SCREAM4: Beatdetective

Ein Wunder, dass dieses Album nicht 44:44 lang ist – bei dem hohen Drummernerdfaktor!

SCREAM4 machen Musik für Nerds. Schlagzeugnerds. Die von der ganz üblen Sorte. Die, deren Horizont nicht bei Paradise City aufhört – schlagzeugtechnisch jetzt. Im bernerischen Zollikofen spaltet das Trio also ein Schlagzeug in drei Teile und dann darf jeder gewisse Parts davon übernehmen und sich auch live als Beatdetective betätigen.

Das gleichnamige Album hört sich meistens so an, als würde man sich einfach die Drumlines zu einem interessanten, abwechslungsreichen Metalalbum im Studio anhören. Wesentlich spannender als der übliche Drumsoundcheck ist es auf jeden Fall, wenn die Schweizer von SCREAM4 Stücke von LAMB OF GOD, HATEBREED, UNEARTH, CHIMAIRA, DREAM THEATER und CYPRESS HILL zerpflücken und als Inspirationsquelle brauchen. Richtig reizvoll wirds, wenn CORONER auf THE PRODIGY trifft – so geschen in Ice Tea. Alles gut gespielt, keine Frage.

Aber eben – SCREAM4s Beatdetective bleibt Musik von Schlagzeugern für Schlagzeuger. Als Bassist will man instinktiv zum Instrument greifen und mitspielen. Ohne Instrument zur Hand kann Beatdetective bei Nicht-Drummern allerdings zu akuten Herz- und Kreislaufstörungen führen – oder einfach nerven. Die Empfehlung zum Auschecken geht also nur an diejenigen raus, die nicht schlafen können, wenn sie ihre Sticks nicht in Händen halten…

Veröffentlichungstermin: 28.05.2009

Spielzeit: 40:03 Min.

Line-Up:
Chris B: Bass
Hak: Toms, Bells, Cymbal
Tek The Machine: Snare, Hi-Hat, Cymbal

Produziert von Stefan Schroff
Label: Kunz Sound Corp.

Homepage: http://www.scream4.ch/

MySpace: http://www.myspace.com/scream4band

Tracklist:
4. Scream4 (Intro)
5. Lamb Of God
6. Brutality
7. Unearth
8. Sacrament
9. Pendulum
10. Ice Tea
11. CC
12. Tomsen
13. Cry
15. Evergreen
16. Pantera