EXTORIAN: Lust und Last zugleich – gelebter Doom

EXTORIAN: Lust und Last zugleich – gelebter Doom

Es soll ja Menschen geben, die wahnsinnig werden, wenn sie mit einem Doomer zusammenarbeiten müssen. Da ist man halt zur Langsamkeit verpflichtet… Wie schön, dass es Bands gibt wie die Münchener EXTORIAN, die ebenfalls den langsamen Weg des Doom gehen und so die Fertigstellung dieses Interviews eine ewig währende Sache wird. Hat man die beiden Bandköpfe Heike und „O“ schon mal kennen gelernt, dann weiß man, dass sie den Doom lieben und leben. Mit der Band selbst wurde man hingegen immer wieder etwas ausgebremst. Das hat sich dank starkem neuen Album und passenden Mitstreitern zum Glück geändert. Somit wird es Zeit für ´nen Smalltalk mit den Beiden, bei dem sich auch die Neuen kurz zu Wort melden. Vor allem „O“ zeigt sich als Labertante. Und das ist gut so, es gibt nichts Nervigeres als wenn die Antworten der Musiker wie so oft kürzer sind als die Fragen, und dabei eh wenig hergeben. Aber zum Glück gibt es eben Bands wie EXTORIAN, denen man jedes Wort abnimmt.

           

Hej Heike, es hat eine Weile gedauert, aber nun habt ihr euer zweites Album „Truth & Silky Rags Of Cant “ fertig. Zufrieden? Glücklich? Erleichtert?

Heike: Ja, sehr. Das Album hat einen fetten Sound, die Songs transportieren das Feeling, das wir ihnen geben wollten.

„O“: Wir sind sogar sehr zufrieden damit! Uns war klar, dass die Aufnahmen dazu nicht so easy werden würden, zumal das Songmaterial,  das wir für das neue Album ausgewählt hatten, sich sehr komplex gestaltete und wir eine ganz bestimmte Vorstellung hatten, wie es dann  klingen sollte und wie nicht! Die unfreiwillige Wartezeit von fast drei Jahren nach „Unveiled“, bedingt durch einige konsequent erforderliche Besetzungswechsel innerhalb der Band, war manchmal echt hart. Gelegentlich machte sich da schon mal eine gewisse Resignation breit, weil es ums Verrecken nicht möglich war, aus näherer Umgebung fähige und zu uns passende Leute zu finden. Was und wer sich da so alles beworben hat und sich Musiker nennt – unglaublich. Echt ätzend! Im Rückblick auf diese Zeit haben wir daraus viel gelernt und für uns festgeklopft, auf was wir uns zukünftig keinesfalls einlassen wollten. Wir haben die Zeit effizient genutzt und an den Songs gefeilt. Nach dem Motto „Jetzt erst recht“!  Man muss auch mal Geduld haben können und nicht aufgeben. Bei DOOM dauert es eh immer etwas länger. Die CD ist auf dem Markt und will den geneigten Hörer erfreuen.

Die Reaktionen ringsum sind ja sehr positiv, damit könnt ihr sicher auch gut leben!

Heike: Ja, klar! Es tut gut, wenn die Leute verstanden haben, um was es in unserer Musik geht.

„O“: Ja, das geht natürlich runter wie Öl, wenn man sich aus sogar sehr verschiedenen musikalischen Bereichen seinen, wie ich finde, wohlverdienten Lohn und Applaus abholen kann. Es erfreut doch ungemein, positive Meinungen und auch echte Begeisterungsbekundungen mit auf den Weg zu kriegen. Ohne übertreiben zu wollen.

Extorian Interview 2011Seit ich euch zuletzt beim DOOM SHALL RISE 2009 gesehen habe, habt ihr EXTORIAN kräftig durchgerührt, die Band bestand zeitweise nur aus dir als Sängerin und Olaf als Gitarrist.

Heike: Es gibt in München kaum Leute, die überhaupt wissen, was Doom ist. Von daher ist es schon schwierig, überhaupt eine Anzeige zu formulieren. Aber wenn man wirklich an sein Ding glaubt, findet man auch die richtigen Leute. Mit unserem Drummer Tomtom, Bassisten Robert und Background-Sänger Dario haben wir nun sehr gute und zuverlässige Musiker mit im Boot, sodass es auch weiter vorwärtsgehen wird.

„O“: O je, das stimmt so in etwa. Mal war ein guter 5-Saiter-Klopfer mit an Bord, dafür aber wieder zeitweilig kein Drummer. Oder umgekehrt. Up and down, hin und her. Irgendwie hat immer einer gebremst.

Zumindest habt ihr mit Tom wieder einen festen Drummer, der sich auf dem Album super und passend einfügt. Witzig: kurzfristig war auch mein Ex-Drummer Andy im Gespräch. Von ihm weiß ich auch, wie schwer es ist, in München einen Drummer zu finden. Aber anscheinend habt ihr den richtigen Mann gefunden…

Heike: Er passt auch menschlich prima zu uns, genauso wie Robert. Wir sind sehr froh, die beiden mit an Bord zu haben!

