JOHNFISH SPARKLE: Johnfish Sparkle

JOHNFISH SPARKLE: Johnfish Sparkle

Klar, auch Italien hat mittlerweile den Retro-Rock für sich entdeckt. Nach vier Jahren JACKYL JAIL haben sich Basser Dave und Drummer Rob mit Al Serra zusammengetan, um noch etwas tiefer in die 70er einzutauchen. Nun wollen JOHNFISH SPARKLE mit ihrem Debüt durchstarten.

Ob das so einfach wird, ich weiß ja nicht. JOHNFISH SPARKLE machen eigentlich alles richtig. Mit sehr bluesigem Unterton treffen die Italiener genau den Zeitgeist, Bands wie BLUE CHEER, BUDGIE, FOGHAT und viel LED ZEPPELIN sind allgegenwärtig. Wenn man mit reichlich Jam-Touch in lange Soloparts driftet, dann kommt schnell mal Alvin Lee/TEN YEARS AFTER-Stimmung auf. Der warme Sound klingt echt, lässt aber ein wenig Bums vermissen. Die Songs sind einfallsreich arrangiert und toll gespielt, aber auch da fehlt der eine wichtige Song, der ewig im Kopf hängen bleibt. So dümpelt das Debüt von JOHNFISH SPARKLE etwas an einem vorbei, ohne groß Aufmerksamkeit zu erregen oder Popo zu treten, wie es so manche Kollegen zum Beispiel aus Skandinavien so elegant hinkriegen. Aber, meine Damen und Herren, die Band ist nicht umsonst bei Transubstance Records gelandet. Hört man genauer hin, gern etwas lauter, dann fällt auf, dass JOHNFISH SPARKLE weitaus mehr nach den Bands klingt, mit denen mich mein Hippie-Kumpel damals zur Musik brachte, als meine Schulfreunde noch draußen Winnetou jagt Cowboy gespielt haben. Setzt man sich entspannt mit einem … ähem … Kräutertee zurück und lässt sich auf die Songs und die Atmosphäre ein, dann entfaltet die Scheibe eine Ausstrahlung, die jeden Althippie das Herz erwärmt. Wer bei Retro-Rock an Party und fröhlichen Rock`n´Roll denkt, dem klingen JOHNFISH SPARKLE wohl zu lahm und fade. Wem die betont energischen Retro-Bands aus Schweden und Co. zu unauthentisch klingen, der findet hier die echten 70er.
Für echte Hippie-Rocker ein Tipp, für Wochenend-Retrorocker eher etwas lahm.

Veröffentlichungstermin: 25.03.2009

Spielzeit: 41:08 Min.

Line-Up:
Al Serra – Vocals, Guitar
Dave Perilli – Bass
Rob Gasoline – Drums

Produziert von Johnfish Sparkle
Label: Transubstans Records
MySpace: http://www.myspace.com/johnfishsparkle

Tracklist:
1. Freedom at last
2. Feelin´ down
3. Hey man
4. We never know
5. Tale of a lonely man
6. How many miles?
7. Down in Mexico
8. Mr. Window
9. Dance into the fire

Frank Hellweg
Frank (“WOSFrank”) ist seit 2002 bei vampster und alt genug, um all die spannenden Bands live gesehen zu haben, als die selber noch jung und wild waren! Er kümmert sich um Reviews, News und andere Artikel sowie um interne Hintergrundarbeit. Lieblingsbands: TROUBLE, CANDLEMASS, BLACK SABBATH, SWALLOW THE SUN. Genres: Doom, Stoner, Classic/Retro/Hard Rock, US/Power Metal, Southern/Blues Rock, Psychedelic/Progressive Rock, Singer/Songwriter.