THE OLD WIND: Images And Tones Of Broken Bones

Die Freude war groß, als bekannt wurde, dass mit THE OLD WIND neben TERRA TENEBROSA ein weiteres Post-BREACH-Projekt an den Start geht. Dieses Mal sogar initiiert durch deren ehemaligen Frontmann Tomas Liljedahl, der in den vergangenen Jahren einiges durchmachen musste. "Feast On Your Gone" vertreibt nun Liljedahls Dämonen. Das 35-minütige, unglaublich brachiale Album ist stets heavy und sehr doomig, die songschreiberische Handschrift von Tomas Liljedahl ist allerdings die gleiche geblieben. Wir fragen per E-Mail bei THE OLD WIND nach und hören die Geschichte von einem, der seine Drogensucht bezwungen hat.

Die Freude war groß, als bekannt wurde, dass mit THE OLD WIND neben TERRA TENEBROSA ein weiteres Post-BREACH-Projekt an den Start geht. Dieses Mal sogar initiiert durch deren ehemaligen Frontmann Tomas Liljedahl, der in den vergangenen Jahren einiges durchmachen musste. Feast On Your Gone vertreibt nun Liljedahls Dämonen. Das 35-minütige, unglaublich brachiale Album ist stets heavy und sehr doomig, die songschreiberische Handschrift von Tomas Liljedahl ist allerdings die gleiche geblieben. Wir fragen per E-Mail bei THE OLD WIND nach und hören die Geschichte von einem, der seine Drogensucht bezwungen hat.

Warum hast du eine neue Band gegründet und dein neues Projekt nicht als BREACH-Reunion belabelt, wodurch es mehr Aufmerksamkeit gegeben hätte?

THE OLD WIND ist weder ein Prequel noch eine Fortsetzung. THE OLD WIND ist auch keine BREACH-Reunion, auch wenn BREACH noch immer tief in meinem Herzen ist. Das ist ein abgeschlossenes Kapitel und ich beziehungsweise wir sind weiter gegangen. Obwohl THE OLD WIND derselben Wunde wie BREACH entspringt, ist es etwas völlig Anderes. THE OLD WIND kommt für mich aus einem völlig anderen Geisteszustand, hat einen gänzlich anderen Charakter. Es ist ein anderer Prozess mit einem völlig anderen Ansatz. Wenn deine Vision und dein Geist klar sind, merkst du das auch. Außerdem ging ich tief in mein Inneres, ich sah Bilder, fügte Worte und Bilder hinzu, um Aufmerksamkeit zu erreichen. Es war pure Therapie. Das ist meine Wahrheit und meine Interpretation einer vergifteten Seele, die von dem dunklen und kalten Schmutz umarmt wird.

War das Verlangen nach Therapie, das zur Gründung von THE OLD WIND führte, zum ersten Mal in den Jahren nach dem Split von BREACH so nötig, dass du deine negative Seite ausleben musstest?

Nach BREACH fühlte ich ein Loch, eine schmerzliche Leere, und diese musste mit irgend etwas gefüllt werden. Unglücklicherweise füllte ich dieses Loch mit schwerem Drogen- und Alkoholmissbrauch aus, dunklen und dreckigen Umgebungen und ebensolchen Menschen. Also wuchs die negative und schmutzige Seite und ich fing an, so ursprüngliche Gedanken und Gefühle zu entwickeln, dass die Sucht alles Gute in mir trockenlegte. Als der Hass meine Seele übermannte, verlor ich die Kontrolle und alles im Fokus verschwamm in pechschwarzer Dunkelheit, und das ist kein schöner Zustand zum Durchleben. In dieser Zeit hatte ich gute Menschen um mich herum, nämlich meine Familie. Aber ich war zu besessen, um es zu erkennen. Meine Familie unterstützte mich während meiner Genesung sehr und ich schulde ihnen alles dafür. Heute bin ich fokussiert und sehe die Dinge klar.

Immerhin sind die Texte recht direkt und ziemlich düster. Waren sie ebenfalls Teil eines Heilungsprozesses? Als hättest du dich deinen Dämonen gestellt?

