NECROMESSIAH: Antiklerical Terroristik Death Squad

Satanischer Black Thrash Metal der alten Schule zelebrieren auch NECROMESSIAH.

Bereits auf dem coolen, detailreich gezeichneten Cover von Chris Moyen geht es tüchtig zur Sache, und NECROMESSIAH lassen keine Zweifel ob ihren boshaften Plänen aufkommen. Vor dem Vatikan trifft eine Meute von mit Phallus-symbolhaften Waffen behängten Dämonen auf Vertreter des katholischen Klerus. Mit großer Wahrscheinlichkeit soll Antiklerical Terroristik Death Squad die passende Sounduntermalung für das anschließende Gemetzel sein, denn NECROMESSIAH sind auf die eigene Landeskirche vermutlich so gut zu sprechen wie ihre Satanskameraden MALFEITOR.

Anders als diese frönen NECROMESSIAH auf ihrem zweiten Album allerdings eher herben Black/Thrash-Klängen der alten Schule. Mit schnellen Ufta-Beats, heiserem Gekreische und einem Textthemenhorizont à la NIFELHEIM krachen die Italiener durch ihre knappen Songs. Hier und da hat man das Gefühl, als ob sich NUCLEAR ASSAULT und SODOM zu einem satanischen Ständchen verabredet hätten, bei dem auch kurze, thrashig-heulende Gitarrensolos wie etwa in Terror Squad oder ein räudiger Bass-Anfang im treffend betitelten 666 Necroalkolterrorist nicht fehlen dürfen. Platz für zarte Gefühle ist auch in den Samples nicht zu finden – das Intro erinnert irgendwie an den ersten Terminator, und im genannten sechsten Track werden gerne mal die Waffen geladen.

Bevor Old School-Fanatiker ihre Spikes-Bänder mit Freudesschweiss benetzen – einen Wermutstropfen gibt es beim eher kurz ausgefallenen Antiklerical Terroristik Death Squad: die Produktion. Diese ist nicht nur etwas zu modern ausgefallen, sondern auch eher unausgewogen. Wenn man dann noch den etwas unnatürlichen Drumsound berücksichtigt, wünscht man sich, NECROMESSIAH hätten ihren räudigen, altmodischen Ansatz bis auf die Soundlandschaft durchgesetzt – so wie dies NIFELHEIM auf Envoy Of Lucifer tun. So bleibt das zweite Werk der Italiener zwar ein gutes Album, aber mit einer richtig alten Produktion hätte es sich höher auf dem Qualitätsbarometer positionieren können.

Veröffentlichungstermin: 01.08.2007

Spielzeit: 28:23 Min.

Line-Up:
Necromaniac: Vocals, Gitarre
Sgt. Baal: Bass
Darken: Drums

Label: Blasphemous Underground

Homepage: http://necromessiah.altervista.org/page2.html

Email: necromessiah666@hotmail.com

Tracklist:
1. Intro (Vatican burning)
2. Atomic Bloodshed
3. Marching For Hell
4. Christ-Crushing Black Metal
5. Terror Squad
6. 666 Necroalkolterrorist
7. In The Name Of God Let The Churches Burn
8. Fukking Bastard God
9. Evil Prophets
10. Total Blasphemy