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DESTINATION VOID: Xibalba [Eigenproduktion]

Eine toll aussehende Death Metal-Eigenproduktion, bei der die Musik mit dem Drumherum nicht so recht mithalten kann.

DESTINATION VOID wollen es wissen. Immerhin sieht ihr Debütalbum Xibalba, das nur anderthalb Jahre nach der Bandgründung erschien, nicht nach einem Demo aus. Die fünf Death Metaller aus Wien haben sich außerdem Mühe gegeben ein Album zu schreiben und aufzunehmen, das internationalen Standards entspricht, aber nicht immer Erfolg damit. Hilfe haben sie sich von Martin Schirenc geholt, der Xibalba aufgenommen und gemischt hat, so dass das Endergebnis auch anständig klingt. Aber das sollte man auch von Musikern erwarten, die schon seit zwanzig Jahren aktiv sind. Deshalb ist es auch ein wenig enttäuschend, wie unspektakulär DESTINATION VOIDs Musik klingt.

Denn die ist recht unspektakulär, hier wird altmodischer Death Metal gespielt, der auf anspruchsvollen, aber nicht zu komplexen Riffs basiert und mit genügend Grooves und Blasts ein ausgewogenes, abwechslungsreiches Bild bietet. Allerdings gibt es krasse Tempobrüche und -schwankungen in den Songs, die den Drive aus der Musik nehmen. Dazu passt auch, dass die Riffs teilweise recht dissonant und chaotisch wirken, weshalb einige Songs wie Saviour sich nicht so wirklich beim Hörer festsetzen wollen. Ansonsten ist diese Mischung aus ATROCITY zu Zeiten von Todessehnsucht, etwas MALEVOLENT CREATION und einer Prise weniger komplexer und brutaler, alter CRYTOPSY recht routiniert und brauchbar. Schlecht gemacht sind Stücke wie Cosmogenetics – hallo OBSCURA -, Millennuim Of The Damned, Machinery und das thrashige Destination Void aber nicht. Um einen wirklich guten Deal an Land ziehen zu können, reicht das allerdings nicht.

Es wäre zu krass, DESTINATION VOID das Urteil Außen hui, innen Pfui zu verleihen, auch angesichts der beachtlichen Gitarrenarbeit, dem kreativen Drumming und dem kräftigen Gegrunze. Aber aus der Masse sticht Xibalba eben rein gar nicht heraus. Was nicht heißt, dass Freunde von altmodischem Death Metal hier nicht hinhören dürfen. Potenzial ist vorhanden – also wer weiß, vielleicht ballert in nicht allzu ferner Zukunft, vor dem Ende der Welt, das die fleißigen Österreicher DESTINATION VOID besingen, Album Nummer zwei diesen Erstling in Grund und Boden.

Veröffentlichungstermin: Dezember 2009

Spielzeit: 43:15 Min.

Line-Up:
George Wilfinger – Vocals
Johnny Patrascu – Lead Guitar
Alin Kalam – Rhythm Guitar
Mike Fischer – Bass
Gregor Schmidt – Drums

Produziert von Martin Schirenc und DESTINATION VOID
Label: Eigenproduktion
MySpace: http://www.myspace.com/destinationvoid666

Tracklist:
1. Episodes Of A Kill
2. Cosmogenetics
3. The Paradigm Shift
4. Saviour
5. World In Pieces
6. Millennium Of The Damned
7. Black Sun Halo
8. The Maze
9. Machinery
10. Destination Void