In der Tat, textlich habe ich einen anderen Ansatz gewählt als früher. Bei BREACH waren die Lyrics metaphorischer, offener, um sie zu analysieren. Die Texte von THE OLD WIND sind splitternackt und klar. Es war ein Prozess für mich, diese Texte zu schreiben, sie basieren einfach auf Bildern, die ich in diesen dunklen Tagen in meinem Kopf hatte. Sie decken viele Urgefühle wie Hass, Ekel, Trauer und so weiter ab. Damit es mir möglich war, aus diesem Loch herauszukriechen, musste ich alles an die Oberfläche bringen und es aufarbeiten. Für mich war es wichtig, alles herauszulassen, ich musste mich selbst diese rohen Gefühle wie heftigen Hass spüren lassen, darin verweilen, abhaken und weiter gehen. Wenn man diese dunklen Gedanken an die Oberfläche bringt, wird alles zu einem Kampf, ein Kampf den man gewinnen muss, um die Kontrolle zu erlangen. Das ist ein sehr wichtiger Konflikt. Ich musste auf die harte Tour lernen, dass man nicht einfach die Augen schließen und sich die Erlösung wünschen kann wie eine Neugeburt, bei der alles vergessen und vergeben ist.

In den letzten Jahren hast du dich auf dein Tattoo-Studio konzentriert. War diese Arbeit eine Alternative für das Musikmachen, vor allem wenn man ein Studio aufbaut und eine Familie hat?

Ich habe mein Studio seit fünfzehn Jahren und ich habe stets das Musikschreiben mit dem Zeichnen kombiniert. Auch wenn es zwei verschiedene Kunstformen sind, haben sie dieselbe Höhe an Kreativität. Während meiner Missbrauchsjahre waren beide Leidenschaften getrübt, ich hörte für drei Jahre sogar ganz auf, Musik zu schreiben. Die Arbeit im Tattoo-Studio musste natürlich weiter laufen, aber die Ambitionen waren sehr gering. All meine Energie und mein Fokus lagen auf den Drogen. Das kontrollierte mich für viele Jahre. Als der Wendepunkt kam und ich begann mich aus dem Elend wieder auszugraben, kam die künstlerische Kreativität langsam wieder zurück. In den fünf Jahren seit meiner Genesung bin ich wieder voller Leidenschaft für beide Kunstformen. Meine Familie ist in vielerlei Hinsicht sehr künstlerisch veranlagt und es ist großartig, die Möglichkeit zu haben, mich künstlerisch mit ihnen auszutauschen.

Was ist der künstlerische Unterschied zweischen der Arbeit als Musiker und Tätowierer? Musst du weniger Kompromisse eingehen, wenn du Musik schreibst?

Nun, der Unterschied ist für mich, dass die Musik, die ich schreibe, immer eine Story, einen starken Bezug zur Realität hat. Meine Zeichnungen haben nicht immer eine Bedeutung, sie können manchmal einfach nur pure Ästhetik sein, aber beide Kunstformen entstehen durch die Einflüsse. Ich versuche in keiner dieser Angelegenheiten Kompromisse einzugehen, ich weiß, wie die Dinge aussehen sollen, und danach strebe ich.

 THE
Das Artwork zu Feast On Your Gone.

Feast On Your Gone ist ein episches Album, es ist sehr doomig und heavy, hat keinen Bedarf an schnellen Momenten, es ist eher ein Doom-Album als ein Hardcore-Album. Wurde es durch Zufall so langsam?

Doom, Hardcore, Prä-, Post- oder was auch immer. Ich mochte noch nie Genres. Ich mag Musik die ich fühle, Musik die mich auf verschiedenen Ebenen berührt, Musik die Wirkung auf mich hat und mich die Wahrheit sehen und spüren lässt. Auf Feast On Your Gone wollte ich ein Gefühl erzeugen, mein Gefühl und meine Wahrheit, basierend auf den Bildern, die ich während des Schreibprozesses sah. Der einfachste Weg, mit dem ich dies erreichen konnte, war, auf langsame und mühevolle Art im Schmerz zu verweilen. Mein Geisteszustand erzeugte die Wege auf diesem Album.

Die Musik ist sehr düster und rau, aber inmitten aller Dunkelheit gibt es ein paar Momente, die wie ein Licht am Ende des Tunnels klingen. War es Absicht, einen abschließenden Eindruck zu hinterlassen, dass nicht alles nur negativ ist?

