THE COFFINSHAKERS: The Coffinshakers [Import]

Einhundertprozent-COFFINSHAKERS-Country-Rock´n´Roll – mit etwas 70er-Schmuddeligkeit angereichert und ohne Ausfälle.

An aktuelle Infos über die COFFINSHAKERS zu kommen, fällt manchmal extrem schwer und die offizielle Homepage der Band ist nicht immer eine Hilfe. Von jetzt auf nachher muss man immer wieder aufs Neue erfahren, dass die Quasi-Transylvanier vor ein paar Tagen wieder einmal livehaftig in der Stadt waren und man sie erneut verpasst hat, und genauso erschien das zweite Full-Length-Album der Band trotz vieler Ankündigungen nun doch wie aus heiterem Himmel und niemand sagt es einem.

Auf dem selbstbetitelten Zweitwerk schreiten die COFFINSHAKERS auf ihrer persönlichen Zeitlinie konsequent voran und haben tatsächlich auch kleinere Anpassungen im Sound vorgenommen. Nach wie vor schleift man die Särge von Elvis und Johnny Cash durch verstaubte Spelunken, man kann aber erahnen, dass die Truppe inzwischen auch die Gräber von Roy Orbison und anderen Zeitgenossen entdeckt und geöffnet hat. Die bisherige Country-Rock´n´Roll-Kiste bekommt dadurch noch mal eine neue Fassette verpasst und der chorus-lastige, cleane Giarrensound sowie die halligen Frauenchöre geben dem Sound zudem eine gewisse 70er-Schmuddligkei, was dem Album seine spezielle Duftmarke verschafft.

Doch auch ohne diesen funktionieren die Lieder von der ersten bis zur letzten Minute. Rob könnte die genauso für seine Solo-Akustik-Shows verwenden oder man hätte das Album auch mit demselben Sound wie dem Vorgänger einspielen können. Das ist echte Songwritingkunst und die Neueinspielung von From here to hell macht am Deutlichsten, dass dies nicht nur hohles Gewäsch ist.
Jeder der zwölf Songs kann dabei einmal mehr ganz für sich allein stehen und hat sein Eigenleben. Return of the Vampire kommt mit Munsters Theme-Rhythmik daher, Last Night Down ist eine herrliche Desperado-Ballade mit grandisomen Gitarrensolo, Evil ist der typische COFFINSHAKERS-Song zum gute Laune bekommen, Curse of the Mummy könnte man auch als Ace of Spades-Coverversion verkaufen, Voodoo Woman setzt einem die Super 8-Brille auf, The Coffinshakers könnte als Bandhymne nicht gelungener ausgefallen sein und der ruhige Absacker Transylvania hätte man besser nicht wählen können.

Perfekte Atmosphäre, perfektes Songwriting, perfekte Umsetzung, perfekter Sound – The Coffinshakers ist von vorne bis hinten stimmig und die COFFINSHAKERS als solche Einzigartig und extrem empfehlenswert.

Veröffentlichungstermin: 21.06.07

Spielzeit: 37:46 Min.

Line-Up:
Rob Coffinshaker – Gesang, Gitarre
Andy Bones – Schlagzeug
Joe Undertaker – Bass
Fang – Gitarre

Gastmusiker:
Rebecca – Gesang
Ante – Piano, Orgel

Produziert von Andreas Nyberg & The Coffinshakers
Label: Cobra Records

Homepage: http://www.coffinshakers.com

Tracklist:
1. Phantoms of the Night
2. Return of the Vampire
3. Last Night down by the Grave
4. Necromancy
5. Evil
6. Curse of the Mummy´s Tomb
7. Walpurgis Night
8. Voodoo Woman
9. From here to Hell
10. King of the Night-Time
11. The Coffinshakers´ Theme
12. Transylvania