WHILE HEAVEN WEPT: Of empires forlorn

Für wohl jeden Epic-Doomer ist diese Scheibe ein unausweichlicher Pflichtkauf

Lange hat der geneigte Doom-Fan warten müssen auf die neue WHILDE HEAVEN WEPT-Scheibe, aber das Warten hat sich definitive gelohnt. Mit ihrer 98er Scheibe Sorrow of the angels hatten die Virginia-Doomer einen Meilenstein des episch-melancholischen Doom abgeliefert, tieftraurige Epen haben zum Mitleiden eingeladen. Die Heul-Taschentücher schon bereitgelegt irritiert Of empires forlorn dann erstmal. Für WHILE HEAVEN WEPT relativ kurze Tracks mit eingestreuten fast Uptempo-Parts und Melodien die sich schon nach 2-3 Durchläufen im Hirn festsetzen. Die CD zeigt die Band von einer fast hoffnungsvollen Seite, tieftraurige Depression findet man kaum noch. Jeder Ton, jedes Wort berührt die Seele. Trotz aller Melancholie überwiegt eine fast positive Atmosphäre. Der Sound ist klar und trotzdem druckvoll, die Songs ausgereift und der Gesang herrlich emotional. Sicher, alte Fans werden einige der Songs bereits haben bzw. kennen und statt dem immerhin beeindruckenden Cover des von CANDLEMASS bekannten Epistle No.81 hätte man sich eher einen weiteren eigenen Hammer gewünscht.
Ungeachtet dessen ist aber spätestens nach 2 Durchläufen klar dass Of empires forlorn ein zeitloses Juwel ist. Kein Wunder bei Songs wie Voices in the wind bei dem man nicht weiß ob man die ganze Welt umarmen soll oder doch besser einfach losheult. Was dann folgt ist nur schwer in Worte zu fassen, es gibt kaum Lieder die einen dermaßen in Emotionen hüllen wie Soulsadness. Leere, Einsamkeit, zerbrochene Selbstachtung, all solche Gefühle kommen hoch und zwingen einen in die Knie um in dem Moment wo man die Taschentücher doch noch gefunden hat in einem Uptempo-Riff zu explodieren dass die unerträgliche Spannung endlich auflöst. Auch die Neuauflage von Sorrow of the angels muss man dankend annehmen, hier umhüllt einen dann doch tiefste Traurigkeit, wo waren jetzt nur die Taschentücher? Wer beim Breakdown des Liedes nicht losheult muß mindestens schon tot sein. Aber auch die restlichen Songs incl. dem klassisch-instrumentalen Schlusstrack stehen diesen Perlen kaum nach.
Für wohl jeden Epic-Doomer ist diese Scheibe ein unausweichlicher Pflichtkauf, sie sollten versuchen sich das limitierte Digi-Pack zu sichern. Aber auch die anderen Fans gefühlvoller Rockmusik abseits des Doom sollten sich diesen Meilenstein epischer Klänge nicht entgehen lassen. Wer sich die CD über die Band-Homepage ordert sollte sich auch die limitierte Vinylsingle mit den Urfassungen von The drowning years und Sorrow of the angels sichern, der kleine Restbestand dürfte nach einer Scheibe wie Of empires forlorn bald vergriffen sein.

Spielzeit: 42:50 Min.

Line-Up:
Tom Phillips – Vocals/Guitars/Keyboards
Scott Loose – Guitars
Jim Hunter – Bass
Jason Gray – Drums
Jake Bodnar – Additional keyboards

Produziert von Kevin 131 Gutierrez, Tom Phillips, Jim Hunter
Label: Eibonrecords

Homepage: http://www.whileheavenwept.net

Email: plomerus@hotmail.com

Tracklist:
1. The Drowning Years
2. Of Empires Forlorn
3. Voice in the Wind
4. Soulsadness
5. Epistle No. 81
6. Sorrow of the Angels
7. From Empires to Oceans