Feast On Your Gone ist eine Reise durch eine verzweifelte Seele, es ist eine kalte, rohe und ungeschnittene Geschichte, die erzählt werden musste, und für mich hatte der Schaffensprozess auf therapeutischer Ebene auch eine positive Seite. Aber die lichten Momente, wie du sie beschreibst, sind die Stellen, wenn ich den Hass beiseite stelle und Trauer und Schmerz umarme und nach Erlösung rufe. Das sind die Momente, in denen ich mich für mich selbst entschädige. Obwohl dieses Album viel Hass und Ekel beinhaltet, gibt es auch Trauer und Kummer. Ich kämpfte damals mit großer Schuld und tue das immer noch.

Woher nahmst du die musikalische Inspiration? Gab es vielleicht ein paar neuere Bands, die dich für Feast On Your Gone inspirierten?

Während ich dieses Album schrieb, war meine Inspiration meine eigene Geschichte, meine eigene Wahrheit. Der Arbeitstitel für Feast On Your Gone war Images And Tones Of Broken Bones und im Prinzip stammt alle Inspiration aus den Bildern, die ich während dieser Jahre in meinem Kopf erschuf. Anfangs wollte ich das Album Words To An Image nennen, aber durch die ganze Dunkelheit, Verzweiflung und den extremen Hass bekam es den grammatikalisch inkorrekten Namen Feast On Your Gone. Eine andere Phrase dafür wäre Good Riddance, was die gleiche Bedeutung hat. Es beschreibt das Gefühl, das man hat, wenn man etwas Schlechtes hinter sich lässt und sich ungezwungen und ruhig fühlt. Es gibt einige Bands, die kürzlich und in der Vergangenheit meine Aufmerksamkeit erregt haben und das ist vor allem instrumentale Musik. In letzter Zeit hörte ich unter anderem YEAR OF NO LIGHT, PG. LOST und WOVENHAND. Textlich interessiere ich mich momentan für alte Schriften über nordische und germanische Mythologie und sogar die Bibel.

Von In Fields hin zu Reign haben die Songs alle ein ähnliches Feeling. Wäre das Album länger geworden, wäre es zu eindimensional. Ist dies der Grund, warum Feast On Your Gone so kurz ist?

Sagen wir es so, hätte ich das Bedürfnis gespürt, ein Album zu schreiben, das zwischen allen Dimensionen mit Dynamik und unterschiedlichen Stimmungen schwankt, hätte ich das getan. Feast On Your Gone ist kein erfreuliches Album, es ist der absolute Zusammenbruch, die Apokalypse, eine kalte und dunkle Reise durch die Verzweiflung, aus der es keinen anderen Ausweg gibt als einen harten Kampf durch den langen Weg des Ekels sowie das Hausen im Schmerz und im Dreck. Es gibt auf jeden Fall einen Grund, warum mein Album so geschrieben wurde, und die Länge ist so ziemlich das, was ich ertragen kann. Und wenn es schon für mich schmerzhaft ist, sehe ich keinen Grund darin, die Hörer durch mehr von meinem Dreck zu ziehen, wie ich es eh schon tue mit diesen 35 Minuten aus reinem Schmerz. Genug ist genug.

Das bringt mich zur nächsten Frage: Hast du noch Lieder aufgenommen, die du auf Feast On Your Gone nicht verwendet hast? Wenn ja, was wird damit geschehen?

Es gibt noch einige Aufnahmen, die keine fertigen Songs sind, und ich werde vermutlich nichts davon für eine mögliche Fortsetzung verwenden, da Feast On Your Gone in einem speziellen Seelenzustand geschrieben wurde. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich mich bereit fühlen werde, ein neues Album zu schreiben, werde ich bestimmt eine andere Vorgehensweise wählen. Aber es wird immer noch die Wahrheit sein. Ich spiele jeden Tag Gitarre, arbeite an der Ästhetik der Riffs und experimentiere mit unterschiedlichen Tunings.

Du hast das Album im Alleingang geschrieben und aufgenommen. Ist das auch ein Grund, warum die sechs Songs so ähnlich sind?

Feast On Your Gone ist reine Agonie und so zieht es sich komplett durch. Es gibt keine Erkundung der unterschiedlichen Dimensionen in der Seele, nur die des tiefsten und dunkelsten Ortes darin. Das und die Art, wie ich Musik schreibe, ist der Grund, warum die Platte so klingt, wie sie klingt. Leben in einer qualvollen Dunkelheit in schmerzlicher Monotonie.