„O“: Jau, das mit dem Andy hätte prima gepasst, hat sich aber leider so nicht ergeben. Jetzt haben wir unseren Dream-Drummer, der übrigens aus eigenem Willen TomTom gerufen werden will. Das ist eh sehr witzig abgelaufen. Wir hatten gerade einen neuen Schlagwerker gesucht, und er meldete sich mal so auf blöd bei uns, weil er gerade eine neue Truppe suchte und über eine Suchanzeige im Netz auf uns gestoßen war. Es hatte sich bei seinem Anruf schnell herausgestellt, dass es sich genau um jenen TomTom handelte, mit dem ich vor vielen Jahren bereits was in Metal am Kochen hatte. Uns war schnell klar, dass wir wieder zusammenkommen. Date ausgemacht, sehr feines Set hingestellt, und es hat geschnackelt.  Mittlerweile haben wir auch schon einige Gigs mit ihm abgeliefert. Unter anderem mit SAINT VITUS, fetter Gig. Die Entscheidung für TomTom war absolut richtig. Auf der CD habe ich ja noch alle Gitarren und mangels Basser dessen Parts selbst eingespielt. Jetzt sind wir wieder komplett. So einen wie den haben wir lange gesucht bzw. er hat uns gesucht und gefunden. Grins! Robert heißt er und war mit Michael Schinkel bei ETERNAL FLAME, hat sich prächtig eingebracht und es basselt so wie es sein soll. Das wird auch so bleiben, das hoffen wir sehr.  Das nächste Album sollte schon mit ihm sein. Ich muss jetzt aber noch nebenbei was loswerden: Wir haben hier in München ein wirklich tolles KVR (Anm. des Verfassers: Kreisverwaltungsreferat). Von wegen Weltstadt. Lachhaft! Das KVR hat, seitdem ich hier lebe – und das seit ´69 – und ich mich zurückerinnern kann, stets alles daran gesetzt, jegliche Entwicklungen der Szene und Subkultur zu gängeln, in kontrollierbare Ghettos zu stopfen und einem überhaupt das Wirken als Künstler oder Musiker zu erschweren. Das hatte Methode, egal welche Partei grad dran war. Das Resultat ist die Schicki-Micki-Szene, alles schön adrett, nach außen hui, oberflächlich. Verlogen, bigott und auf „ach so toll“ getrimmt. Balla-Balla-Paaaarty! Kotz! Ist´s woanders besser? Wo? Dann noch diejenigen, die zwar Proberäume zu vermieten haben bzw. Räumlichkeiten dafür herrichten, aber dann aus lauter „Menschenfreundlichkeit“ und als „Musikliebhaber“ diese zu horrenden, für die meisten Bands oder die es werden wollen, unerschwinglichen Preisen vermieten.

Tomtom: EXTORIAN ist die Band, bei der ich endlich das an den Drums machen kann, was mir Spaß macht und bei der ich endlich mal NICHT zu laut bin! Nichts allzu Kompliziertes, ein bisschen Prog dabei, halt einfach eine für mich passende Mischung, bei der ich nicht stehen bleibe. Zur neuen Scheibe empfehle ich: Lautmachen + Flasch Bier/Wein + zuhören = 1 Stunde lang Wohlstbefinden!

Dario: TomTom ist echt der Wahnsinn!

Im traditionellen, epischen Doom, das weiß ich natürlich auch aus eigener Erfahrung, ist es nicht wirklich leicht, passende Musiker zu finden. Beim Stichwort Doom denken heute ja doch viele eher an Gedröhne oder Doom-Death. Sind wir eine aussterbende Rasse?

Heike: Zumindest gibt es ganz wenige Bands im Doom-Genre, die auch mal eine richtige Melodie einbauen. Wenn ich mir so manchen Doom-Sampler anhöre, ist ganz selten etwas in unserer Richtung – epischer melodischer Doom – drauf.

