BE DRIVEN: Machine Awakes

BE DRIVEN: Machine Awakes

Bei BE DRIVEN scheint so ziemlich alles aufs Wesentliche reduziert zu sein: Verpackt mit einem spartanischen Inlay, das wenig mehr als Musikernamen und Songtitel verrät, bietet die CD modernen Thrash-Metal, dessen Riffs ohne jeglichen Schnickschnack nach vorne losgehen. Gitarre und Schlagzeug spielen dabei äußerst präzise zusammen, was die ohnehin schon druckvollen Songs noch brachialer klingen lässt. Wie der Albumtitel nahelegt, kann beinahe der Eindruck von Maschinenmusik entstehen (FEAR FACTORY, anyone?). Letztlich lässt die Produktion die Musik jedoch natürlich klingen und verzichtet auf sinnloses Getriggere und unnatürliche Dynamikeinschränkungen. Der tiefe, kehlige Gesang fügt sich gut ins Gesamtbild ein, hat allerdings nur bedingt Wiedererkennungswert. Machine Awakes ist freiliche keine Musik zum Mitsingen, sondern lädt zum bedingungslosen Abgehen ein.

Wo andere Bands stilfremde Elemente in ihr Klangbild integrieren, konzentrieren sich BE DRIVEN auf ihrem ersten Album auf ihre Kernkompetenzen, sprich kerniges Riffing und straighte Songs im mittleren Uptempobereich. Diverse Breaks und Stampfparts sorgen dafür, dass die Musik nicht zu monoton klingt. Die sporadischen Soli stören leider ein wenig den Fluss. Die Balance zwischen heftigem Metal und eingängigen Hookline-Passagen gibt es sicherlich nicht. Heavy und sonst herzlich wenig, heißt die Devise. Ein kurzes Akustikgitarrenintermezzo entpuppt sich rasch als falscher Alarm. Hier wird geknüppelt. Die Filigranität, mit der Bands der alten Schule wie HEATHEN oder HEADHUNTER ihre Riffs schmieden, sucht man hier vergebens. Das Ergebnis ist für ein, zwei Songs sehr unterhaltsam. Für das ganze Album sollte man dagegen ein ausgeprägtes Faible für straighten Thrash Metal haben.

Es spricht für das Aachener Duo, dass auch im letzten Drittel der Scheibe noch ein Knaller wie (No)Riot aufhorchen lässt. Da ein paar der anderen Songs bisweilen etwas gesichtslos klingen, haben BE DRIVEN zwar noch Steigerungspotenziel. Schon jetzt dürfte Machine Awakes aber für all jene interessant sein, die keinen Bock auf Experimente haben, sondern lieber direkt eins auf die Glocke haben wollen.

Veröffentlichungstermin: 25.06.2012

Spielzeit: 41:07 Min.

Line-Up:
Andy Müller: Gitarre, Bass
Stef Lazaridis: Schlagzeug, Gesang

Produziert von Marcel Mainz
Label: ASM Records

Homepage: http://www.bedriven.de

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/BeDrivenACHC

Tracklist:
1. Machine
2. Breathing Under Water
3. The Difference Between 3 & 4
4. Down
5. Life On Run
6. Whatever Will Betide
7. Years Of Agony
8. Of Liars And Believers
9. (No)Riot
10. The Chapters Of My Life
11. One Day Lost

Jutze
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