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THE JUDAS CRADLE: Too Bad They´re All Dead

Hammerteil. Der Name Metalcore trifft hier im ursprünglichen Sinne seines Namens voll zu, reicht sogar fast nicht mehr aus. Heftig, sehr heftig. Und sehr geil.

Heftig, hasserfüllt, schnell, kraftvoll und mächtig angepisst. So könnte man das beschreiben, was THE JUDAS CRADLE auf ihrem neuen Album „Too Bad They´re All Dead“ abliefern. Ich will hier gar nicht ins Detail gehen, braucht man auch nicht.

Hat mich der Name der Band, sowie der CD noch etwas verunsichert, was durch die ersten Takte (seltsames Intro mit Elektronikspielereien) noch verstärkt wurde, so haben sich doch alle Bedenken spätestens nach den ersten eineinhalb Minuten in Luft aufgelöst und machen einer Euphorie platz, die mich sämtliche Einrichtungsgegenstände in sichere Entfernung bringen lässt, bevor ich lauter drehe und mich mitreißen lasse. Brüllwürfel Clayton Kidd schreit sich die Seele aus dem Leib, kreischt und grunzt aus tiefster Seele, während die restliche Band die Hass-Attacken mit einem derart solidem Krachgerüst untermauert, dass wirklich nichts mehr schief gehen kann. Death Metal, Hardcore, Black Metal, es ist mir wirklich egal was jetzt hier als Einfluss vorliegt. Es ist mir auch völlig egal, wie das Ergebnis nun bezeichnet werden sollte. Schwedische Todesblei-Klänge hört man ebenso raus wie US-HC Riffs. Ruhepausen gibt es keine. Blastbeats und tonnenschweres Hardcore-Riffing dagegen zuhauf. Und das ist gut so.

Ich möchte das nicht als Metalcore bezeichnen, wenn damit vielleicht potenzielle Hörer abgeschreckt werden, die mit einem Großteil dieses Genres nichts anfangen können, aber die Bezeichnung passt hier einwandfrei, denn hier fließt wirklich alles aus allen wichtigen Bereichen des Hardcore und des Metals ein. Immer superaggressiv, ultrawütend, hyperheavy und megabrutal und wenn mir noch mehr Superlativen einfallen würden, würde ich mich nicht scheuen sie hier zu nennen.

Hier können einige abgefeierte Bands, die glauben sie machen Metalcore eigentlich nur noch eins: einpacken. Schwanz einziehen und verpissen oder Abrocken, meine Herren.

Wer behauptet auf harte Musik zu stehen und hier nicht moshend im Zimmer auf und abspringt, der muss wirklich taub sein. Oder tot.

Veröffentlichungstermin: 17.06.2004

Spielzeit: 40:37 Min.

Line-Up:
Clayton Kidd: Vocals

Roger Jacobsen: Guitar

Nick Holinsworth: Guitar

Guy Martin: Bass

Ben Smith: Drums
Label: Alveran Records

Homepage: http://www.thejudascradle.com

Tracklist:
1. You Never Say I Love You Anymore (Hope)

2. The Significance Of One

3. When I Was Little I Used To Write Letters To God

4. I Miss You More On Days That End In Why

5. What To Do When Your Van Breaks Down In Oregon

6. It`s Hard To Talk With A Gun In Your Mouth

7. Jakob The Liar

8. If These Walls Could Talk

9. We Are All Statistics. We Just Haven`t Died Yet.

10. A Severe Case Of Writers Block