„O“:  Da muss ich mich selbst wohl auch schon als „halb-fossilen“ Dinosaurier sehen. Doom ist ja ein relativ neuzeitlicher Begriff, der sich irgendwann mal etabliert hat. Ist auch nicht leicht, den einigermaßen leicht verständlich einer Allgemeinheit zu erklären. Musikalisch hat´s im Doom so viele facettenreiche und verschiedene Varianten und stilistische Spielarten wie im Rock und Pop auch.  Ist eine Gefühls-Empfindungssache. Ich denke, das kann man nicht festklopfen auf nur eine, auch durch die Medien unsinniger- und leider auch oftmals fälschlicherweise, vorgefertigte Definition, was und wie Doom zu sein hat. Das ist wie in fast allen Bereichen des Lebens. Schubladendenken. Muster, Raster. Ist so ´ne menschentypische Kiste. Das sollte jeder für sich selbst entscheiden können und sollen, was er persönlich dazuzählt und was nicht. Allzu häufig werden immer wieder vorgefasste und kreierte Meinungen oder Theorien aufgestellt und allzu leichtfertig oder auch wider besseres Wissen von der breiten Masse einfach übernommen. Ist ja auch so viel bequemer. Das steht aber im Widerspruch dazu, dass sich doch eigentlich jeder als Individuum verstanden wissen will!? Ich selbst sehe mich in erster Linie als Musiker und lasse mich da nicht irgendwo in einen Breitopf werfen. Wir machen mit den Leuten in der Band die Musik,  die uns Spaß macht, zu der wir stehen und eine Verbindung haben. Unsere Mucke nennen wir jetzt mal DOE-Metal. Dark Oriented Epic Metal. So, nun haben wir auch mal ´nen Begriff ersonnen (HiHi!). Wenn es denn Doom ist, bitte sehr! Sehr erfreulich ist auch die Tatsache, dass wir mit unserer Musik auch Nicht-Doomer ansprechen. Also auch Leute, die fähig sind, auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen. Übrigens, BLACK SABBATH hatten lange, lange nicht gewusst, das sie DOOM machen (bis man sie aufgeklärt hat). In meiner ersten Schülerband haben wir auch schon so oder ähnliche Töne aus den AMPs rausgewürgt, und das ist schon gaaanz ganz lange her.

Eure neuen Songs klingen viel reifer und ausgefeilter, als noch auf eurem Debüt. Wäre das in einer kompletten Band auch so gelaufen, oder hatte es durchaus Vorteile, dass ihr Beiden euch allein auf die neuen Songs konzentrieren konntet?

Heike: Die Songs entstehen bei uns meist in einer Ur-Version am PC, also eine künstliche Drum-Spur, „O“ spielt ein, zwei Gitarrenspuren und eine Bassspur ein, ich mache eine Gesangs-Line und eine Background-Line drüber. Die Ausarbeitung machen wir dann gemeinsam in der Band beim Proben. Das wird sich wahrscheinlich auch jetzt nicht ändern.

„O“: Das Songwriting und die Texte kamen bisher immer von Heike und mir. Wir sind da recht aktiv. Für Doomer eigentlich zu aktiv! 🙂 . Aber wir entsprechen ja eh nicht dem weithin gängigen Klischee. Der ein oder andere Titel kann schon mal eine schwerere Geburt sein. Da wird dann mit den Bandmitgliedern zusammen so ein Ding so lange bearbeitet, bis alles passt und es rund läuft, so wie wir uns das vorgestellt haben. Andere Stücke wiederum flutschen geradewegs wie selbstverständlich auf den Punkt. Zum Rumpopeln gibt es immer was, wenn man sucht, aber irgendwann ist für einen Song der Moment da, bei dem es denn dabei belassen werden sollte. Auch sollte man sich ja optimalerweise als Band einig und von der Sache einheitlich überzeugt sein! That´s it! Eine musikalische Diktatur gibt es da bei uns nicht.

Extorian Interview 2011Die Grundstimmung der Songs klingt, durchaus positiv gemeint, nach muffigem, dunklem Proberaum. Wie habt ihr die Songs geschrieben? Wohl kaum sonntags morgens gemütlich am Frühstückstisch…

Heike: Einen düsteren Song zu schreiben, setzt voraus, dass man sich in diese Stimmung versetzen kann. Das heißt einerseits Konzentration und Ruhe, andererseits muss einen wirklich auch sozusagen die Muse küssen. Erzwingen kann man es nicht.

„O“: Die Songs entstehen fast nie im Proberaum. Meist haben wir da schon was parat. Ideen und Riffs dazu strömen pausenlos auf mich ein, und Heike hat glücklicherweise das Faible und den Hang, sich über vieles Gedanken, insbesondere über die unsäglichen menschlichen Grausamkeiten und Verfehlungen, zu machen und das aufs Papier zu bringen. Über mangelnde Kreativität können wir uns nicht beklagen. Ideen und Themen für zwei bis drei Alben sind bereits vorhanden. 

Auch die gelungenen Texte passen super zu den Songs. Was brauchst Du für deine Texte, wann und wo entstehen sie?

Heike: Meine Texte sind teils eigene Erlebnisse, teils inspirieren mich Gedichte, Geschichten und Ansichten wie zum Beispiel von Aleister Crowley oder H. P. Lovecraft. Oder Sachbücher über die Grausamkeit der Menschen, die es immer gab und immer geben wird. Die Geschichte der Menschheit gibt unendlich Stoff für düstere Texte her, vor fünfhundert Jahren genauso wie heute.

Lässt du dich von der Musik inspirieren und schreibst dazu den Text, oder gibt es erst das Textkonzept und die Musik greift das Thema auf?

