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PANYCHIDA: Paganized

PANYCHIDA: Paganized

Die Zeiten, in denen Bands nur am Kneipentisch, nach einem Konzert oder in der Schule gegründet wurden, sind definitiv vorbei. So geben die Tschechen PANYCHIDA das World Wide Web als ursprünglichen Bandtreffpunkt anno 2001 an – musizieren tun die Tschechen dann allerdings wieder auf die herkömmliche Art und ohne überdrehten Elektronikspielereien. Stattdessen kredenzt man angeschwärzten Pagan Metal und garniert diesen mit Geflöte und Dudelsackklängen. Dieser kommt im soundtechnischen Bereich des Debüts Paganized nicht unbedingt optimal zur Geltung, da der Mix unausgewogen ist und der furztrockene Plastikdrumsound toter ist als ein fünfmalig überfahrenes Reh auf der Waldstrasse.

Musikalisch liegt bei PANYCHIDA ebenfalls noch einiges im Argen. Während die Saitenfraktion solide ihr Programm herunterspult und hierbei gerne die neueren Zeiten von IMMORTAL oder auch FINNTROLL zitiert, hinterlässt das Drumming wegen teilweise mangelnder Präzision einen negativen Eindruck. Gar keinen Eindruck hingegen macht der lasche Kreischgesang, der saftlos am Hörer vorüberzieht. Dasselbe gilt dann leider auch für die dargebotenen Songs, denen es einfach noch an der nötigen Klasse fehlt, selbst wenn die Bläserfraktion kompetent agiert und nicht nur in She Was The Water Erinnerungen an KORPIKLAANI oder IN EXTREMO heraufbeschwört, ohne in fröhliche Humppa-Gefilde zu driften. Das Problem liegt allerdings im Gesamtbild von Paganized: Es scheint, als hätten PANYCHIDA einfach mal alles ein bisschen ausprobieren wollen, aber halt nichts richtig.

Was letzten Endes bleibt, ist ein noch durchwachsenes Pagan Metal-Debüt. Besinnen sich PANYCHIDA in Zukunft allerdings mehr auf ihre Stärken in der Bläserfraktion, könnte man mit der Mischung IN EXTREMO goes Pagan Metal bei den Tuten- und Flötenfans sicherlich für Freude sorgen. Vorerst muss sich Paganized jedoch von den genannten Bands sowie Genrevertretern wie ELUVEITIE geschlagen geben.

Veröffentlichungstermin: 30.06.2007

Spielzeit: 38:21 Min.

Line-Up:
GHM: Vocals, Lyrics
Sinneral (Ex-SCYTHE, Ex-TREPANATION): Gitarren, Programmierung, Samples
Talic: Bass
Honza: Gitarren, Drums

Gastmusiker
Helca: Flöten, Dudelsack
Lukas: Chöre
Label: Folter Records

Homepage: http://www.panychida.com

Email: sinneral@seznam.cz

Tracklist:
1. Well, come in… (Intro)
2. Final Donation To The Oath
3. Dream About The Roaring Sky
4. … When Drums Of War Will Sound
5. She Was The Water
6. Beneath The Gate Of The Sempiternal Bliss
7. Running Out Of Rules
8. Pageant Of The Eternal Ones
9. Elite Unit
10. Deceased Under The Splendour Of Stars
11. Draci Usvit (Bonustrack)