THE HOOCHIE COOCHIE MEN feat. JON LORD: Danger: White men dancing

In dieser zeitlosen, rockigen Form dürften auch Hardrocker und Wochenendblueser den "Blues" für sich (neu) entdecken.

Bei Bob Daisley denkt man ja nicht gerade an Blues, als Basser kennt man ihn eher im Dienste des Hard`n´Heavy-Rock von OZZY OSBOURNE, BLACK SABBATH, RAINBOW, URIAH HEEP und vielen mehr. Zurück in der Heimat Sydney und mit seinem Kollegen aus ganz alten Zeite, Gitarrist Tim Gaze, wurde dessen Bluesband umbenannt und neu aufgemöbelt, nach einem alten Willie Dixon-Hit nennt man sich nun THE HOOCHIE COOCHIE MEN. Fast zufällig rutschte für diese zweite CD der HOOCHIE COOCHIE MEN auch noch Orgelkönig Jon Lord (DEEP PURPLE) ins Boot und brachte gleich als Gastsänger Ex-Kollege Ian Gillan (DEEP PURPLE, GILLAN, BLACK SABBATH) mit. So viel große Namen, nun ja, man darf skeptisch sein…

Aber keine Angst, Danger: white men dancing hat mehr zu bieten als Namedropping, weiß auch nach vielen Durchläufen zu gefallen. Ein herrlicher Slowblues eröffnet die CD stimmungsvoll, es gibt locker aus der Hüfte rockende Nummern, schweren Blues und etwas flottere Songs. Tim Gaze hat eine sehr schöne Stimme, steht aber gesanglich etwas im Schatten von Ian Gillan, der die Ballade Over & over und den schweren Blues Bottle o´ wine erwartungsgemäß ergreifend umsetzt. Die Gastvocals von Jimmy Barnes (COLD CHISEL) prägen den ROLLING STONES-Song Heart of stone und das Willie Dixon-Cover Hoochie Coochie man. Der australische David Bowie-Clone Jeff Duff rundet die CD gesanglich mit zwei Songs ab. Musikalisch gibt es sehr sauber gespielten zeitlosen Blues, fetzigen Boogie, bluesigen Rock, melancholische Balladen, alles sauber und mit kraftvollem Sound produziert. Musikalische Überraschungen gibt es keine, abgesehen von dem unverkennbaren tollen Orgelspiel von Jon Lord. Aber wer will/darf den Blues schon verändern….

Für echte Bluesfreaks könnte Danger: White men dancing durchaus zu glatt sein. Ähnlich wie GARY MOORE (THIN LIZZY, BBM, COLLOSEUM II) 1990 mit seiner ersten Bluesscheibe Still got the blues dürften THE HOOCHIE COOCHIE MEN eher das Mainstreamvolk ansprechen, dem der echte Blues zu …äh… bluesig ist. In dieser zeitlosen, rockigen Form dürften aber auch Hardrocker und Wochenendblueser den Blues für sich (neu) entdecken.

Veröffentlichungstermin: 28.09.2007

Spielzeit: 60:31 Min.

Line-Up:
Tim Gaze – Guitars, Vocals
Bob Daisley – Bass, Backing Vocals, Harmonica
Jon Lord – Hammond Orgel, Piano
Rob Grosser – Drums

Gast Vocals:
Ian Gillan (4, 7)
Jeff Duff (3, 11)
Jimmy Barnes (6, 10)

Produziert von Bob Daisley
Label: Edel

Homepage: http://www.bobdaisley.com

Email: darrell@bobdaisley.com

Tracklist:
1. The blues just got sadder
2. Gotta find me some fire
3. Twisted system
4. Over & over
5. Let it go
6. Heart of stone
7. If this ain´t the blues
8. Danger white men dancing
9. Dead president
10. Hoochie Coochie man
11. Bottle o´wine
12. Everybody wants to go to heaven
13. Tell your story walkin´