Heike: Das geht Hand in Hand. Wenn „O“ ein Stück eingespielt hat, habe ich ein Bild zu einem Thema im Kopf. Dann nehme ich meine Entwürfe und die beiden Komponenten werden verschmolzen.

„O“: So wohl als auch. Sie bringt einen Text an und mir fällt spontan etwas der Aussage und der Stimmung entsprechend dazu ein, oder ich habe etwas und klopfe es in den PC. Dann noch bearbeitet, Bass-Idee, zweite Klampfe drüber und dann wird es verschickt an die anderen. Natürlich inklusive Heikes Basic-Vocal-Line, an der sie ständig am Feilen ist. So leicht gibt sie sich da nicht zufrieden. Das MUSS sitzen und sie fühlt den Text. Das Ganze ist dann schon so weit arrangiert, dass wir zur Probe eine solide Grundlage haben, mit der wir ernsthaft als Gruppe arbeiten können. Laut natürlich. Wenn wir proben, zieht es schon mal ´nen Nagel aus der Wand (grins). Das bebt gewaltig. Bis das Ding dann in Fleisch und Blut übergegangen ist, das klappt mal schneller, mal etwas behäbiger.

Dass ihr bei aller Ernsthaftigkeit und Melancholie, die sich durch das Album zieht, nicht frei von Humor seid, das zeigt der Titel zum Instrumental „40 White Mice At The Pearly Gates Of Doom“. Was wollt ihr uns damit sagen?

„O“:  Wir gehen garantiert nicht zum Lachen in den Keller. Wir haben bei den Proben immer ziemlich viel Spaß. Für TomTom z.B. wird es immer erst richtig lustig, wenn ihm die Soße aus allen Poren tropft. Grad schön ist´s. „40 White Mice“ haben wir bewusst als Instrumental belassen. Anfänglich schwebten uns da so hochpsychotische Vocal-Einwürfe vor. Nach den Aufnahmen der Basictracks war das aber schon so fett, dass wir das mal so stehen lassen wollten. Der Begriff „Weiße Mäuse“ dürfte bekannt sein und steht sinngemäß etwa gleichermaßen für „rosa Elefanten“. Der schwere Downtempo-Beat, dazu die schwergewichtigen Gitarren sollten ja zusammen so was wie eine klassische Doom-Lava-Wand der Slow-Fraktion ergeben und steht hier für die ganze unheilschwangere, behäbige Unfähigkeit der Menschheit und den Wahnsinn, der sichtlich immer mehr um sich greift. Trotz der Eigenschaft bzw. der Fähigkeit der Spezies Mensch, denken zu können. Das nimmt diese Kreation des Seins gern für sich selbst in Anspruch. Leider zeigt die Entwicklung des Menschen durch die ganze Evolution, dass er nichts Vernünftiges daraus macht. Das wird sich wohl leider auch nicht ändern. Die „Pearly Gates“ versprechen am Ende des Lebensweges die Verheißung auf das Unbekannte, zu Lebzeiten nie erreichte angestrebte Ziel. Die „Gates“ öffnen sich, alle werden bereitwillig eingelassen. Doch dann knallt hinter ihnen das Tor mit gewaltigem Wumms zu. Das Soundgewusel am Ende des Songs stellt das heillose, unkontrollierbare Auseinanderstoben der verwirrten Meute dar, als erkannt wird, wo sie sich tatsächlich wiedergefunden hat. Panik, Ausweglosigkeit. Flucht unmöglich. Hört sich alles recht geschwollen an, ist aber eigentlich eingängig. Auch menschlich.

Extorian Interview 2011Aufgenommen habt ihr hier bei uns im schönen Norden, das muss doch für euch Münchner ein Kulturschock gewesen sein! Wir sind ja doch irgendwie ganz anders als ihr da im Süden. Wie war die Zusammenarbeit im und die Zeit außerhalb des Rosenquarz-Studios?

Heike: Es war schon deshalb ein super Erlebnis, weil wir uns zwölf Tage voll auf die Musik konzentrieren konnten. Beim Debüt „Unveiled“ war es noch so, dass die Musiker teils direkt von ihrer Arbeit kamen und nur die Spätnachmittage Zeit hatten. Im Rosenquarz-Studio in Lübeck herrscht eine familiäre Atmosphäre, sowohl vom Umfeld als auch von den Leuten her. Es wird dort sehr professionell gearbeitet. Wenn etwas nicht passt oder nicht gut war, sagen die das auch, und dann wird es eben noch mal eingespielt. Wir kennen den Michael (Hahn, Studiobesitzer) ja schon länger, von daher waren wir zu den Aufnahmen sehr vertraut mit ihm.