Wie liefen die Aufnahmen ab? Hast du ohne große Pläne etwas zu veröffentlichen aufgenommen, und plötzlich wurde da etwas Ernstes daraus? Wie lange dauerte all das?

Ich fing vor drei Jahren an, die Musik zu schreiben, aus rein therapeutischen Gründen, ohne die Absicht ein Album zu machen. Nachdem ich ein bisschen im Prozess drin war, spürte ich, dass ich klar meine Bilder an die Oberfläche bringen und sie in Tönen und Worten zeigen konnte. Dann entstand die Idee für eine Platte. Anfangs nahm ich die Songs bei mir zu Hause auf, zwei Jahre später nahm ich das Projekt im Studio eines Freundes in meiner Heimatstadt nochmals anständig auf. Schließlich mischte und masterte ein Freund von mir namens Karl Daniel, der live auch Schlagzeug spielen wird, Ende 2012 Feast On Your Gone. Ich würde sagen, vom Anfang bis zum Ende habe ich vermutlich mental und physisch vier bis fünf Jahre an diesem Projekt gearbeitet.

Als Liveband werden THE OLD WIND mit drei Gitarristen auftreten. Wird die Musik dadurch mehr Details haben?

Das Album wurde mit drei Gitarrenspuren aufgenommen und deshalb werden wir live auch drei Gitarren haben. Die Riffs werden ein wenig unterschiedlich gespielt, aber nicht viel. Ich will das Album so zeigen, wie es aufgenommen wurde. Eine der Gitarrenspuren ist nur eine kleine Änderung einer anderen Spur, etwas das die wenigsten in der Menge hören werden, aber es erfüllt den Zweck Atmosphäre, Untertöne und Charakter zu erzeugen.

Im Artwork steht Hail The North – ist das eine Art Lokalpatriotismus? Lebst du gerne in Lulea, und warum? Oder ist der Norden ein Ort im Herzen eines jeden, der Platz wo es kalt und einsam, aber wunderschön ist?

 THE
Das Backcover zu Feast On Your Gone.

Ich wurde im Norden geboren und wuchs dort auch auf. Der nördliche Teil Schwedens ist einer der schönsten Flecke, die ich je gesehen habe, auch wenn ich ihn manchmal hasse. Für mich ist das auch ein Ort der Kontraste, zwischen ruhiger Gelassenheit und kalter, chaotischer Dunkelheit. Der Norden ist für mich eine Stätte, wo ich die Dinge klarer sehe und sich die Wahrheit offenbart, wenn ich danach frage. Es ist auch ein Ort, wo man die Einsamkeit findet, wenn man sie sucht, und das ist oft wichtig, weil es dir Zeit zum Reflektieren und Nachdenken gibt. Auch wenn hier sieben Monate lang Kälte und Dunkelheit herrschen, sehe ich es immer noch als warmen und ruhigen Platz, einfach weil dort die sind, die mir am liebsten und nächsten sind, meine Familie und Freunde. Die Landschaft und die Kontraste, die es dort gibt, sind gut für eine künstlerische Seele.

Wie kam die Zusammenarbeit mit PELAGIC RECORDS? Stieg ihr Labelboss Robin vor oder nach dem Vertragsabschluss ein?

Ich kenne Robin von früher. Er kontaktierte mich vor Jahren, weil er wollte, dass ich einen Gastauftritt auf deren Album Aeolian machte, wo ich schließlich bei einigen Songs sang. Wir haben auch ein paar Liveshows zusammen gespielt, wo wir auch zwei BREACH-Songs spielten, das hat Mordsspaß gemacht. Es war auch das erste Mal seit vielen Jahren, dass ich wieder live auftrat. Bisher war ich schon Gastmusiker auf einigen THE OCEAN-Alben. Ich sprach mit ihm wegen der Veröffentlichung von Feast On Your Gone auf seinem Label, danach wuchs die Idee von Auftritten in mir, also fragte ich ihn, ob er interessiert daran sei, Teil von THE OLD WIND zu werden, weil ich fand, dass er perfekt passen würde, sowohl als Labelboss als auch als Musiker. Trotz seines straffen Zeitplans mit THE OCEAN freute er sich, Teil von uns zu sein.

