INIQUITY: Grime

INIQUITY zählen neben Illdisposed wohl zu den wichtigsten dänischen Death Metal-Bands, denn ähnlich wie die Truppe um Bo Summer sind INIQUITY schon lange Zeit (seit Ende der 80er Jahre) im Death Metal-Underground aktiv…

INIQUITY zählen neben Illdisposed wohl zu den wichtigsten dänischen Death Metal-Bands (welche anscheinend grundsätzlich ein wenig unterbewertet werden…), denn ähnlich wie die Truppe um Bo Summer sind INIQUITY schon lange Zeit (seit Ende der 80er Jahre) im Death Metal-Underground aktiv. Es handelt sich hier um ein sehr fleißiges Quartett, das seit `89 fast jedes Jahr einen Release herausbrachte; man sieht der Band trotz vieler Line Up-Änderungen an, daß schon lange im Geschäft ist und weiß, wie brutaler, technisch anspruchsvoller Death Metal zu klingen hat. Zu Up-Tempo-Parts, technischen Spielereien (da wird hier mal getapped und da mal gesweeped – vor allem letzteres erinnert öfters an Necrophagists letzten Release „Onslaught of Putrefaction“) und Prügeleien gesellen sich auch mal schwere, doomige Riffs, was man als durchaus eigene Kombination ansehen und somit schon von einer gehörigen Portion Eigenständigkeit sprechen kann. Man hört natürlich die ein oder andere Band heraus, welche die vier Burschen von INIQUITY auch zu Hause öfters mal aufzulegen scheinen, wobei der Schwerpunkt hier eher bei den größeren amerikanisch-todesmetallischen Gruppen liegt – INIQUITY haben nicht umsonst eine garnicht mal soo kleine Fanschar in den terrorzerrüttelten USA – wobei die Band ihre europäische Herkunft nicht verleugnet, sei es nun, weil man einmal Einflüsse einer Band wie Vader und ein anderes mal gar (alte) Entombed heraushört.

Mit „Grime“ haben die Dänen ihren Stil verfeinert und spielen sich von Release zu Release eine Liga höher, man darf also auf die nächsten Releases der Band gespannt sein, denn „Grime“ war mit Sicherheit nicht das letzte Gustostückerl von INIQUITY… bis dahin kann man die Zeit wie folgt überbrücken: einen Arm in die Luft strecken, die Faust ballen, hoch mit Zeige- und dem kleinen Finger und dazu den Kopf propellerartig so schnell wie möglich bangen. Death Metal-Freaks, denen das Herz bei Technik und Abwechslungsreichtum (ohne übertriebener Vertracktheit oder Komplexität) höher schlägt, sei dieses Werk wärmstens empfohlen!

Spielzeit: 45:46 Min.

Line-Up:
Jesper Frost Jensen – Drums

Kraen Meier – Guitars

Mads Haarlov – Guitars, Vocals

Thomas Fagerlind – Bass

Produziert von Jacob Hansen
Label: Mighty Music

Homepage: http://www.iniquity.dk

Tracklist:
Tides of Vengeance

The Bullets Breath

Border into Shadow

Bloodletting

Spawn of the Abscess

Thawed for Breeding

Stygian

The Last Incantation

Poets of the Trench

Part II