THE PHANTOM OF PHOBOS: From a Dead Channel / The Uninvited

THE PHANTOM OF PHOBOS: From a Dead Channel / The Uninvited

Es ist nicht das erste Mal, dass um eine neue Band eine gewisse Geheimniskrämerei betrieben wird. Natürlich wird dadurch die Neugierde geweckt – insbesondere, wenn die Musik entsprechende Qualität hat. Im Falle von THE PHANTOM OF PHOBOS trifft das zu.

Hinter THE PHANTOM OF PHOBOS verbirgt sich ein Quartett aus Finnland, das sich 2015 zusammen gefunden hat und seitdem eine Reihe von Songs digital veröffentlicht hatte. Diese wurden nun zum Debütalbum „From a Dead Channel“ zusammengefasst. Dem nicht genug, wurde die ganz aktuell entstandene EP „The Uninvited“ noch dazu gepackt.

THE PHANTOM OF PHOBOS punkten mit Eingängigkeit und Tiefe

Musikalsich bewegen sich THE PHANTOM OF PHOBOS auf einer Alternative / Progressive Rock / Dark Metal-Bühne. Die Finnen selbst bezeichnen es als „atmospheric sci-fi-metal“. Dies rührt unter anderem daher, dass die Band cineastisch anmutende Sound-Collagen in die Songs mit einarbeitet, wie gegen Ende des sehr guten und eingängigen „Brother Mine“. Auch wenn (nicht nur) dieser Song eine gewisse Schlagseite in Richtung Pop / Mainstream hat, so wirkt es dennoch, als hätten die Tracks noch genügend Tiefe.

„From a Dead Channel / The Uninvited“ hat atmosphärischen Sci-Fi-Charakter

Eine eigene Note erhalten die Tracks auf „From a Dead Channel“ und „The Uninvited“ durch den spacigen Einsatz von Synthesizern, der dem Album eben den gewissen Sci-Fi-Charakter gibt (u.a. in der Cover-Version der „Halloween“ Filmmusik). Hinzu kommt die atmosphärische und mitunter bluesig-jazzige („Dreaming Of Dying“) Ausrichtung der Tracks, welche ein wenig an neuere THE GATHERING und ANATHEMA erinnert.

Guter Gesang zeichnet „From a Dead Channel / The Uninvited“ aus

Zu erwähnen ist sicherlich der gute Gesang von I. Die Frontfrau setzt ihre Stimme variabel, leidenschaftlich und kraftvoll, aber auch geheimnisvoll ein. Weiterhin bergen insbesondere die Refrains großes Mitsing-Potenzial („Of The Undead“). Gerade bei ihr wäre ein Lüften des Pseudonym-Geheimnisses interessant. Aber auch kompositorisch machen THE PHANTOM OF PHOBOS einiges richtig und haben sich bei den orchestralen Arrangements Unterstützung von Mattia Benedetti Vallenari geholt.

THE PHANTOM OF PHOBOS haben mein Interesse geweckt

Mit „From a Dead Channel / The Uninvited“ legen THE PHANTOM OF PHOBOS eine reife Leistung vor. Nicht zulezt deshalb ist davon auszugehen, dass sich hinter dem namenlosen Quartett keine Unbekannten verbergen. Sowohl das Album als auch die EP haben fast durchgehend eingängige und dennoch interessante Tracks parat, die zumindest mein Interesse an der Band geweckt haben.

Veröffentlichungstermin: 05.04.2019

Spielzeit: 58:00 Min.

Line-Up:
I – Gesang
II – Gitarre & Programming
XX – Bass
XIX – Schlagzeug

Gast-Musiker:
Mattia Benedetti Vallenari – Orchestrale Arrangements

Label: Concorde Music Company

Homepage: https://thephantomofphobos.band

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/thephantomofphobos

THE PHANTOM OF PHOBOS „From A Dead Channel“ Tracklist

01. Collide
02. Phobia
03. Brother Mine (Lyric-Video bei YouTube)
04. No Signal (Video bei YouTube)
05. Halloween (Lyric-Video bei YouTube)
06. Made Of Stars
07. Of The Undead (Lyric-Video bei YouTube)
08. Cydonia
09. Counterkarma

THE PHANTOM OF PHOBOS „The Uninvited“ Tracklist

01. The Uninvited (Lyric-Video bei YouTube)
02. Them
03. Dreaming Of Dying

 

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.