RESURRECTED: Butchered in Excrement

Wirklich exkremental, das dritten Albums der Ruhrpott-Deather von RESURRECTED! Keine Ahnung was das zu bedeuten hat? Denn mit gequirlter Kacke hat das vorliegende Machwerk nichts zu tun, im Gegenteil.

Wirklich exkremental, das dritten Albums der Ruhrpott-Deather von RESURRECTED! Keine Ahnung was das zu bedeuten hat? Gut, dann erklär mir mal jemand was es mit einem Titel wie „Butchered in Excrement“ auf sich hat? Anspielung auf die unhygienische Bedingungen in deutschen Schlachthäusern?

Unglücklich gewählter Titel, denn mit gequirlter Kacke hat das vorliegende Machwerk nichts zu tun, im Gegenteil. RESURRECTED spielen technischen US-Death-Metal der Marke SUFFOCATION oder CANNIBAL CORPSE auf ansprechendem Niveau. Alle Trademarks sind vorhanden: der zweistimmige Gesang zwischen Gekeife im Bill-Steer-Style und Frank Mullen mäßigen Tiefstgrowls in Harmonizer-Qualität, tief wummernde Gitarrenwänden und äußerst variable Rhythmik und Tempiwechsel von schleppend bis rasend. Die ansprechend druckvolle Produktion – mit Schwächen in mittleren Tonlagen – aus Händen des Genre-fremden Produzenten J. Kell (FETISH 96, EMIL BULLS) trägt zu der bedrohlich aufdringlichen Atmosphäre bei. Die Band hat aus den Sound-Verbrechen der Vergangenheit (vgl. „Fairless to the Flesh“) gelernt. Optisch abgerundet wird das Opus mit einem Cover des amerikanischen Tatoo- und Airbrush-Künstlers David Bollt mit dem passend-goreigen Titel: „The Stretching of the Skin“ – zugegeben eines seiner schlechteren Werke. Es lässt sich einfach nicht übersehen und -hören, wie viel Mühe sich die die Duisburger Hobbyfäkalisten mit ihrem aktuellen Machwerk gegeben haben.

Ihren musikalischen Vorbildern frönen die Auferstandenen darüber hinaus mit einer ausgefallenen Coverversion von SUFFOCATIONs „Infecting the Crypts“ und den kannibalischen Titelanleihen (vgl. „Butchered at Birth“), ohne jedoch deren Klasse erreichen zu können. Statt nachahmenswerter technischer Perfektion und Präzision droht oftmals ein Abgleiten in chaotisches Gehacke. So hat gerade Drummer Michael „Fischi“ Scholz mit Timing-Problemen zu kämpfen. Dann doch als Griff ins Klo erweisen sich die in dem Genre scheinbar unverzichtbaren Porno-Samples als abturnendes Vorspiel zu „Macabre Fuckfest“: verpeilt, deplaziert, überflüssig!

Abschließend kann festgestellt werden, dass RESSURECTED sich mit „Butchered in Excrement“ deutlich weiterentwickelt haben und weiterhin zur Crement de la Crement der brutalen Death-Szene in deutschen Landen zählen – so unbedeutend diese international auch sein mag.

Spielzeit: 33:18 Min Min.

Line-Up:
Carsten Scholz – Vocals

Thomas Granzow – Gitarre

Stefan Bays – Bass

Michael Scholz – Drums

Produziert von J. Kell
Label: Perverted Taste

Homepage: www.resurrected.de

Email: info@resurrected.de

Tracklist:
1. The Beginning of Terror [Intro]
2. Dripping With Blood

3. Deadly Lessons

4. Wait To Suffer

5. Macabre Fuckfest

6. Infecting The Crypts [SUFFOCATION-Cover]
7. Ophidicism

8. Entangled In Madness

9. Butchered In Excrement

10. Conquered Suffering