Wie war es mit den anderen Livemusikern? Hast du sie gefragt, weil du sie von den guten alten Zeiten her kennst? Kam Karl Daniel in die Band, weil er das Album abgemischt hat?

Als die Idee für THE OLD WIND geboren wurde, ging es nicht darum eine neue Band zu gründen – das kam mir Anfangs gar nicht in den Sinn. Ich musste den Prozess alleine abschließen, es handelte sich um meine Dämonen und es ging um meine Art, sie zu beherrschen. Aber während der Aufnahmen spürte ich, dass ich das auch live ausdrücken wollte und zu dieser Zeit begann ich damit, Leute anzurufen, mit denen ich arbeiten wollte, und dazu gehörten auch einige alte Bandkollegen. Mit ihnen hatte ich noch engen Kontakt in all den Jahren, fern der Musikszene. Karl Daniel und ich besprachen die Liveparts während dem Mix und da er selbst ein Schlagzeuger ist, auf den ich aufblicke, bat ich auch ihn, dem Projekt live beizutreten. Der Arbeitsprozess als Band hat gerade begonnen und die Proben werden Anfang Mai beginnen. Wir alle leben in unterschiedlichen Städten und Ländern, daher müssen wir vorausplanen, um alles organisieren zu können. Auch wenn wir nach BREACH mehr oder weniger in Kontakt miteinander standen, werden wir einiges nachholen müssen. Türen müssen geschlossen werden und andere werden geöffnet werden.

THE OLD WIND klingt nach einer Liveband, auch wenn es als Soloalbum aufgenommen wurde. Gibt es schon Tourpläne?

Wir planen diesen Zug Mitte oder Ende Juni zum Laufen zu bringen. Konzerte wird es sicherlich geben, aber wie viel wir unterwegs sein werden, ist noch nicht entschieden. Ich spüre jetzt, dass dieses Projekt live gespielt werden muss, und ich bin aufgeregt! Es wird schwer werden, nackt und enthüllend, aber das Wichtigste ist es, dem Publikum die Wahrheit zu zeigen, meine Wahrheit.

Tomas, danke für das aufrichtige Interview. Wenn du noch etwas loswerden möchtest ist hier die Gelegenheit.

Hail TOW.

THE

English version

Why did you form a new band and not just label it as a BREACH-Reunion? You might have gained more attention.

THE OLD WIND is neither a prequel nor a sequel, THE OLD WIND is not a BREACH reunion although I hold BREACH deeply in my heart, it´s a closed chapter and I/we have moved on. Even if THE OLD WIND comes from the same wound as BREACH, it is a totally different thing. THE OLD WIND for me comes from a different state of mind, a totally different chapter, it is another process with a complete different approach, and if your vision and mind are clear, you would be able to see and feel so. And I did not go deep into my mind, saw the images, put words and tones to it to get attention, it was pure therapy. This is my truth and my interpretation of a poisoned mind embraced by the dark and cold filth.

You started THE OLD WIND when you have been in need for therapy – in between all those years after the split of BREACH, was this the first time that you really needed to unleash your negative side?

Well, after BREACH I felt a void, a painful emptiness, and that hole had to be filled up with something. Unfortunately that void was filled up with a heavy drug and alcohol abuse, dark and dirty surroundings and people. So the negative and filthy side of me arose and I started to develop a lot of primal thoughts and feelings that with the addiction drained me of everything that I thought was good in me. When hate took over my soul, I really lost control, and all focus was blurred with pitch black darkness, and that´s not a pleasant place to be. During this period in my life, I had good people around me, my family! But I was too possessed to see it. My family have been a big support during my recovery, and I owe them my life for that. Today I am focused and I see things clear.

At least the lyrics are quite direct and really dark. Were they also a part of some healing process? Like facing some demons?

Indeed, lyrically it´s a different approach than I used to take before, with BREACH the lyrics where more metaphorically, much more open for analysis. THE OLD WIND-lyrics are bare naked and clear. It was a process for me writing the lyrics, they are basically based on images that I´ve had in my head during those dark days. It covers a lot of primal feelings: hate, disgust, grief, etc. And to be able to crawl out of the hole I was stuck in, I had to bring everything to the surface and process the hard truth. It was important for me to let everything out, I had to let myself feel primal feelings like severe hate, dwell in it, process it and move on. When you bring those dark thoughts to the surface, everything becomes a battle, a battle you have to win to gain control. It is a struggle but a very important one to fight. I have learned the hard way that you can´t close your eyes and wish for redemption, a new birth with everything gone and forgotten.

