in o.g. Location erleben müssen. Alles in allem ist es ein schier perfekter Auftakt zum Abend, wobei man bei einer Spiellänge von 50 Minuten mehr als nur ‘Opener’ zu diesem Auftritt sagen kann. Einfach toll!

Fotogalerie: HARAKIRI FOR THE SKY

Nach der nur 20-minütigen Pause betreten OMNIUM GATHERUM die Bühne.

Recht eng da oben, so zu sechst. Das tut der Stimmung aber keinen Abbruch. Von Beginn an verströmt Sänger Jukka Pelkonen gute Laune. Das hat man nicht oft: (Melodic) Death Metal, bei dem man nix auf Böse-Jungs-Gehabe gibt, sondern einfach nur Bock auf das Konzert hat und sich sichtbar freut, dass man hier mal richtig Stimmung machen kann. Das macht Spaß, auch vor der Bühne!

Fotogalerie: OMNIUM GATHERUM

Zu guter Letzt erscheinen PRIMORDIAL um 21:50 Uhr im Rampenlicht

Es wird dunkel, eine bedrückende Atmosphäre baut sich auf, als das erste Stück „As Rome Burns“ heruntergerissen wird. Das Publikum ist aufgewärmt. Weiter geht es mit dem ersten Track vom gleichnamigen neuen Album „How it Ends“. Einfach grandios. Auch wenn die Bühne wie oben schon beschrieben mit Platzmangel glänzt und A.A. Nemtheanga gehörig aufpassen muss, seinen vier Bandkollegen nicht den Mikrofonständer vor den Latz zu hauen (Alan Averill ist ja bekannt für seine räumlich ausufernde Live-Performance), ist die Show der Musiker echt gut. Allerdings, und Kritik muss erlaubt sein, sind sowohl Lichtshow als auch Akustik jeweils die am wenigsten überzeugende des Abends. Schade, denn da wird Potenzial verschenkt. Das sieht man leider auch vor der Bühne, denn die Crowd leert sich tatsächlich ein wenig. Ein bisschen Strobo hier, ein paar mehr rasante Farbwechsel da, das Schlagzeug ‘n bisschen leiser, dafür die Leadgitarre(n) ein bisschen lauter und das Konzert wäre in seinem Gesamteindruck mega. Aber man kann ja nicht alles haben.

Fotogalerie: PRIMORDIAL

Resümee: Alles in allem war es, trotz der genannten Kritikpunkte, ein sehr gelungener Abend. Die Fans vor der Bühne hatten Spaß, die Musiker auf der Bühne hatten Bock und die Organisatoren hinter der Bühne haben den Abend sehr gut durchorganisiert. Und das Bier war lecker.

Fotos: Laura Spadafora (https://www.instagram.com/lauraspadafora_/)

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