„O“: Den Michael „DOOM“ Hahn kennen wir schon eine Weile. Uns war klar, dass wir nur bei ihm aufnehmen und es nur dort was werden kann. Soundtechnisch wollten wir uns auch von vielen anderen „Windkanal-Produktionen“ abgrenzen. Irgendwie klingen die meisten Produktionen heutzutage alle gleich. Bass-Drums hören sich nach Pappkarton an und Gitarren alle schön mittig. Nee, nix für uns. Er war derjenige der es verstand, auf unsere Wünsche und Vorstellungen einzugehen und diese auch umzusetzen. Dazu braucht es Ahnung von der entsprechenden Musik und Sachverstand im Besonderen.
Beides ist bei ihm reichlich vorhanden. Das hat geflutscht. Lustig war es auch. Eine heimelige Atmosphäre war auch vorhanden. Die Chemie hat gestimmt. Und überhaupt: Die nächste Produktion ist wieder im Rosenquarz angesagt und zugesagt. Nur zu empfehlen. Auch wenn so fern der Heimat.

Holsten? Flens?

Heike: Weißbier!

„O“: Holsten knallt am dollsten. Kenn ich. Mag aber kein Pils. Ducksteiner find ich gut. Auch Fischer-Geist. Wird entflammt, abgebrannt, gelöscht und dann runter damit. Gibt ´ne ordentliche Dröhnung.

Ostsee?

Heike: Einmal haben wir es in den zwölf Tagen geschafft, hinzufahren. Ich liebe das Meer, aber leider war noch nicht Badesaison.

„O“: Meine Eltern sind da vor x Jahren hingezogen aus gesundheitlichen Aspekten, wegen dem Klima. Beide sind seit einigen Jahren in einer besseren Welt!? Ich war auch schon einige Male in der Gegend. Feine Sache, so am Meer oder nicht weit weg davon. Ich kenne da ein paar doomige Fleckchen  am Ostseestrand. Verrate ich aber nicht. Ostsee ist mir sympathischer als die Nordsee.

SOLITUDE AETURNUS?

Heike: Die absoluten Götter! Durch sie bin ich mit dem Doom-Virus infiziert, wenn man von BLACK SABBATH absieht, die die erste Heavy-Band überhaupt waren, die ich als Kind hörte. Die Musik von SOLITUDE AETURNUS ruft in mir eine ganz bestimmte Stimmung hervor, was bisher keine andere Band geschafft hat. Es ist etwas in ihrer Musik, das meine Seele packt und in eine schwarze Wolke einhüllt.

„O“: Komplett. Ein MUSS.  Wir hatten das Glück und auch wiederholt die Gelegenheit, mit Robert Lowe und John Perez zu sprechen und auch einen zu heben. Letzterer hat unser Album in seinen Vertrieb bei brainticket.com aufgenommen.  Wobei der nicht leicht und alles an Neuem dort aufnimmt. Da kann man sich schon ein bisschen was drauf einbilden. Die Solitudes sind natürlich die GODS, aber ich kann versichern, dass sie aus Fleisch und Blut sind. Besonders wenn Robert schon gut was in der Birne hat und ordentlich bis über beide Ohren glüht. Angenehme Zeitgenossen, Menschen eben. Musikalische Einflüsse in unserer Musik sind sicherlich nicht abwegig. Aber wir kopieren nichts. Ich selbst habe in den frühen 70ern schon, wie bereits erwähnt, so´n Sound gemacht, da hieß das aber noch nicht DOOM und die Solitudes gab es noch gar nicht.

Dario: Mit ein Grund, bei den Extorianern einzusteigen. Durchaus sehr erfrischend (auch wenn das etwas paradox klingt im Doom-Kontext), vor allem, wenn man vorher hauptsächlich bis ausschließlich progressiven Klängen gelauscht hat. Der andere Grund war natürlich das überzeugende Songmaterial, vor allem das noch überzeugendere Songmaterial der zweiten Scheibe.

Extorian Interview 2011Frauen im Doom?

Heike: Oder Männer im Pop? Es gibt keinen einzigen Grund, es als Frau nicht zu tun. Ich sehe nicht, was daran komisch ist und werde sicher keine andere Musik machen, nur weil manche damit ein Problem haben. Wem es nicht gefällt, der muss es nicht hören.

„O“: Heike ist der beste Grund dafür. Wer Ohren hat, der höre! Ich höre viel und habe schon viel gesehen und gehört, aber tatsächlich nichts Vergleichbares.

Doom in München?

Heike: Vergiss es. Selbst wenn bekannte Doom-Bands hier spielen, kommen einfach zu wenige Leute. Es gibt in München nicht einmal eine zweite Doom-Band. Jedenfalls kenne ich keine.

„O“: Tote Hose! Ein paar Dutzend Unentwegte Eingeweihte, die auch immer bei unseren Gigs in München auftauchen. Thanx a lot! Ansonsten ist hier AC/DC, Black & Death Metal angesagt und Coverbands. Viel Studio-Gepfriemel und Projekte.