You focused in the last years on your tattoo-studio. Did this kind of artistic work serve as an alternative to making music, especially when you build up your own studio and have a family?

I had my tattoo studio for 15 years now and I have always combined the music writing and the drawing although they are two different art forms, but hold the same height of creativity. During my abusive years, both my passions were clouded, I even stopped writing music for almost three years. The work in the studio had to keep moving on but I did it with very low ambitions. All my energy and focus was towards the drugs. It controlled me for many years. When the turning point came and I started to dig my self out of the misery, the artistic creativity slowly started to come back to me, and now, five years into my recovery, I am filled with passion for both art forms. My family is very artistic in many ways, and it is great to finally be able to share the art with them again.

What is the difference between creating art as a musician and as a tattoo-artist? Are there less compromises when creating music?

Well, the big difference for me is that my music writing always has a story, a strong connection to reality. My drawing doesn´t always have a meaning, it can sometimes be pure esthetics, but again, both art-forms come with impact. I try not to compromise in any of those matters, I know the way I want things to turn out, and that is what I always strive for.

(c)Feast On Your Gone is an epic album, it is really doomy and heavy with no need for fast moments; it is more a Doom-record than a Hardcore-record. Did it become so slow by accident?

Doom, hardcore, pre- or post whatever… I never liked genres, I like stuff that makes me feel, music that moves me in different ways, music that affects me and makes me feel and see the truth. With Feast On Your Gone I wanted to create a feeling, my feeling and my truth based on the images I had inside during the writing process. The clearest way I could get it out was in a slow, grinding, I dwell in pain kind of way. My state of mind created the paths on this album.

The music is really bleak and raw but in between all this darkness, there are some moments that sound like the light at the end of a tunnel. Was it intentional to have a last impression that isn’t only negative?

Feast On Your Gone is a journey through a mind in despair, it is a raw, cold and unedited story that needed to be told, and for me the writing process has actually been a positive thing therapywise. But the few moments of light, as you describe it, are the parts when I set aside the hate and embrace the grief and the sorrow and the cries for redemption. Those are the parts when I make amends with myself. Although this album contains a lot of hate and disgust, there is also sadness and grief. I have struggled with a lot of guilt and still do.

Where do you draw inspiration from? Are there some newer bands that inspired you for Feast On Your Gone?

Writing this album, my inspiration has been my own story, my own truth. The working name on Feast On Your Gone was Images And Tones Of Broken Bones, and basically all inspiration was drawn from my images that I had created in my head during those years. At first I was going to call the album Words To An Image but in line with all the darkness, desperation and extreme hate it ended up with the name Feast On Your Gone which is a sentence that is grammatically incorrect. Another phrase for it would be Good riddance which has the same meaning, it describes the feeling you get when you get rid of something bad and finally can feel at ease, embrace the calm. There are bands out there that definitely have caught my attention now and in the past, especially instrumental music, but recently I have listened to bands like YEAR OF NO LIGHT, PG. LOST and WOVENHAND among others. Lyrically I seem to get interested in old scripts about Norse mythology, Germanica and even the Bible.

From In Fields to Reign, the songs all have the same sort of feeling. If the album would have been longer, it might have turned out too one-dimensional.

Let´s put it this way: if I felt the need to write an album that traveled through all dimensions with dynamics and different vibes, I would have done so. This is not a pleasant album! This is the absolute breakdown, the apocalypse, the cold and dark journey in despair, and there is no other way out than a hard struggle through the long path of disgust and to dwell in the pain and filth. There is definitely a reason why the album is written this way, and the length of it is pretty much what I can bear. And if it is painful for me, I don´t see the reason to drag the crowd through more of my filth than I already do with almost 35 minutes of sheer pain. Enough is enough.

This leads to the following questions: Did you record some songs that you didn’t use? If yes, what will happen to them?

There are a bunch of recordings that didn´t turn out to be finished songs, and I will probably not use any of that material for a possible sequel since this album was written in a special state of mind. By the time I feel ready to write a new album, I will for sure have a different approach to it, but it will still be the truth. I do play my guitars everyday, working on esthetics on riffs and experiment with different tunings.

