Impressionen vom Dynamo Metalfest (16. Juli 2016, Eindhoven)

Impressionen vom Dynamo Metalfest (16. Juli 2016, Eindhoven)

Welkom op de tweede editie van Dynamo Metalfest!

Schon gegen Mittag bildet sich eine lange Schlange vor der Kunstijsbaan, dem Festivalgelände,  was darauf schließen lässt, dass die Newcomers EXTREMITIES aus dem niederländischen Eindhoven bereits vor zahlreichen Festivalbesuchern ihr Heimspiel feiern dürfen. Schnell noch ein paar Munten gekauft und los geht´s. AUDREY HORNE rocken die Bühne bei optimalem Festivalwetter.

 

 

 

Danach bollern TEXTURES los, das Eisstadion füllt sich zusehends, was wohl auch den darauf folgenden OBITUARY zu verdanken ist, die wenige Tage zuvor für LIFE OF AGONY eingesprungen sind, deren Drummer  Sal Abruscato hat sich das Schlüssenbein gebrochen, alle Konzerte mussten abgesagt beziehungsweise verschoben werden.

 

 

 

OBITUARY ziehen die Aufmerksamkeit der gut 5.000 Festivalbesucher des fast ausverkauften Events auf sich und liefern, wie gewohnt, eine grandiose Show ab. Die darauf folgende Pause wird von vielen genutzt,  um eine Tüte Frietjes zu verdrücken und dem Festivalbiergarten einen Besuch abzustatten.

 

 

Ich bin wieder zurück vor der Bühne und SACRED REICH-Gitarrist Wiley Arnett ist fast fertig, seine Tochter vor einem der Sacred Reich Screens zu fotografieren,  was von den Fans in den vorderen Reihen mit einem entspannten Grinsen quittiert wird (klar, wir sind in Holland!). Dann kanns auch losgehen.

 

 

SACRED REICH sind an diesen Nachmittag einfach großartig. Da sich die Band standhaft weigert, die Metalwelt mit neuem Material zu beglücken, wird altes mit noch älterem gemischt. Aber auch das sei ihnen verziehen, Songs wie das gecoverte War Pigs (BLACK SABBATH) oder die SACRED REICH-Hymne Surf Nicaragua gehen einfach immer.

 

 

Zudem brennt inzwischen die Sonne vom Himmel und sorgt für beste Festivallaune und der ein oder andere ist für die zahlreichen Schließfächer der Eisbahn dankbar, um Jacken oder Merchandise loszuwerden. Die sehr übersichtlichen Merch Booths sind erstaunlich gut sortiert – gar kein Problem, dort etwas Geld loszuwerden.

 

 

Irgendwann fällt mir auf, dass POWERWOLF schon losgepowert haben und ein Blick in Richtung Bühne verrät, dass sie ihr vor der Bühne  (erstaunlicherweise) hüpfendes Publikum begeistern.

 

 

Am frühen Abend ist es dann für die vor kurzem glücklich mit ihrem alten Sänger Mike Howe wiedervereinten METAL CHURCH Stagetime. Der Sängerwechsel scheint der Begeisterung der meisten Fans keinen Abbruch getan zu haben, eine gute Stunde lang gibt es alte und neue Songs zu hören.

 

 

Anschließend death-metalt es wieder. AT THE GATES starten zur besten Sendezeit und wecken die von den Festivalstrapazen inzwischen etwas müde gewordenen Besucher wieder auf.

 

 

Dann ist es endlich soweit: ANTHRAX betreten, nach kurzem The Mob Rules-Intro, die Bühne.

 

 

Das In The End-Tribute to Ronnie James Dio und Dimebag Darrell wird ehrfürchtig in die perfekte Setlist eingefügt und während es langsam dunkel wird präsentieren sich Anthrax mit ihren Klassikern Antisocial  und Indians ein weiteres Mal als würdiger Headliner.

 

 

Und so bleibt nach einem erfolgreichen Festivaltag lediglich wieder einmal die Frage offen: Welches Shampoo benutzt OBITUARY-Sänger John Tardy?

Text & Fotos: Anke

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