Aber ansonsten muss das Leben in München doch recht cool sein. Ich denk grad an einen Abend mit dem Earl Of Void (Drummer von REVEREND BIZARRE), der dezent Freudentränen in den Augen hatte, als wir gemeinsam in einem schnuckeligen kleinen Vegi-Bistro gefuttert hatten. Zuhause in Finnland ist er als Veganer ein Mega-Freak und geht in Restaurants grundsätzlich leer aus.

Heike: Es gibt hier sicher für jeden Geschmack etwas. Mich nervt halt unendlich dieses unsinnige Rauchverbot, das ja nur durch einen unsäglichen Lügenwahlkampf Erfolg haben konnte. Wenn das Rauchen so schädlich wäre, wie sie heute alle behaupten, würde ich längst nicht mehr leben oder wäre zumindest schwerkrank. Hoffentlich ist der Rest der Republik nicht so dumm und führt das auch ein. Aber für den Sommer  gibt es ja auch schöne Biergärten.

„O“:  Cool? Kommt drauf an, was man vom Leben erwartet. Man darf nicht vergessen, dass hier seit der Steinzeit die CSU im Lande dran ist, die ihre Wählerstimmen mit Freibier und Weißwurst einfangen. Gepaart mit einer etwas hirntechnisch bedingten Schwerfälligkeit und Leichtgläubigkeit der Ureinwohner oder denen, die sich als Zugereiste hierfür halten. Die OBs sind aber eher immer rot gewesen. Aber stimmt schon, hier gibt es alles im Übermaß, bis auf das, was unsereins so vorschwebt. Als „Großstadt-Indianer“ zu leben, käme für mich in der BRDigen nur hier oder in Berlin in Frage. Aber das ist zu schnelllebig. Etwas Gemächlichkeit wie hier würde denen da auch mal ganz gut tun. Nachteil wäre die Nähe zur Regierung. Da müsste ich erst mal Kotzen jeden Morgen. Und Köln … sorry, aber kann ich nicht ab. Den Dialekt pack ich nicht.

Ha, wenn ich an München denke, dann auch daran, dass man uns auf Tour bei der „Einreise“ in München gefilzt hat und dann gleich noch mal nach der Show, inklusive dem kompletten Ausräumen des Bandbusses, den man gerade so genial beladen hatte. Ganz so locker ist es bei Euch dann doch nicht.

Heike: München zählt zu den sichersten Städten in Deutschland, was der Vorteil an den vielen Kontrollen ist. Auch wenn sie ganz schön nerven können. Als wir nach unserem ersten Gig mit THUNDERSTORM heimfuhren, haben sie uns auch gleich kontrolliert, weil das Auto ja ein italienisches Kennzeichen hatte und Langhaarige drinsaßen.

„O“: Nee, die tun nur so. Weltstadt mit Provinzcharakter. Sicherheit. Geld. CSU, KVR.

Aber zurück zu EXTORIAN: epischer Doom lebt von Atmosphäre, und das am besten live. Denkst du, ihr kriegt dafür bald eine komplette Band zusammen? Die Songs werden getragen von vielschichtiger Gitarrenarbeit, das kann man kaum effektiv mit einer Gitarre umsetzen.

Heike: Wir sind noch auf der Suche nach dem passenden zweiten Gitarristen.

„O“: Och, das geht schon. Die Songs sind für LIVE etwas umarrangiert, ohne ihren Charakter zu verlieren. Find hier mal einen Klampfer der gut ist, der band- und songdienlich spielt, ohne ständig sein Ego raushängen zu lassen (nach dem Motto: Ach, wie bin ich gut), der zu uns passt und nicht als Bierzelt- oder Hochzeitsparty-Musiker enden will. Mal sehen, was die Zukunft so in Sachen weiterer Gitarre so bringt. Bitte keine Profilneurotiker. No Way!

Ebenso wichtig ist dein Gesang, Heike. Du hast dich hörbar weiterentwickelt. Hattest du Gesangsunterricht?

Heike: Danke für das Kompliment. Ich hatte Anfang der 90er für ca. vier Jahre Gesangsunterricht, also lange vor „Unveiled“. Davon profitiere ich heute noch, zum Beispiel bin ich nach acht Stunden singen im Studio nicht heiser, wie viele andere.

Wie willst du live denn die Songs teils prägenden zweistimmigen Gesang umsetzen? Habt ihr dann wieder eure Backing-Schnecke dabei?

Heike: Die Backing-Schnecke war nur aushilfsweise dabei. Wir haben mittlerweile einen festen Background-Sänger, der das super bringt.

Dario: Haha, die Background-Schnecke ist inzwischen der Background-Schneckerich, der sich jetzt riesig auf hoffentlich viele weitere geile Gigs mit EXTORIAN freut!

Die Songs tragen deutlich den Stempel von Vocals und Gitarre, ihr Beide lebt euer Ding aus. Mit einer kompletten Band im Rücken und dadurch externen Input bekommen die Songs natürlich eine ganz andere Farbe. Macht dich das neugierig oder geht ihr auf Nummer Sicher und sucht euch nur Begleitmusiker, die sich in eure Vision vom Doom-Metal einfügen müssen?

