HELLISH CROSSFIRE: Bloodrust Scythe

Bier kaltgestellt? Kutte rausgekramt? Patronengürtel angelegt? Kreuze umgedreht? Getreu der Devise "When It`s Done" haben sich HELLISH CROSSFIRE gute vier Jahre Zeit gelassen um einen Nachfolger zu ihrem umjubelten Debut Album zu präsentieren. Hat´s was gebracht? Jain.

Getreu der Devise When It`s Done haben sich HELLISH CROSSFIRE gute vier Jahre Zeit gelassen um einen Nachfolger zu ihrem umjubelten Debut Album zu präsentieren. Hat´s was gebracht? Jain. Auf der Haben Seite stehen definitiv ein stärker zu Tage tretender Heavy Metal Einfluss, was das Album ein Stück an SLAYERs furioses Debut heranrückt, und überhaupt deutlich mehr Variabilität. Den größten Kritikpunkt an Slaves Of The Burning Pentagram, der in der relativen Eintönigkeit des Materials lag, hat die Band also erfolgreich ausgemerzt. Dafür hat die Band aber auch einen Preis zahlen müssen. Die Lieder kommen weniger deutlich auf den Punkt und weisen teilweise schwächen im Songwriting auf. …Of Slaying Grounds und Orgasmic Rush sind Paradebeispiele für dieses Dilemma. Überhaupt scheint es der Band schwer gefallen zu sein, das irrsinnige Energielevel des Vorgängers zu halten.
Aber wir wollen das Album hier nicht schlechter reden als es ist. Denn in Sachen angeschwärzter Old School Thrash Metal macht den Jungs nachwievor so schnell keiner etwas vor. Dem Nostalgiker ist eines dabei sofort klar: Wer sich nach dem kultigen Debut Album von IRON ANGEL benennt, der muss das Herz am rechten Fleck haben. Und das hört man dem Album zu jeder Sekunde an. Klar werden sollte das spätestens nach Genuss des Openers Night Of The Possessed jedem. Und selbst die beiden bereits angesprochenen, schwächeren Lieder, sind weit davon entfernt auch nur durchschnittlich zu sein.
Zwar haben HELLISH CROSSFIRE wieder mal nichts für Fortschrittsfanatiker im Gepäck, Traditionalisten mit einem Faible für, in erster Linie deutschen, schnellen, rohen und heftigen Old School Thrash kommen hier dafür voll und ganz auf ihre Kosten. Dazu gesellen sich noch ein paar uralt Black Metal Einflüsse, die zwar omnipräsent sind, sich aber nur selten so deutlich manifestieren, wie die NIFELHEIM Verbeugungen in At The Edge Of Total Chaos. Ist meist eher so eine Gefühlssache. Neben den längeren, mal mehr (Night Of The Possessed, At The Edge Oft Total Chaos, Into The Old And Evil), mal weniger (…Of Slaying Grounds, Orgasmic Rush) gelungenen Liedern, stechen besonders die beiden kurzen Brecher Black Injection und Speed Hunter heraus. In dieser Form gefällt mir die Band persönlich am besten. Wobei auch das mit vielen NWoBHM Referenzen gespickte Too Tough To Die Lust auf mehr macht und zum Griff zur Repeat Taste verführt.

Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Fans des guten, alten, satanischen 80er Thrashs kommen an diesem Album, auch wenn es nicht ohne Fehl und Tadel ist, eigentlich nicht vorbei.

Veröffentlichungstermin: 11.01.2010

Spielzeit: 41:47 Min.

Line-Up:
Iron Tyrant – Gesang
Iron Incubus – Gitarre
Sick – Bass
Evil Possessor – Schlagzeug
Label: I Hate Records
MySpace: http://myspace.com/hellishcrossfirethrash

Tracklist:
01 Night Of The Possessed
02 Black Injection
03 …Of Slaying Grounds
04 Into The Old And Evil
05 Orgasmic Rush
06 Speed Hunter
07 At The Edge Of Total Chaos
08 To Tough To Die