You wrote and recorded the album all by yourself. Is this the reason for the having six songs that follow the same style?

Feast On Your Gone is pure agony, and it is so all the way through. There is no exploring the different dimensions in ones mind, only the most deep and dark places there are. That and the way I write music is the reason why the album sounds like it does. Dwelling agonizing darkness in a painful monotony.

How about recording? Did you start recording without any big plans to release the music and all of a sudden it was a serious thing? How long did it all take?

I started to write the music for Feast On Your Gone three years ago in a therapeutic purpose not intended to be an album. After a bit in the process I felt that I could clearly get my images to the surface and show them in tones and words, and that´s when the idea of an album came to life. At first I recorded the songs at my home, two years after that I took the project to a friend´s studio in my home town and recorded it properly. Then a friend of mine, Karl Daniel, who will also play the drums live, mixed and mastered the album late 2012. I would say that from start to finish I have probably worked on this project both mentally and physically four to five years.

As a live band THE OLD WIND will feature three guitarists. Will the music perhaps receive more focus on detail now?

The album is recorded with three guitar tracks, and that´s why i will use three guitars live. The guitars will be played slightly different live but not much. I want to show the album live as it is recorded. One of the guitar tracks is just a tiny changed variation of another track, stuff that a lot of the crowd won´t hear, but it fulfills a purpose regarding creating an atmosphere, undertones and character.(c)

In the artwork you can read the words Hail the North. Is this some kind of local patriotism? Do you love to live in Lulea and why? Or is the North a place in everybody’s heart, the place where it is cold and lonely, but beautiful?

I was born and raised in the North. The northern part of Sweden is one of the most beautiful places I have seen although I hate it sometimes. The north is also for me a place with contrasts, calm and serenity / cold chaotic darkness. The north is a place for me where I can see things clear and the truth reveals itself as long as I ask for it. It is a place where you can find loneliness if you seek for it, and loneliness is an important thing to have sometimes, it gives you time to reflect and think. Even though we have seven months of cold and darkness, I still see it as a warm and calm place just because I have my nearest and dearest up here, my family and friends. The landscape and the contrasts you will find up here are a good thing for an artistic mind and soul.

How did you team up with PELAGIC RECORDS? Did Robin join you before or after the signing?

I know Robin from before. He contacted me years ago wanting me to do a guest appearance on their album, that ended up with me singing on a couple of songs, and we also did a couple of shows live together which was super fun. We also did two BREACH-songs live and we really had a good time, and it was the first time in many years I performed on stage. I have been a guest on a couple of THE OCEAN´s albums by now. It was after we talked about him releasing Feast On Your Gone on his label the idea of playing live started to grow in my mind, and I asked him if he would be interested to be a part of THE OLD WIND, I thought he would be a perfect fit for the project, both as a record label owner and a musician. And although he has a tight schedule with THE OCEAN, he was glad to be a part of it.

What about the other guys, did you ask them as you knew them from the good ol´ times? Did Karl Daniel join because he was involved in the mixing process?

When the idea of THE OLD WIND was born, it wasn´t meant to be a new band, that was never in my mind in the beginning. I had to go through this process alone, it were my demons and my way to cope with them. But during the recording sessions I felt that I wanted to express it live to give it justice, and that´s when I started to contact people that I wanted to work with. And that included a couple of old band mates which I have had close contact with all those years away from the music scene. Karl Daniel and I discussed the live parts during mixing, and since he is a drummer that I look up to, I asked him to join the project live. The working process as a band has just started, and rehearsals will start in early May. As we all live in different cities and countries, we have to plan ahead to get everything organized. Although we all have had contact with each other more or less those years after BREACH, we probably will have a lot of catching up for sure, doors to close and new ones to open.

THE OLD WIND really sound like a live-band, even if it is recorded as a one-piece, so are there any plans for touring yet?

We are very excited to say that we are planning to get this train rolling mid/end of June, shows will be done for sure, how hard we will hit the road is not decided yet. I now feel that this project needs to be done live, and I´m stoked! It will be hard, naked and revealing, but the most important thing for me is to try to show the crowd the truth, my truth.

Thanks for the interview. If there is anything else you´d like to tell, here is your chance.

Hail THE OLD WIND.

Bandpic (c) Lisa Liljedahl / alle anderen Bilder (c) Pelagic Records