Heike: Jeder Musiker bringt Einflüsse mit rein, aber es kommt immer darauf an, ob sie sich mit dem, was wir wollen, vertragen. Bei Poser-Metal wäre das zum Beispiel nicht der Fall. Das würde ich auch nicht zulassen.

„O“: Es muss passen. Auf Experimente wie in den Geburtswehen lassen wir uns nicht mehr ein. Erfahrung macht klug.

Wie geht es weiter, solange EXTORIAN nicht komplett ist?

Heike: Wir arbeiten bereits an neuen Songs, was ohne den zweiten Gitarristen kein Problem ist. Er muss dann halt mehr nachholen. Außerdem werden wir auch außerhalb von München live spielen.

„O“: EXTORIAN ist komplett. Ein weiterer Gitarrist könnte das Ganze noch etwas abrunden und fetter machen.

Und wenn ihr tatsächlich noch den passenden GItarristen findet, was euch zu wünschen wäre, wohin soll dann die Reise gehen?

Heike: Es wird sich nicht viel ändern am Sound. Wir werden auch wieder im Rosenquarz aufnehmen. Das dritte Album ist für Frühjahr/Sommer 2012 geplant.

„O“: Die Reise geht definitiv auf die Bühnen, Live spielen ist das Größte. Bekannter werden, das Lokal-Matadoren-Dasein verlassen. Im Proberaum ist´s auch nett, aber wir wollen ja das, was wir ersonnen haben, auch einem breiterem Publikum zugänglich machen. Wir sind eine Band zum Anfassen und haben keinerlei Berührungsängste oder Unzugänglichkeiten. Musik, Musik, Musik. Das dritte Album bereiten wir gerade vor, einige Songs sind schon fertig und laufen rund.

In der Münchner Szene seid ihr sicher sowas wie Freaks. Als leidenschaftlicher Doomer muss man damit nun mal leben.

Heike: Nun, wir hören ja nicht ausschließlich Doom. Keiner von uns. Ich liebe zum Beispiel auch JAG PANZER. Wobei auch das ja hier schon freaky ist. Immerhin läuft hier in so manchen Lokalen (von denen, die noch übrigen sind) auch mal Doom – dank unseres positiven Einflusses.

„O“: Das ist keine Schande. Im Gegenteil, eher ein Privileg.

Extorian Interview 2011Aber lieber ein leidenschaftlicher Freak als ein gesichtsloser Musiker, der gängigen Trends hinterher läuft!

Heike: Trends sind absolut nicht mein Ding. Auch was den Sound unserer Platte angeht. Ich bin heilfroh, dass sie nicht so klingt wie viele andere Metal-Scheiben heutzutage. Vor allem die Bassdrum nervt, wenn sie klingt, als würde jemand mit der Hand auf einen Pappkarton schlagen. Dass sie Bass(!)drum heißt, hat ja wohl einen eindeutigen Grund.

„O“: Wobei wir wieder bei den Schubladen, Trends und Moden sind. Ich finde es schade und auch traurig, dass das in unserer Gesellschaft anscheinend nur so funktioniert. Soll sich jeder selbst ein Bild von uns machen. Ich für mich denke im Traum nicht daran, mich irgendwelchen musikalischen Zwängen zu unterwerfen, nur weil es gerade Mode ist und Mengen von gesichtlosen Gestalten wie eine Horde blökender Schafe irgendwelchen, auch von den Medien forcierten, neuerlichen, aber vergänglichen Trends hinterher stapfen. Das Business ist mir durchaus langjährig bekannt und auch wie es tickt. Aber als seriöser Musiker würde ich mich da in erster Linie selbst verraten und zur Hure des Mobs machen.

Hm, wenn ich mir Eure Songs so anhöre, dann schaut ihr sicher auch gern schwedische Krimis? Oder doch lieber Germanys Next Topmodel?

Heike: Früher lief die Serie „Autopsie“. Da konnte man auch ganz gut in die Seele der Menschheit blicken.

„O“: Heidi Klum und Co.? Immer wieder erstaunlich, was von jungen Mädels als TOP-Prioriät angesehen und unternommen wird, um eine Buhlerin intrigant auszuschalten, um selbst zu punkten und sich letztlich zu prostituieren. Schade, dass nicht mehr in so einem Kopf drin ist. Nebenbei bemerkt ist das viel zu viel Rummel um solche Krapfen … eben, nichts! Ein Phänomen unserer Zeit.

Wenn du ein Film wärst, würdest du dann lieber ein 70er Edgar Wallace-Film sein oder ein moderner Hightech-Movie?

Heike: Edgar Wallace. Ich kann mit modernen Action-Filmen nicht viel anfangen.

