BULL ELEPHANT: Created From Death

BULL ELEPHANT: Created From Death

Im Vorjahr erwies sich das selbstbetitelte Debütalbum von BULL ELEPHANT als eine der größten Überraschungen für mich. Ein gutes halbes Jahr später steht mit „Created From Death“ bereits der Nachfolger ante portas. Und dieser schließt sowohl musikalisch als auch konzeptionell an den Vorgänger an.

So wird die von H. P. Lovecraft inspirierte Geschichte rund um einen verhexten untoten Elefantenbullen fortgesetzt. Auch kommt es zu einem Wiedersehen mit der Ahnenerbe SS-Garde, wobei die Geschichte zunehmend dem Bereich der überzogenen Fantasie zuzuordnen ist. Mag heißen, es gibt eine Nazi-Zombie-Armee, einen abtrünnigen Affen, der den Elefantenbullen, der nun als wiederbelebter Mensch in Erscheinung tritt, großzieht usw. usf.

„Created From Death“ ergibt im Gesamtkontext Sinn

Aufgrund der zugrunde liegenden Geschichte liest und hört sich das Album ganz eigen an. Selbst wenn Tracks wie das tänzelnde „Oneiromantic Rites“ lose für sich gesehen mau wirken, so machen diese ruhigeren Momente durchaus Sinn im Gesamtkomtext der Story. Auch gibt es wieder ein mehrseitiges Booklet mit den Lyrics und zugehörigem Artwork.

Bei BULL ELEPHANT regiert die Genre-Vielfalt

Die Parallelen zum Erstlingswerk des anonymen Kollektivs aus England sind aber auch musikalisch gegeben. Bereits der hochklassige Opener „Created From Death“ schließt nahtlos an den ebenfalls hervorragenden Schlusstrack „Dread Reactor“ vom Debütalbum an. Insbesondere die zwischen Death-Doom-Elementen eingebetteten High-Speed-Passagen mit hohem Geschrei wissen zu begeistern. Hinzu gibt es eben auch wieder eine Genre-Vielfat zu hören. So wechselt „Cult of the Black Sun Nemesis“ gleich mehrmals die Fronten zwischen Psychedelic Rock, Funk Rock, Doom Metal und Heavy Metal, während „Last Defilement“ mit Heavy Rock und Death Rock spielt.

„Created From Death“ ist ein mehr als hörens- und erlebenswertes Album

Auch wenn BULL ELEPHANT nicht mehr derart überraschen können wie auf dem Debütalbum, so ist „Created From Death“ abermals ein mehr als hörens- und erlebenswertes Album. Daher bin ich gar nicht einmal so gespannt, wie sich der abschließende dritte Teil der Trilogie anhören, sondern wie die Geschichte enden wird. Und gespannt wäre ich natürlich, wer sich hinter der Band verbirgt und was mit BULL ELEPHANT nach der Trilogie passieren wird?

Veröffentlichungstermin: 14.08.2020

Spielzeit: 40:00 Min.

Line-Up:
unbekannt

Label: Eat Lead and Die Music

Produziert von Jaime Gomez Arellano @ Orgone Studios, Bedfordshire (UK)

Mehr im Netz: https://bullelephant.bandcamp.com
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/bullelephant

BULL ELEPHANT „Created From Death“ Tracklist

1 Created From Death (Lyric-Video bei YouTube)
2 Oneiromantic Rites (Audio bei Bandcamp)
3 Lebensraum
4 Cult of the Black Sun Nemesis (Audio bei Bandcamp)
5 Last Defilement
6 Perverted Science
7 Escape to the Arctic
8 Wayfarer (Audio bei Grater Mag)

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Doom / Death / Black / Thrash und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Death Metal, Doom-Death Metal, Doom Metal, Symphonic Metal, Gothic Metal, Sludge.