BRYMIR: Slayer Of Gods

Kraftvoller Epic Pagan / Symphonic Melodic Death Metal aus Finnalnd, von dem am Ende zu wenig hängen bleibt.

Fünf Jahre nach ihrem Debütalbum Breathe Fire to the Sun versuchen BRYMIR einen erneuten Anlauf, sich in der finnisch geprägten Szene des Epic Pagan / Symphonic Melodic Death Metals einen Namen zu machen. Doch gegen Größen wie ENSIFERUM, WINTERSUN oder TURISAS fällt das alles andere als leicht. Zwar erweist sich Slayer Of Gods als ein professionell komponiertes, gespieltes und produziertes Album, doch den letzten innovativen Kick wird man wohl vermissen.

Schon das flotte For Those Who Died zeigt dies gewissermaßen auf, als dass die Musiker handwerklich tadellos den Song mit entsprechender Keyboard-Unterstützung runterbrettern, doch vom Track nahezu nichts im Gedächtnis hängen bleibt. Der Song braust einfach vorbei. Nachhaltiger arbeiten BRYMIR in Nephilim, wo die Finnen – nicht zum einzigen Mal – auch mit einem starken Gitarren-Solo punkten können.

Weiterhin zeigt auch Keyboarder Janne Björkroth (BATTLE BEAST) mit den orchestralen Arrangements auf (am gelungensten in Slayer Of Gods), doch laufen BRYMIR dadurch auch in Gefahr, dass die Songs zu überladen und schlussendlich auch zu überproduziert klingen. Gesanglich erweist sich Viktor Gullichsen als giftiger Growler, der der Band aber auch kein allzu eigenständiges Gesicht zu verleihen vermag. Slayer Of Gods ist daher ein durchaus gutes und kraftvolles Album, dem es handwerklich an nichts fehlt, aber von dem am Ende zu wenig hängen bleibt.

Veröffentlichungstermin: 03.06.2016

Spielzeit: 42:30 Min.

Line-Up:
Viktor Gullichsen – Gesang
Joona Björkroth – Gitarre & Backing Vocals
Sean Haslam – Gitarre
Jarkko Niemi – Bass & Backing Vocals
Patrik Fält – Schlagzeug
Janne Björkroth – Keyboards & Backing Vocals

Label: Ranka Kustannus / Soulfood

Homepage: http://www.brymir.com

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/Brymir

Tracklist:
01. Intro
02. For Those Who Died
03. Risen
04. The Black Hammer
05. Nephilim
06. Prelude
07. Slayer Of Gods
08. Thus I Became Kronos
09. Stormsoul
10. The Rain
11. Pantheon Of Forsaken Gods