Angelmaker - This Used To Be Heaven Cover

ANGELMAKER: This Used To Be Heaven

„This Used To Be Heaven“ geht kaum Kompromisse ein und zeigt doch, wie leicht verdaulich selbst Deathcore sein kann, sofern man seine Kompositionen variabel genug anlegt.

Klassischer Deathcore ist sicherlich nicht das zugänglichste Genre im extremen Metal, weshalb es anerkennenswert ist, was ANGELMAKER für „This Used To Be Heaven“ zusammengesponnen haben. Statt auf angesagten Symphonic-Bombast setzt das Gespann auf traditionelle Tugenden, die sich zuvorderst durch das abwechslungsreiche Songwriting auszeichnen.

Die dissonanten Akkorde des knackigen Openers „The Silence“ bringen angeschwärzte Klänge mit sich, bevor sich hier und im Folgenden „Rich In Anguish“ die Death-Metal-Schlagseite zu erkennen gibt. Dass hier und später im Zweiteiler „The Omen Part I: Prophecy“ sowie „The Omen Part II: Acquiesce“ Erinnerungen an THE BLACK DAHLIA MURDER wach werden, müssen wir neben der Gitarrenarbeit insbesondere Neuzugang Ian Bearer (ex-RINGS OF SATURN) zuschreiben, dessen fiese Screams sogar dem verblichenen Trevor Strnad zur Ehre gereichen.

ANGELMAKER legen ihre Kompositionen variabel an

Sorgt das Shouter-Gespann um Bearer und Kollege Casey Tyson-Pearce stimmlich für Variation, achten ANGELMAKER penibel darauf, ihre Kompositionen ähnlich variabel anzulegen. Massives Chugging und Blastbeats bettet „Silken Hands“ auf unterschwellige Keyboard-Teppiche, bevor deathlastige Gitarren übernehmen und eine gesunde Dosis Groove einstreuen.

Aufhorchen lassen indes die obligatorischen Breakdowns sowie die melodischen Gitarren-Leads, die ab und an aus dem Nichts das Szepter an sich reißen. „Nothing Left“ wird so zu einem der markantesten Stücke des Albums, nachdem es zuvor mit Gangshouts und Hardcore-Note ein komplett gegensätzliches Gesicht gezeigt hatte. Leise Augenblicke wie das Akustik-Interlude „Renaissance“ balancieren ANGELMAKER mit dem Vorschlaghammer, den „Malevolence Reigns“ auspackt, bevor das Stück am Ende aber doch wieder in Richtung Melodeath abbiegt.

„This Used To Be Heaven“ geht kaum Kompromisse ein und zeigt doch, wie leicht verdaulich selbst Deathcore sein kann

Erfrischend wirken darüber hinaus die klug eingestreuten Soli, die der Vielfalt ebenso zuträglich sind wie das Instrumentalstück „Citadel II“ oder der emotionale Abschluss „This Used To Be Heaven“, wo sogar vereinzelter Klargesang die klagende Gitarre begleitet. Dass ANGELMAKER wie hier die traditionellen Werte des Deathcore zur Seite stellen, ist jedoch die Ausnahme. Nichtsdestotrotz halten die sieben Musiker ihr Album stringent und vielfältig, wodurch den US-Amerikanern ein kleines Kunststück gelingt: Sogar Deathcore kann in seiner Reinform erstaunlich leicht verdaulich sein.

Veröffentlichungstermin: 20.11.2025

Spielzeit: 46:06

Line-Up

Casey Tyson-Pearce – Vocals
Ian Bearer – Vocals
Colton Bennett – Gitarre
Matt Perrin – Gitarre
Cole Rideout – Bass
Steven Sanchez – Schlagzeug

Produziert von Tim Creviston

Label: Eigenproduktion

Facebook: https://www.facebook.com/angelmakerband
Instagram: https://www.instagram.com/angelmakerband/
Bandcamp: https://angelmaker.bandcamp.com/

ANGELMAKER “This Used To Be Heaven” Tracklist

1. The Silence
2. Rich In Anguish
3. Haunter
4. Silken Hands (Video bei YouTube)
5. Relinquished (Video bei YouTube)
6. Nothing Left
7. Renaissance
8. The Omen Part I: Prophecy
9. The Omen Part II: Acquiesce (feat. Ben Duerr) (Visualizer bei YouTube)
10. Malevolence Reigns
11. Altare Mortis (feat. Disfiguring The Goddess)
12. Citadel II
13. This Used To Be Heaven (Video bei YouTube)