ALL SHALL PERISH: Awaken the Dreamers

ALL SHALL PERISH: Awaken the Dreamers

Nääwäää Äägööööön!. Solche oder ähnliche Grunzlaute drangen in den letzten Tagen des Öfteren aus dem Pohlschen Kabuff, während dort das nunmehr dritte Machwerk der Oaklander ALL SHALL PERISH rotierte (rotierte, rotierte). Ganz ehrlich? Seit ihrem Debüt Hate.Malice.Revenge. haben sich die Deathcoreler mühelos in mein Herz prügeln können und wenn ich mir heute überlege, was mich vor numehr fünf Jahren schon begeistern konnte, dann weiß ich nun wirklich nicht mehr, was ich zu der aktuellen Scheiblette noch erzählen soll.

War der Vorgänger The Price of Existence nämlich bereits eine deutliche Steigerung, was die Produktion von Zack Ohren und vor allem den spielerischen Facettenreichtum der Combo betraf, so ist diese auf Album numero drei in jeglicher Hinsicht noch einmal in exponentiellem Ausmaß fortgesetzt worden. Die Sound brettert bereits beim grandiosen Opener When Life Meant More mit einer Energie aus den Boxen, dass ich wirklich nur so mit den Ohren schlackern kann. Viel stärker als zuvor fallen die vielen Storeyschen Frickelsoli auf, die der Klampfenmeister wie maßgeschneidert ins brachiale Soundgewand einwebt. Am meisten erfreut dann aber doch noch der nicht mehr ganz so neue Sänger Hernan Hermida, ganz besonders die hohe Bandbreite, mit der Eddie seine Hasstiraden eingrunzt, -schreit, -trällert und -kotzt! Man höre einfach mal den großartigen Titeltrack, der zusammen mit dem eigentlich Album selbst wohl das bisherige Karrierehighlight der Kalifornier bilden dürfte.

Zwar ist der Oberknaller Eradication immer noch ein fastastisches Stück Musik, dennoch erscheint die Band beim aktuellen Machwerk noch einmal ein ganzes Stück reifer: Die Grindcore-Elemente wurden ein wenig zurückgeschraubt, was viel Platz für atmosphärischen, facettenreichen Brutalo-Death-Thrash-Metal-Punk-Hardcore geschaffen hat. Es mag sein, dass so mancher mit den hochvertrackten und nicht unbedingt immer griffigen Strukturen der Band seine Schwierigkeiten haben wird, dennoch haben ALL SHALL PERISH spätestens jetzt einen Stil entwickelt, den sie sich getrost selbst auf die Fahne schreiben dürfen. Ja, ich gehe sogar noch ein Stück weiter: ASP wären Genrevorreiter, würden sie denn in eines passen! So bilden die Bay Area-Jungs trotz allem eine der ganz großen Metalbands der Stunde und man kann dem Quintett wirklich nur wünschen, mit Awaken the Dreamers endlich den überfälligen großen Siegeszug zu starten. Die einzige Schublade, die mir für diese Scheiblette jedenfalls einfallen mag, ist mein CD-Schacht und in diesem macht sich Awaken the Dreamers wirklich mehr als hervorragend!

Veröffentlichungstermin: 05.09.2008

Spielzeit: 36:09 Min.

Line-Up:
Gesang – Hernan Eddie Hermida
Gitarre – Chris Storey
Gitarre – Ben Orum
Bass – Mike Tiner
Schlagzeug – Matt Kuykendall

Produziert von Zack Ohren
Label: Nuclear Blast

Homepage: http://www.allshallperish.com

MySpace: http://www.myspace.com/allshallperish

Tracklist:
01. When life meant more…
02. Black Gold Reign
03. Never… Again
04. The Ones we Left Behind
05. Awaken the Dreamers
06. Memories of a Glass Sanctury
07. Stabbing to Purge Dissimulation
08. Gagged, Bound, Shelved and Forgotten
09. Until the End
10. From so Far Away
11. Misery´s Introduction
12. Songs for the Damned