THE HU: The Gereg

THE HU: The Gereg

Es herrscht ein gewisser Hype um die Ethno Folk Rock-Band THE HU, die vor ein paar Monaten ihren internationalen Erfolgslauf außerhalb Asiens gestartet hat. Die jüngsten Video-Clips der Mongolen erfreuen sich größter Beliebtheit und haben längst Views im zweistelligen Millionen-Bereich geknackt. Auch die jüngsten Auftritte des Ensembles fanden in ausverkauften Venues statt.

Dabei ist die Verbindung mongolischer Folklore mit Rock Musik nicht so neu. So feiern TENGGER CAVALRY schon seit einigen Jahren Erfolge und auch YAT-KHA haben schon vor zehn Jahren von sich Reden gemacht. Noch länger zurück ist das Auftreten von HUUN-HUUR-TU, die ohne Rock-Zugabe die Steppen-Folklore nach Europa brachten – u.a. in Verbingung mit dem bulgarischen Frauenchor ANGELITE. Doch der globale Erfolg von THE HU ist weit größer, so dass die Band im April offiziell vom Außenminister des Landes zum mongolischen Botschafter ernannt wurde.

„The Gereg“ als Einreise-Erlaubnis in die internationalen Charts

Mit „The Gereg“ haben THE HU nun ihre seit der Bandgründung 2016 gesammelten Songs zu einem Album zusammengefasst. „The Gereg“ bezeichnet dabei den ersten internationalen Reisepass, der einst von Dschingis Khan eingeführt worden ist. Ein passender Albumtitel für die internationalen Erfolge der Mongolen. Musikalisch setzen THE HU auf einen Tempo reduzierten Rock, der mit folkloristischen Instrumenten eingespielt wurde. Da kommt die Mongolische Pferdekopfgeige ebenso zum Einsatz, wie das Blasinstrument Topshur oder die Maultrommel. Die Instrumentierung gibt dem Album dann schon den besonderen Reiz.

THE HU gefallen dank mongolischem Lokalkolorit

Ebenso reizvoll ist aber auch der Kehlkopf-Gesang, der den Exoten-Bonus befeuert. Das sonore Gemurmel ezeugt eine eigene Stimmung und macht die grundsätzlich nicht allzu kompliziert gehaltenen Songs (als Beispiel sei hier das vom Bass geleitete „Shoog Shoog“ erwähnt) interessant. Womit wir auch schon bei der Musik an sich wären. Diese wäre ohne mongolische Folklore nicht sonderlich heraushebenswert. THE HU nehmen Anleihen am klassischen, dem Southern („The Legend of Mother Swan“) und auch etwas am 70er-Rock („The Great Chinggis Khaan“). Dabei ist das Tempo etwas gar schaumgebremst. Dennoch bekommt das Quartett dann und wann Groove in seine Musik hinein – alleine der Kehlkopf-Gesang ist irgendwie groovy. Aber auch Songs wie „Wolf Totem“ mit seinem Festival tauglichen „Hu-Hu“-Rufen, das atmosphärisch düstere „The Same“ mit weniger Rock-Einschalg oder das beschwingte „Yuve Yuve Yu“ wissen zu gefallen.

Veröffentlichungstermin: 13.09.2019

Spielzeit: 47:45 Min.

Line-Up:
Gala – Gesang & Mongolische Pferdekopfgeige
Enkush – Mongolische Pferdekopfgeige & Gesang
Jaya – Maultrommel, Tsuur, Flöte & Gesang
Temka – Topshur

Produziert von Dashka @ Nature Sound Studios, Ulaanbaatar

Label: Eleven Seven Music Group

Homepage: https://www.thehuofficial.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/thehuofficial

THE HU „The Gereg“ Tracklist

01. The Gereg
02. Wolf Totem (Video bei YouTube)
03. The Great Chinggis Khaan (Video bei YouTube)
04. The Legend of Mother Swan
05. Shoog Shoog (Lyric-Video bei YouTube)
06. The Same
07. Yuve Yuve Yu (Video bei YouTube)
08. Shireg Shireg
09. The Song of Women

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.