„O“:  Eher ein Edgar Wallace, aber am liebsten ein Louis De Funes, Kentucky Fried Movie, Dogma oder aber auch Equilibrium.

Dario: Weder noch. Auf  EXTORIAN bezogen wahrscheinlich eher ein neuerer, extrem trostloser Independent-Film wie zum Beispiel „Winter´s Bone“ …

Was gefällt dir an der Doom-Szene?

Extorian Interview 2011Heike: Dass wir uns von der Masse abheben. Und dass Doomer Menschen sind, die auch negative Gefühle zulassen und ausleben. Es herrscht ja allgemein die Meinung, man soll nur positive Gedanken und Gefühle zulassen. Jedoch hat es keinen Sinn, alles Negative auszublenden. Genauso wie es keinen Sinn hat, nur negativ drauf zu sein.

„O“: Dass ich mich darin ausleben und meine Gedanken durch unsere Musik zum Ausdruck bringen kann. Auch wenn es mal Wut ist oder Trauer und auch Schmerz. Man trifft viele Leute, die auch interessante Gedanken haben und sich wohltuend von der breiten Masse abheben. Man lernt nie aus. Manches kann ausgesprochen werden, was andere sich nur im stillen Kämmerchen zu denken trauen.

Was gefällt dir nicht daran?

Heike: Dass sie unterm Strich auch nicht kritischer denkt als andere Szenen. Wir nehmen generell viel zu viel einfach hin, u. a. was die Politik uns serviert. Aber das führt jetzt zu weit.

„O“:  Nur das, was auch für andere Grenzbereiche gilt: Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Das ist sehr schade, denn in vielen Leuten schlummert sicher noch einiges, das es zu wecken gilt, von dem sie bis jetzt noch keine Ahnung haben, dass sie so drauf sein könnten. Latente Potenziale. Stichwort: Tellerand …

Wenn es mal keinen Doom gibt, was läuft dann in deinem Player, und was bei Olaf?
Da sicher auch ein paar 70er Sachen?

Heike: JAG PANZER, DEAD SOUL TRIBE, die alten JUDAS PRIEST, OZZY OSBOURNE, EVERGREY, BAD COMPANY, ELOY, QUEENSRYCHE, THRESHOLD, PRIMORDIAL

„O“: Die 80er sind definitiv passé. Einiges habe ich davon aber noch im Regal. Die 70er sind nie tot gewesen. Du musst wissen, dass ich absoluter Vinyl-Fetischist bin, x Jahre als DJ gearbeitet habe und insgesamt 3 Second-Hand-Plattenläden hatte. Ich bin irgendwie selbst zum Großteil aus Vinyl. Den Handel damit habe ich aufs Internet verlegt. CDs sind praktisch, aber im Vergleich soundtechnisch der guten alten Platte weit unterlegen. Vielleicht klappt´s diesmal, beim nächsten Album, davon auch eine limitierte Auflage in Vinyl rauszubringen. Hören tu ich vieles. Als Jüngling haben wir in diversen Bands selbst gecovert. UFO, HAWKWIND, ATOMIC ROOSTER oder auch Krautrocksachen. Ansonsten laufen DEAD SOUL TRIBE, PSYCHOTIC WALTZ (alles von Devon Graves),  EVERGREY, PAUL CHAIN oder auch gern mal MACHINE MEN und KING´S X. Das läuft schon mal öfter. Von den Alten habe ich so meine Favourites: ATOMIC ROOSTER, FRUMPY, SKIP BIFFERTY, CROW, BLUE CHEER, BLACK SABBATH, MOXY (die Schwarze), THE FROST, MASTERS APPRENTICES, HUMPLE PIE oder auch FAMILY-Scheiben (R. Chapman) usw.

Noch ein paar letzte Worte von echten Doom-Freaks?

Heike: Wenn die Leute mehr ihre negativen Emotionen zulassen würden, würden sie vielleicht auch eher verstehen, wie die Menschheit drauf ist und was mit uns gemacht wird. Die meisten Leute blenden vieles aus, was nicht eitel Sonnenschein ist. Deswegen können Merkel & Co. auch machen, was sie wollen. Woanders gehen sie zu Tausenden auf die Straße. Bei uns sagt jeder: „Mei, so isses halt“.

„O“: Ich hab´ noch keine letzten Worte. Noch lange nicht…..

Fotos: Extorian / vampster

Frank Hellweg
Frank (“WOSFrank”) ist seit 2002 bei vampster und alt genug, um all die spannenden Bands live gesehen zu haben, als die selber noch jung und wild waren! Er kümmert sich um Reviews, News und andere Artikel sowie um interne Hintergrundarbeit. Lieblingsbands: TROUBLE, CANDLEMASS, BLACK SABBATH, SWALLOW THE SUN. Genres: Doom, Stoner, Classic/Retro/Hard Rock, US/Power Metal, Southern/Blues Rock, Psychedelic/Progressive Rock, Singer/Songwriter.